Blick zurück in die Zukunft – Die Region der Großen Seen: Symposium mit Ausstellung und Musik

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Demokratische Republik Kongo, Ruanda, Burundi, Tansania, Uganda: Länder in Ostafrika, einer Region, die oft mit langanhaltenden politischen Konflikten in Zusammenhang gebracht wird; eine Region, die auf eine lange Geschichte zurückblickt, die eng mit den andauernden Konsequenzen der Kolonisation verknüpft ist.

In den Medien hören wir von Wahlfälschungen, illegalen Amtszeitverlängerungen von Präsidenten und einer zunehmend alarmierenden Sicherheitslage für die Menschen. Wir wollen den Blick weiten und mit jungen Menschen sprechen, die sich auf unterschiedliche Weise einsetzen für Frieden und Teilhabe in diesem komplexen soziopolitischen und wirtschaftlichen Kontext, insbesondere angesichts der sich dramatisch zuspitzenden Situation in Burundi.

Am 2. November 2016 werden wir uns der Region zunächst aus historischer Perspektive annähern. Dabei erinnern wir an Politiker wie Lumumba und Nyerere mit einer multimedialen Ausstellung zum Thema.

Im Anschluss treten wir in Dialog mit AktivistInnen, KünstlerInnen und ExpertInnen aus Burundi und der Diaspora, die ihre Arbeit präsentieren. Im Laufe des Tages liegt ein besonderes Augenmerk auf der Jugend, ihren Zielen und Aktivitäten im politischen, wirtschaftlichen oder kulturellen Bereich.


So werden Schlaglichter geworfen auf verschiedene Aspekte der Gesellschaften in dieser so reichen und vielfältigen Region. Es geht um erlebte Ausdrucks- und Teilhabemöglichkeiten, neokoloniale Strukturen, Gewalt und Sicherheit, Zusammenleben jenseits von Unterdrückung und Fremdenfeindlichkeit. Dabei wird nicht zuletzt die Rolle Europas sowohl historisch als auch aktuell hinsichtlich neokolonialer und rassistischer Strukturen und ihrer Reproduktion dargelegt und hinterfragt. 

 

Eintritt:
Symposium: freier Eintritt, bitte registrieren bis 01.11.2016 bei: s.keller(at)africavenir.org

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