RE/VISIONEN: Berlin-Premiere des FESPACO Gewinners "Teza" von Haile Gerima

Am Sonntag, den 27. September 2009, 17.30 Uhr lädt AfricAvenir International ein zur Berlin-Premiere des FESPACO Gewinners 2009 "Teza" von Haile Gerima. In diesem überragenden Spielfilm über Hoffnung und Desillusionierung, über Fremdheit und Vaterland wirft Gerima "einen ebenso schonungslosen Blick auf den Westen und dessen rassistische (Alltags-)Gewalt wie auf seine eigene Generation, der er vorwirft, sich nicht ausreichend den autoritären Tendenzen widersetzt zu haben.“ (Africultures)

Berlin Premiere: Teza
Deutschland/Äthiopien 2008, 140 Min, OmU, R: Haïle Gerima, D: Aaron Arefe, Takelech Beyene, Abiye Tedia

„Teza" erzählt die Geschichte von Anberber, eines jungen Äthiopiers, der in den 80er Jahren nach seinem Medizinstudium in Westdeutschland voller Elan in die Hauptstadt Addis Abeba  zurückkehrt, dem repressiven marxistischen Regime von Mengistu Haile Mariam jedoch kritisch gegenüber steht. Als er Zeuge eines Mordes wird, schicken ihn die Machthaber nach Ostdeutschland. wo er Opfer eines rassistischen Überfalls wird. Nun, als 60-jähriger, nach dem Fall des Mengistu-Regimes kehrt Anberber erneut nach Äthiopien zurück. Eine Geschichte über Hoffnung und Desillusionierung, über Fremdheit und Vaterland.

„Gerima wirft einen ebenso schonungslosen Blick auf den Westen und dessen rassistische (Alltags-)Gewalt wie auf seine eigene Generation, der er vorwirft, sich nicht ausreichend den autoritären Tendenzen widersetzt zu haben.“ (Africultures)

„Es geht um dreißig Jahre äthiopischer Geschichte, in denen auf Imperialismus Marxismus folgt und der Wahnsinn der Menschen derselbe bleibt.“ (ARTE)

Gewinner des „Etalon d’Or“ (bester Spielfilm) beim FESPACO 2009. Spezialpreis der Jury und Bestes Drehbuch beim Filmfestival von Venedig 2009; Bester Film und 4 weitere Auszeichnungen beim Arabisch-Afrikanischen Filmfestival von Karthago (Tunesien) 2008.

Regisseur: Haïle Gérima
Geboren 1946 in Gondor, Äthiopien geht Haïle Gerima früh in die USA, um am Goodman Theater in Chicago, später am Theater Department der Universität von Südkalifornien (UCLA) Schauspiel und Regie zu studieren. Seit 1975 hat Gérima eine Professur an der Howard Universität in Washington D.C. im Bereich Radio, Fernsehen und Film. Er ist Mitglied der Los Angeles School of Black Film Makers und hat mehrere Filme über Sklavenhandel und Kolonialismus gedreht. Sein bisher berühmtester Film ist der mehrfach preisgekrönte Spielfilm „Sankofa“ von 1993.

Sonntag, den 27. September 2009, 17.30 Uhr
Ort: Filmtheater Hackesche Höfe, Rosenthaler Str. 40/41, 10178 Berlin

Kartenreservierung und Filmauskunft: (030)283 46 03
S Hackescher Markt, U Rosenthaler Platz
Eintritt: 7,50€, Ermäßigungen über Berlinpass, Gildepass und Heavy User Card
(Weitere Informationen: http://www.hackesche-hoefe.org/Seiten/preise.html)

Re/Visionen präsentiert zeitgenössische Kunstperspektiven aus Afrika in Film, Literatur, Tanz, Musik und Videokunst. Die Filmreihe wird kuratiert durch den Filmwissenschaftler und -kritiker J. Enoka Ayemba.

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