Konferenz Afrika-Diskurs III: Afrika neu denken – Dekolonialitäten 130 Jahre nach der Berliner Konferenz

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Die dritte Konferenz AFRIKA NEU DENKEN: Afrika-Diskurs III fragt nach der Bedeutung kolonialer Strukturen in der Gegenwart: Welche Wirkung entfaltet koloniales Denken bei der Gestaltung afrikanischer Gesellschaften und Identitäten heute? Wie prägen koloniale Muster noch immer das Selbstverständnis und Handeln deutscher und europäischer Politik gegenüber afrikanischen Ländern?

Die Berliner Afrika-Konferenz regelte vor 130 Jahren unter deutscher Federführung nicht nur die Fremdherrschaft über die afrikanischen Regionen – sie verfestigte auch bis heute gültige Klischees und Schablonen für den Diskurs über „Afrika“. Ihr Ziel war die wirtschaftliche Ausbeutung „weißer Flecken“ auf der Landkarte – oberflächlich verbrämt mit humanitären Werten wieder Zivilisierung und Christianisierung angeblich zurückgebliebener Regionen. Dabei galt Kolonialismus als ein „zukunftsorientiertes Modernisierungsprojekt“: Es diente der Zukunftssicherung derkolonisierenden Staaten. Die afrikanischen Regionen einschließlich ihrer Bevölkerung dienten als Experimentierraum für technische und vor allem militärische Innovationen.

Heute wirkt das alles noch immer vertraut: Handelsabkommen, Entwicklungspolitik und Migrationsabwehr schreiben das koloniale Projekt fort. Dabei erschwert die Verinnerlichung kolonialer Muster die Befreiung aus diesen Strukturen bei allen beteiligten AkteurInnen. Alternative Ansätze gibt es dennoch: Die Befreiung aus Kolonialitäten wird in zahlreichen Initiativen und Projekten eingeübt. Die Konferenz möchte dazu einen Beitrag leisten: Sie fragt nach der Herkunft von Kolonialitäten, sie zeigt Transformationsansätze auf und sie ermuntert zur Befreiung unserer Blicke, Sprache und Körper.

Mehr Info: www.afrika-im-zentrum.de.

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