Kooperation: Rassismus und antirassistischer Widerstand in Deutschland 1991 bis 2013, 23.04.2014, 19:00 Uhr

Im Rahmen der Reihe Her Stories: Präsentationen und Positionen gegen Rassismus lädt Frauenkreisel am 23. April 2014 um 19:00 Uhr zu den Kurzfilmen „Black in the Western World“ und „Bruderland ist abgebrannt“ mit anschließendem Gespräch über Rassismus und die Organisation antirassistischen Widerstands in Deutschland mit Natasha A. Kelly und Angelika Nguyen. Die Moderation führt  Gabriele Wurmitzer von Frauenkreise.

Über die Veranstaltung:
Black in the Western World“ (23 min. D /engl. U,1992) von Wanjiru Kinyanjui. Der Film beschäftigt sich mit dem offen ausbrechenden Rassismus in Deutschland Anfang der neunziger Jahre und der Positionierung Afrikanischer Einwander_innen.

Bruderland ist abgebrannt“ (35 min. D, 1991) von Angelika Nguyen. Der Film ist eine Momentaufnahme aus den Biographien vietnamesischer Immigrant_innen während des gravierenden Umbruchs in Deutschland.

Anschließend: Gespräch über Rassismus und die Organisation antirassistischen Widerstands in Deutschland mit Natasha A. Kelly und Angelika Nguyen.

Wanjiru Kinyanjui, geboren 1958 in Kenia, ist freiberufliche Filme¬macherin mit über 20 Filmen, Journalistin und Autorin. Studierte in Berlin Anglistik, Germanistik und Film und arbeitete unter anderem als Dozentin für Film an der Kenyatta University. Für ihre Filme erhielt  sie internationale Auszeichnungen, darunter den OCIC Preis, den Black International Cinema Award Berlin und den Black Filmmakers Hall of Fame- Award California.

Angelika Nguyen, Jahrgang 1961, aufgewachsen in Berlin, ist Diplom-Film¬wissen¬schaft¬lerin, Filmjournalistin, Verfasserin analytischer Film¬texte für Wissenschaftszeitschriften, die Landeszentrale für politische Bildung und Tagesmedien. Mutter zweier Kinder.

Natasha A. Kelly
ist akademische Aktivistin der Schwarzen Commu¬nity und Mutter.  Sie ist Vertreterin der Europäischen Union im Landes¬beirat für Integrations- und Migrationsfragen des Berliner Senats. In ihren journalistischen, wissenschaftlichen und poetischen Texten thematisiert sie ihre Schwarze Realität, die eng verwoben ist mit dem institutionellen, strukturellen und internalisierten Rassismen und Sexismen der weißen deutschen Mehrheits-gesellschaft. Sie ist Initia¬to¬rin von EDEWA (Einkaufsgenossenschaft anti¬rassisti¬schen Wider-stands).

Über die Reihe:
In dieser monatlichen Veranstaltungsreihe schildern und erläutern Schwarze und Asiatischdeutsche Frauen ihre Erfahrungen und die ihrer Communities mit Ausgrenzung, Diskriminierung und Rassismus und beschreiben die Folgen dieses individuell und kollektiv erlebten Traumas.
Indem sie von Rassismus betroffene Frauen selbst zu Wort kommen lassen, möchten die Frauenkreise einen Raum für den gesellschaftlichen Dialog öffnen und notwendige Veränderungen anstoßen.

Der Eintritt ist frei! Männer sind herzlich willkommen.

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