Berlin Premiere: "Rengaine" (Hold Back, OengU) von Rachid Djaïdani

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Info   Eintritt: 7,50€; ermäßigt: Berlinpass, 5er & 10er Karte, Gildepass, Heavy User Card

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Paris, heute. Dorcy ist jung, Schwarz und katholisch. Sabrina ist Muslima aus Algerien. Als die beiden beschließen, zu heiraten, stoßen sie mit ihrem Vorhaben auf ein tief verankertes Tabu in den Köpfen beider Familien: Keine Heirat zwischen Schwarzen und Arabern! Warum? Darum! Sabrinas 40 Brüder, unter ihnen besonders Slimane, verstehen sich als Hüter der Tradition und versuchen mit allen Mitteln, die Vereinigung der beiden zu verhindern.

Regaine erzählt die Geschichte einer unmöglichen Liebe, ohne dabei nur eine Liebesgeschichte zu erzählen. Statt sich auf die Vorurteile zwischen zwei Welten zu konzentrieren, thematisiert der Film auf einfühlsame Weise das Individuum im Kontext seiner unmittelbaren gesellschaftlichen Umgebung und ergründet scharfsinnig die inneren Gefühlswelten seiner Protagonisten.

"Meisterhaft" (Les Inrocks)
"1h15min pure Energie" (Telerama)
"Eine Explosion von Humor und Energie" (Marianne)
"Dieser Film hat das Publikum und die Kritik beim Cannes Festival umgehauen" (Paris Match)

Rachid Djaïdanis Film öffnet den Blick für gesellschaftliche Pluralität und haucht mit seinem Ansatz frischen, optimistischen Wind in ein festgefahrenes Milieu.

Im Anschluss an die Filmvorführung finden ein Publikumsgespräch mit dem Hauptdarsteller Stéphane Soo Mongo sowie ein kleiner Empfang im Kino-Foyer statt.

Mit freundlicher Unterstützung durch die Aktion Afrika des Auswärtigen Amtes und Yedd e.V.

Medienpartner: Africiné, SEV-Magazin, Zentrum Moderner Orient, Club der Freunde von RFI, Berlin Poche, rendez-vous-cine.de, Exberliner, Radio multicult.fm, Art Labour Archives, Planète Métis, Contemporary &, Yedd e.V.

Regisseur: Rachid Djaïdani
Rachid Djaïdani ist Schauspieler, Autor, ehemaliger Box-Champion, renommierter Regisseur und Poet. Er wurde 1974 als Sohn eines algerischen Vaters und einer sudanesischen Mutter in Frankreich geboren und wuchs in der Banlieue im Department Yvelines auf. In jungen Jahren arbeitete Djaïdani als Maurer und Handwerker, bevor er seine Vorliebe fürs Schauspiel entdeckte und kleinere Rollen in Film und Fernsehen annahm. Sein erster Roman, Boumkoer, erschien 1999, gefolgt von Mon nerf und Viscéral. Neben seiner Tätigkeit als Schriftsteller drehte Djaïdani einige Dokumentarfilme, die auf internationalen Festivals gezeigt und ausgezeichnet wurden. Neun Jahre lang arbeitete er an seinem ersten Langfilm, Rengaine, den er mit wenigen Mitteln selbst produzierte und drehte.

Diskutant: Stéphane Soo Mongo
Stéphan Soo Mongo ist französischer Schauspieler. Er begann seine Filmausbildung bei Françoise Covillault und absolvierte anschließend eine Schauspielausbildung am Conservatoire du 9ème Arrondissement in Paris mit Anne Deneuil. Ebenso belegte er unterschiedliche Fortbildungen und Workshops, unter anderem mit Peter Brook, für den er 2011 in seiner Adaptation von “Die Zauberflöte” mitspielte. Zwischen 1997 und 2013 arbeitete Soo Mongo an einem dutzend unterschiedlicher Theaterhäuser. Er machte sich außerdem in Film und Fernsehen einen Namen. Er arbeitete unter anderem mit Cedric Klapisch, Richard Bohringer, Jean Odoutan, Sarah Levy, Fabrice Eboué und Rachid Djaidani.

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