Dialogforum: Dekolonisierung im Spannungsfeld von Utopie und Realpolitik mit Prof. Ibrahima Thioub am Donnerstag, 23.9.2010, 19 Uhr

Am Donnerstag, den 23. September 2010 um 19 Uhr lädt AfricAvenir zum Dialogforum (auf Engl.) mit dem Historiker Prof. Ibrahima Thioub ins August-Bebel-Institut. Am Beispiel des „Rassemblement Démocratique Africain“, einer transnationalen Bürgerbewegung und Partei, die sich in den 1950er jahren für die Durchsetzung größerer Rechte für die Afrikaner/innen in den französischen Kolonien einsetzte, wird Prof. Thioub die Möglichkeiten und Grenzen der Dekolonisierung im "frankophonen" Afrika diskutieren. Am Samstag, den 25.9.2010 findet ein Workshop zum gleichen Thema statt und lädt Interessierte zur Vertiefung des Themas ein (s. unten).

Ibrahima Thioub ist Professor für moderne und zeitgenössische Geschichte und geschäftsführender Direktor des Historischen Seminars an der Université Cheikh Anta Diop (UCAD) in Dakar/ Senegal. Er forscht zur Geschichte der Marginalisierung und Exklusion in senegalesischen Städten, zur Geschichte der Sklaverei und des Menschenhandels in Afrika sowie zu Gefängnissen, Alkoholismus und Jugendkriminalität in der Geschichte Westafrikas. Aktuell arbeitet er an einem Buch zur Geschichte Dakars im Zweiten Weltkrieg. Er promovierte zum Rassemblement Démocratique Africain (RDA) und gilt seither als einer der Experten zu diesem Thema.

Dekolonisierung im Spannungsfeld von Utopie und Realpolitik
Prof. Ibrahima Thioub, Universität Cheikh Anta Diop, Dakar/ Senegal

Die Entstehung des „Rassemblement Démocratique Africain“, einer transnationalen Bürgerbewegung und Partei, war ein wichtiger Meilenstein für die Durchsetzung größerer Rechte für die Afrikaner/innen in den französischen Kolonien. Der Historiker Ibrahima Thioub verfolgt die intellektuellen Wurzeln dieser politischen Bewegung  und zeigt, wie die Visionen afrikanischer Intellektueller und Aktivisten diese inspirierten, verweist jedoch auch auf ihre Konfrontation mit der kolonialen Politik und den Partikularinteressen einzelner Persönlichkeiten. Der darauf folgende Workshop lädt Interessierte zur Vertiefung des Themas ein.

Dialogforum: Donnerstag, 23. September 2010, 19.00 Uhr, Eintritt frei

Workshop: Samstag, 25. September 2010, 10.00-17.00 Uhr Teilnahmegebühr 10,- Euro (mit Anmeldung)

Kurt-Schumacher-Haus
Müllerstraße 163, 13353 Berlin
S41(42)/U6 Wedding

Anmeldung für den Workshop unter:
kontakt(at)august-bebel-institut.de

In Kooperation mit dem August-Bebel-Institut und Le Monde Diplomatique.

Gefördert von InWEnt aus Mitteln des BMZ, von der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“und der Landesstelle für Entwicklungszusammenarbeit.

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