{"id":3657,"date":"2014-12-09T02:09:30","date_gmt":"2014-12-09T01:09:30","guid":{"rendered":"https:\/\/www.africavenir.com\/?post_type=portfolio&#038;p=3657"},"modified":"2023-12-09T02:13:44","modified_gmt":"2023-12-09T01:13:44","slug":"bildungs-und-begegnungsreisen-2002-2014","status":"publish","type":"portfolio","link":"https:\/\/www.africavenir.org\/en\/projekt\/bildungs-und-begegnungsreisen-2002-2014\/","title":{"rendered":"Bildungs- und Begegnungsreisen (2002-2014)"},"content":{"rendered":"<div class=\"einleitung\">\n<p class=\"bodytext\">Seit 2002 organisierte AfricAvenir regelm\u00e4\u00dfig Bildungsreisen in afrikanische L\u00e4nder, vor allem Kamerun und Senegal. Ziel dieser Reisen ist, Menschen zu erm\u00f6glichen, afrikanische Realit\u00e4ten durch Begegnungen mit zivilgesellschaftlichen Gruppen, K\u00fcnstler*innen und Intellektuellen kennen zu lernen. Im Zentrum dieser Reisen steht meist eine Biennale, ein Festivals oder andere wichtige kulturelle Veranstaltungen, um die wir dann ein intensives Programm an Begegnungen mit wichtigen Akteur*innen der sozialen Bewegungen, Vertreter*innen von NGOs, mit Akademiker*innen und Politiker*innen, sowie mit\u00a0 K\u00fcnstler*innen und Kurator*innen. Au\u00dferdem bot AfricAvenir 2014 in Kooperation mit taz-Reisen zwei Studienreisen nach Senegal mit Themenschwerpunkt Zivilgesellschaft und Frauenrechte an.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"news_einschub\">\n<div class=\"tx-cal-controller \"><\/div>\n<\/div>\n<div class=\"normal\">\n<div class=\"csc-textpic csc-textpic-left csc-textpic-above\">\n<div class=\"csc-textpic-imagewrap\">\n<div class=\"csc-textpic-image csc-textpic-last\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.africavenir.org\/fileadmin\/_processed_\/csm_trips_dakart_2_21ae22a048.jpg\" alt=\"\" width=\"630\" height=\"420\" border=\"0\" \/><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"normal\">\n<div class=\"csc-header csc-header-n6\">\n<h4>Studien- und Begegnungsreise nach Dakar, Senegal anl\u00e4sslich der DAK\u2019ART \u2013 Biennale f\u00fcr zeitgen\u00f6ssische afrikanische Kunst<\/h4>\n<\/div>\n<p class=\"bodytext\">Aus Anlass der diesj\u00e4hrigen DAK\u2019ART &#8211; Biennale f\u00fcr zeitgen\u00f6ssische afrikanische Kunst organisiert AfricAvenir alle zwei Jahre eine Bildungs- und Begegnungsreise nach Dakar, Senegal. Nicht nur die vielf\u00e4ltigen Ausstellungen im Rahmen der Kunstbiennale bieten M\u00f6glichkeiten der Begegnung. In Dialogforen mit senegalesischen K\u00fcnstler\/innen, Politiker\/innen und Wissenschaftler\/innen, bei Museums- und Filmbesuchen sowie bei Stadtrundg\u00e4ngen und Konzerten soll auf der Reise der Kontakt zur Kunst, Kultur und Geschichte Dakars und des Senegals vermittelt werden. Ebenso wichtig wie ungew\u00f6hnlich wird zudem der pers\u00f6nliche Kontakt zu den Dakarois, den Einwohnern von Dakar, sein. So werden z.B. Mahlzeiten nicht nur in Restaurants eingenommen, sondern auch in Privathaushalten senegalesischer Familien \u2013 Begegnungen, die Einblick geben in den Alltag vor Ort.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Die n\u00e4chste Reise zur DAK&#8217;ART findet vom 28. April bis zum 8. Mai statt. Anmeldungen nehmen auch jetzt schon entgegen: <a>info(at)africavenir.org<\/a><\/p>\n<p class=\"bodytext\">Die DAK\u2019ART &#8211; Biennale f\u00fcr zeitgen\u00f6ssische afrikanische Kunst ist die gr\u00f6\u00dfte und wichtigste Biennale auf dem Kontinent. Die DAK&#8217;ART l\u00e4dt seit 1992 K\u00fcnstler\/innen aus Afrika und der afrikanischen Diaspora ein, das Leben auf dem Kontinent und dar\u00fcber hinaus darzustellen, zu reflektieren und die weltweite Wahrnehmung Afrikas und der Afrikaner\/innen so (mit) zu gestalten. Weit davon entfernt, sich nur auf eine verengende Perspektive des Afrikanischen zu beschr\u00e4nken, will die Biennale in den Ausstellungen und einem reichhaltigen Programm das Internationale hervorheben: Afrikanische Kunst ist nur als internationale Kunst verst\u00e4ndlich.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">\u00dcber einen Monat lang nimmt die DAK&#8217;ART die ganze Stadt \u2013 und zunehmend auch weitere St\u00e4dte und D\u00f6rfer \u2013 ein, jeden Tag sind zahlreiche kleine und gro\u00dfe Ausstellungen und Performances zu sehen. Selbstverst\u00e4ndlich wird viel Zeit f\u00fcr den gemeinsamen oder individuellen Besuch der zahlreichen Vernissagen und Ausstellungen sein. Wir besuchen das K\u00fcnstlerdorf \u201eVillage des artistes\u201c und dar\u00fcber hinaus auch ausgew\u00e4hlte K\u00fcnstler wie z.B. den zwischen Berlin und Dakar lebenden Konzeptk\u00fcnstler Mansour \u201eKanakassy\u201c Ciss in seiner Villa Gottfried an der &#8220;Petite C\u00f4te&#8221; s\u00fcdlich von Dakar.<\/p>\n<p>Dakar bietet kulturell noch einiges mehr: Zwar wird jede Reise individuell geplant und entsprechend unterschiedlich sein, wichtige Begegnungen der vergangenen Reisen beinhalteten jedoch z.B. den Besuch des Ateliers der international renommierten Modesch\u00f6pferin Oumou Sy, des internationalen Hip Hop Stars Didier Awadi in seinem Tonstudio \u201eStudio Sankara\u201c, und ber\u00fchmte Filmemacher wie Moussa S\u00e8ne Absa oder Moussa Tour\u00e9. Wir interessieren uns au\u00dferdem f\u00fcr senegalesisches Kunsthandwerk, wohnen Theater-, Tanzauff\u00fchrungen und Erz\u00e4hlabenden bei und genie\u00dfen die gro\u00dfe Vielfalt an\u00a0 (allerdings sehr sp\u00e4t beginnenden) Konzerten, die Dakar zu bieten hat: Pape &amp; Cheikh, Youssou Ndour, Didier Awadi, Ismael L\u00f4, Orchestra Baobab, Hip Hop und Reggae Konzerte etc.<\/p>\n<p>Die Stadt Dakar hat eine wechselvolle Geschichte. Ihre Bedeutung reicht von der Rolle als Umschlagplatz f\u00fcr den Sklavenhandel und sp\u00e4tere Kolonialstadt \u00fcber ihre strategische Position im Zweiten Weltkrieg bis zur Dekolonisation und dar\u00fcber hinaus. Diese Geschichte werden wir nicht nur auf einer umfangreichen Stadttour mit dem Lehrer und Historiker Babacar Mbaye Ndaak nachvollziehen, sondern insbesondere w\u00e4hrend eines Besuchs auf der Insel Gor\u00e9e. Dar\u00fcber hinaus steht die Universit\u00e4t Cheikh Anta Diop auf dem Programm, wo wir die Bibliothek und das Laboratorium von Cheikh Anta Diop besuchen, der in seinen Forschungen sowohl die kulturellen Urspr\u00fcnge der Menschheit und der menschlichen Zivilisation auf den afrikanischen Kontinent verlegte als auch nachhaltig das Selbstverst\u00e4ndnis afrikanischer Gesellschaften gegen\u00fcber dem Westen st\u00e4rkte.<\/p>\n<p>Weitere Begegnungen f\u00fchren uns an gesellschaftspolitische Themen in Westafrika heran: So ist der Besuch bei dem panafrikanischen Forschungsinstitut CODESRIA, das seit 1973 die Sozialwissenschaften in Afrika vorantreibt, Teil jeder Reise. Auch eine Diskussion mit dem Leiter der Internetplattform Pambazuka.org, DER pan-afrikanischen Plattform f\u00fcr soziale Gerechtigkeit in Afrika, sowie ein Treffen mit Vertretern der Bewegung \u201eM23\u201c und \u201eY en a marre\u201c sind quasi obligatorisch, um aus zivilgesellschaftlicher Perspektive \u00fcber die erfolgreichen Proteste in 2012, den Machtwechsel und die Zukunft der sozialen Bewegung im Senegal und in der Region zu sprechen.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Neben der Innenstadt Dakars werden wir auch die Banlieu mit Stadtteilen wie Guediawaye und Hann Pecheur kennenlernen, wo wir Vertreter der NGO \u201eKaddu Yaraax\u201c treffen werden, die seit mehreren Jahren erfolgreich mit dem sog. \u201eTheater der Unterdr\u00fcckten\u201c nach Augusto Boal arbeitet und Aufkl\u00e4rungsarbeit zu unterschiedlichsten Themen wie Migration, Umweltschutz etc. betreibt.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Da sich unser Netzwerk st\u00e4ndig weiter entwickelt, kommen mit jeder Reise weitere oder andere Programmpunkte hinzu. Wie die unten stehenden R\u00fcckmeldungen von Mitreisenden belegen, bietet diese Form des dialogischen Reisens zahlreiche Begegnungen und Erlebnisse, die noch lange nachwirken.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"normal\">\n<div class=\"csc-header csc-header-n7\">\n<h4>Philip Kojo Metz<\/h4>\n<\/div>\n<div class=\"csc-textpic csc-textpic-intext-left\">\n<div class=\"csc-textpic-imagewrap\">\n<div class=\"csc-textpic-image csc-textpic-last\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.africavenir.org\/fileadmin\/_processed_\/csm_philipkojometz3_2593225063.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"190\" border=\"0\" \/><\/div>\n<\/div>\n<div class=\"csc-textpic-text\">\n<p class=\"bodytext\">Das Reiseprojekt ist dieses Jahr dank des Impulses von Philip Kojo Metz entstanden, der auch selbst ein kulturelles Kunstprojekt in Senegal mit G\u00e9rard Chenet &#8211; facettenreicher K\u00fcnstler aus Haiti &#8211; koordiniert. Philip Kojo Metz ist ein Konzeptk\u00fcnstler, der sich mit Themen Identit\u00e4t, Geschichte und Verh\u00e4ltnissen zwischen zeitgen\u00f6ssischen Kulturen auseinandersetzt. Er studierte Fotografie und bildende Kunst und schloss als Meistersch\u00fcler mit Diplom ab. (1994-1997 Fachakademie f\u00fcr Fotodesign; 1998-2005 Bildhauerei, Akademie der Bildenden K\u00fcnste).<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit 2002 organisierte AfricAvenir regelm\u00e4\u00dfig Bildungsreisen in afrikanische L\u00e4nder, vor allem Kamerun und Senegal. Ziel dieser Reisen ist, Menschen zu erm\u00f6glichen, afrikanische Realit\u00e4ten durch Begegnungen mit zivilgesellschaftlichen Gruppen, K\u00fcnstler*innen und Intellektuellen kennen zu lernen. 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