Infoveranstaltung: Mit Wut und Trauer – Festung Europa abschaffen!

.

.

Erfahrungsberichte, politische Einschätzungen und Handlungsansätze zur Situation an der südlichen Außengrenze Europas mit den Aktivisten Chris und Job (der Initiative Corasol).

In den letzten Wochen sind über 1000 Menschen der Festung Europa im Mittelmeer zum Opfer gefallen. Und täglich gibt es neue Tote. Es sind Menschen auf der Flucht vor Krieg oder/ und auf der Suche nach neuen Perspektiven. Menschen, wie ihr und wir, die unsere Freund*innen hätten werden können. Das macht uns betroffen, sprachlos und wütend. Nach den großen Tragödien schien es fast, als ob in der deutschen Öffentlichkeit doch Interesse und sowas wie Empathie aufkommen würde. Dieser Eindruck ist jedoch schnell erloschen. Anhand der verlogenen Kritik an den „Schleusern“ wird medienwirksam jegliche Verantwortung abgestritten. Geflüchtete selbst kommen in der Debatte wieder kaum zu Wort.

An diesem Abend wollen wir die Perspektive wechseln. Es berichten die Aktivisten Chris und Job von ihren persönlichen Erfahrungen auf der Flucht ins abgeriegelte Europa und geben ihre politischen Einschätzungen. Die Wüste und das Meer, alltägliche Repressionen, ausbeuterische Arbeitsbedingungen, die Bedeutung von „Schleusern“, Inhaftierungen und Zusammenhalt untereinander sind an diesem Abend Thema. Zum Schluss wollen wir verschiedene Initiativen vorstellen, die praktische Solidarität zeigen. Die Erzählungen werden durch Bild- und Videomaterial unterstützt.

Der Projektraum befindet sich in der Hermannstraße 48 (U-Bhf. Boddinstr.), 2. Hinterhof, 1. Stock, ist per Fahrstuhl erreichbar. Nach der Veranstaltung gibt es ab ca. 21:30 wie gewohnt den *aze-Tresen.

© Copyright AfricAvenir 2014