Storytelling/Poetry/Performance: Arriving in the Future

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„In Deutschland Schwarz oder ein schwarzer Deutscher zu sein ist eine großartige Banalität, die anerkannt werden muss, aber weder Wohltätigkeit noch Exotismus benötigt.“

Arriving in the Future: Stories of Home and Exile ist eine englische Anthologie mit Gedichten, Kurzgeschichten und akademischen Aufsätzen über schwarze deutsche Erfahrungen, verfasst von 26 schwarzen Dichtern, Schriftstellern und Künstlern der afrikanischen Diaspora, die in Deutschland leben. Sie hebt die Tatsache hervor, dass die Herausforderung von Stereotypen und Klischees, das Aufzeigen von Ungerechtigkeiten, der Kampf gegen strukturellen, institutionellen und Alltagsrassismus - nicht aus Neugier oder als Option, sondern zum schieren Überleben - immer die Last des schwarzen Akteurs in Deutschland gewesen ist. Außerdem zeigt sie erneut, dass es immer eine starke Korrelation zwischen politischem Aktivismus und der Herstellung von Literatur als Mittel zur Erhöhung von Aufmerksamkeit und Empowerment gab, die verborgene Kapitel im politischen Aktivismus und der Literaturproduktion aufschlugen.

Am 27. Februar präsentiert „Arriving in the Future“ einen Abend des Geschichtenerzählens, Lyrik und Gedichte sowie Spoken Word Performance. Höhepunkte des Abends beinhalten eine Lesung und Vorstellung der Art und Bedeutung des Geschichtenerzählens für Schwarze Gemeinschaften (aus Nigeria, den USA und Deutschland) und Spoken Word Perfomances von Asoka Esuruoso und Jumoke Adeyanju.

Jumoke Adeyanju wurde von Yorùbá-Eltern in Aachen in Deutschland großgezogen. Sie verliebte sich dann in die HipHop-Kultur und versuchte mit Orisha-Gottheiten in Kontakt zu treten, während sie in Tansania weitere Orte fand, die sie Heimat nennen konnte. Augenblicklich organisiert sie neben ihrem Studium in Berlin ihre Veranstaltung POETRY MEETS Hip Hop, wo sie auch als Gastgeberin fungiert, nimmt an Jugend-Empowerment-Programmen in der Türkei teil und schreibt Gedichte und Lyrik auf Deutsch, Englisch, Kiswahili und Yorùbá.

Asoka Esuruoso ist eine afro-amerikanische interdisziplinäre Künstlerin, Filmemacherin und Autorin aus Boston, die momentan in Berlin wohnt, wo sie die letzten fünf Jahre gelebt und gearbeitet hat. Sie ist Mitbegründerin des Empowerment-Projektes ‘Arriving in the Future: Stories of Home and Exile’, das Perfomances von Künstlern und Musikern of Color in Berlin und Deutschland kuratiert, und hat kürzlich eine Anthologie Schwarzer Deutscher Lyrik und kreativen Schreibens namens ‘Arriving in the Future: Stories of Home and Exile’ veröffentlicht. Sie hat am Maryland Institute College of Art in Baltimore Film studiert, bevor sie nach New York übersiedelte, um ihr Studium an der Columbia Universität abzuschließen. Ihre Texte und Filme sind in den USA und Deutschland veröffentlicht und ausgestellt worden und handeln häufig über Themen Schwarzer weiblicher Subjektivität und Sexualität neben Familien- und Kulturerinnerung und –Trauma in Afro-amerikanischen und Schwarzen deutschen Gemeinschaften. Esuruoso fungierte auch als Kuratorin der Black Lux Video-Ausstellung und der Installation Black Mirrors 2013, wo sie auch eine der beitragenden Künstlerinnen war.

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