{"id":1118,"date":"2012-04-15T07:25:00","date_gmt":"2012-04-15T05:25:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.africavenir.com\/premiere-ein-afrikanischer-blick-auf-afrika-kurzfilme-von-afrikas-top-regisseuren-am-22-april-2012-17-00-uhr\/"},"modified":"2023-10-06T11:31:11","modified_gmt":"2023-10-06T09:31:11","slug":"premiere-ein-afrikanischer-blick-auf-afrika-kurzfilme-von-afrikas-top-regisseuren-am-22-april-2012-17-00-uhr","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.africavenir.org\/en\/premiere-ein-afrikanischer-blick-auf-afrika-kurzfilme-von-afrikas-top-regisseuren-am-22-april-2012-17-00-uhr\/","title":{"rendered":"Premiere: \u201eEin afrikanischer Blick auf Afrika \u2013 Kurzfilme von Afrikas Top Regisseuren\u201c, am 22. April 2012, 17.00 Uhr"},"content":{"rendered":"<p>Am&nbsp;<b>Sonntag, 22. April 2012 um 17 Uhr&nbsp;<\/b>l\u00e4dt AfricAvenir in Kooperation mit der&nbsp;<i>Initiative Schwarze Menschen in Deutschland (ISD)<\/i>,&nbsp;<i>Adefra &#8211; Schwarze Frauen in Deutschland<\/i>,<i>&nbsp;Jozi.tv<\/i>,&nbsp;<i>LoNam<\/i>,<i>&nbsp;AFROTAK TV cyberNomads&nbsp;<\/i>und&nbsp;<i>Plan\u00e8te M\u00e9tisse<\/i>&nbsp;zur&nbsp;<b>Premiere der Kurzfilmreihe \u201eL\u2019Afrique vue par\u2026 \u2013 Ein afrikanischer Blick auf Afrika\u201c<\/b>&nbsp;ins&nbsp;<i>Hackesche H\u00f6fe Kino<\/i>&nbsp;ein. Von Blood Diamond bis Machine Gun Preacher \u2013 die Mainstream Filme \u00fcber Afrika werden von Wei\u00dfen Regisseuren gemacht, mit Wei\u00dfen Hauptdarstellern, die Afrikas angeblich ausschlie\u00dflich selbst verursachte Probleme l\u00f6sen. Welches Gegenmittel k\u00f6nnte besser sein, als \u201cL\u2019Afrique vue par&#8230;\u201d, eine Zusammenstellung von 10 Kurzfilmen von einigen der anerkanntesten afrikanischen Filmemacher\/innen? Afrika ist ein Baum mit vielen \u00c4sten, sagt Sotigui Kouyat\u00e9 in seiner letzten Rolle. Keiner der Filme kann den ganzen Baum repr\u00e4sentieren, doch diese filmische Collage schafft es, Afrikas gro\u00dfartige kulturelle und kreative Vielfalt anzudeuten.&nbsp;<\/p>\n<p>Im Anschluss findet ein Publikumsgespr\u00e4ch mit dem Filmkritiker und \u2013wissenschaftler&nbsp;<b>Enoka Ayemba<\/b>&nbsp;und ein kleiner Empfang im Kino-Foyer statt.&nbsp;<\/p>\n<p><b>Synopsis<\/b><br \/>Rachid Boucharebs \u2018Exhibition\u2019 erz\u00e4hlt anhand von Archivbildern von den sog. \u201eEingeborenend\u00f6rfern\u201c, die Mitte des 19. Jahrhunderts in den westlichen Hauptst\u00e4dten aufgebaut wurden. Afrikaner, Asiaten und First Nation Amerikaner wurden gezwungen, ihre traditionellen Kulturen und Techniken dort zur Belustigung der Europ\u00e4er vorzuf\u00fchren. Diese menschlichen Zoos waren ein wichtiges Instrument, um den Mythos der \u00dcberlegenheit Europas zu konstruieren und den Kolonialismus zu legitimieren. Das Aufkommen des Kinos Anfang des 20. Jahrhunderts hatte die langsame Abschaffung dieser wandernden Ausstellungsd\u00f6rfer zur Folge, die Haltung in der Darstellung europ\u00e4ischer Menschen und Kulturen in den modernen Medien hat sich jedoch bis heute kaum ge\u00e4ndert.<\/p>\n<p>Nouri Bouzids \u2018Restless Wandering\u2019 spielt in Tunesien, mit dem legend\u00e4ren Sotigui Kouyat\u00e9 in seiner wohl letzten Rolle als alter Griot, der seine Weisheit mit tunesischen Kindern teilt. Diese harmonische Szene wird harsch unterbrochen durch die Ankunft eines tunesischen Beamten, der den alten Griot festnehmen will, da er dessen Losgel\u00f6stheit von materiellen G\u00fctern und von jeglicher Nationalit\u00e4t nicht versteht.<\/p>\n<p>Flora Gomes \u2018Footprint Of All Times\u2019 ist ein visuelles Fest der Sinne und erz\u00e4hlt von der traditionellen Art des Webens und des Kleidermachens.&nbsp;<\/p>\n<p>In Balufu Bakupa-Kayindas \u201eNous aussi on a march\u00e9 sur la lune\u201c erleben ein Lehrer, ein Arzt und ein K\u00fcnstler 1969 im Kongo die erste Mondlandung auf je ihre spezifische Weise. Der K\u00fcnstler beschlie\u00dft, dass er selbst auf dem Mond laufen wird.&nbsp;<\/p>\n<p>Sol de Carvalho behandelt das Thema \u201eKindersoldaten\u201c, w\u00e4hrend Teddy Matteras \u2018Telegraph Pole\u2019 die langfristigen Auswirkungen von Krieg, Verlust und k\u00f6rperlichen Verletzungen auf einen entlassenen Soldat zeigt, auch wenn dessen Familie seine R\u00fcckkehr f\u00fcr ihn so herzlich wie m\u00f6glich gestaltet.<\/p>\n<p>Mama Keita\u2019s \u2018One More Vote For Obama\u2019 f\u00e4ngt die Euphorie von vielen Kenianern w\u00e4hrend der letzten US-Pr\u00e4sidentschaftswahlen ein. Der Film ist ein Slapstick \u00fcber den haarstr\u00e4ubenden Plan zweier junger M\u00e4nner, durch den Sieg bei einem Marathon an eine Green-Card zu kommen.&nbsp;<\/p>\n<p>Bei Abderahmane Sissakos \u201eAn angry woman\u201c und Zeze Gamboas \u201eBom dia Africa\u201c geht es um die exponentiell steigende Nutzung von Handys und deren vermehrtem Diebstahl.<\/p>\n<p>Gaston Kabores \u20182000 Generations of Africa\u2019 rundet die Auswahl ab mit einem klaren Aufruf an die junge afrikanische Generation, selbst Bilder \u00fcber ihren Kontinent zu produzieren und sich damit ihr Selbstbild wieder anzueignen.&nbsp;<\/p>\n<p><b>Die Filme<\/b>n<\/p>\n<ul>\n<li>Exhibitions, Rachid BOUCHAREB (Algerien)<\/li>\n<li>Errance, Nouri BOUZID (Tunesien)<\/li>\n<li>A pegadas de todos os tempos, Flora GOMES (Guinea Bissau)<\/li>\n<li>Nous aussi nous avons march\u00e9 sur la lune, Balufu BAKUPA KANYINDA (Dem. Republik Kongo)<\/li>\n<li>Coquillage (O&#8217;Buzio), Sol de CARVALHO (Mozambik)<\/li>\n<li>Telegraph to the sky, Teddy MATTERA (S\u00fcdafrika)<\/li>\n<li>Bom dia Africa (Bonjour Afrique), Zeze GAMBOA (Angola)<\/li>\n<li>One more vote for B. Obama, Mama KE\u00cfTA (Guinea)<\/li>\n<li>Une femme f\u00e2ch\u00e9e, Abderahmane SISSAKO (Mauritanien\/ Mali)<\/li>\n<li>2000 g\u00e9n\u00e9ration d&#8217;Afrique, Gaston KABORE (Burkina Faso)<\/li>\n<\/ul>\n<p>n<b>Die Regisseure<br \/>Rachid Bouchareb<\/b>&nbsp;wurde in Frankreich geboren und besuchte die Filmakademie in Paris. Nach mehreren Kurzfilmen drehte er 1985 \u201cB\u00e2ton Rouge\u201d (1985), der verschiedenen Generationen von Migranten zu Wort kommen l\u00e4sst. 1991 wurde \u201eCheb\u201c aka \u201eFlucht aus Afrika\u201c mehrfach ausgezeichnet u.a. in Cannes und f\u00fcnf Jahre sp\u00e4ter \u201eDust of Life\u201c als Bester Ausl\u00e4ndischer Film f\u00fcr die Oscars nominiert. \u201eLittle Senegal\u201c mit Sotigui Kouyat\u00e9 in der Rolle des pensionierten H\u00fcters des Haus der Sklaven auf Gor\u00e9e, der sich auf die Suche nach seiner deportierten Familie in den USA macht, war sein erster Kassenerfolg in Frankreich. 2006 folgte der weltweite Erfolgsfilm \u201eIndig\u00e8nes \u2013 Days of Glory\u201c \u00fcber den wesentlichen Beitrag maghrebinischer Soldaten bei der Befreiung Frankreichs. In Cannes erhielten die drei Hauptdarsteller kollektiv den Preis als Beste Schauspieler, der Film gewann den C\u00e9sar als Bester Film und wurde f\u00fcr die Oscars nominiert. \u201eLondon River\u201c (wiederum mit Sotigui Kouyat\u00e9) ist ein kluger, trauriger, sehr moralischer und zugleich z\u00e4rtlicher Film \u00fcber zwei Eltern, die nach den Bombenattentaten in London nach ihren Kindern suchen. \u201eHors la loi \u2013 Outside the Law\u201c ist der zweite Teil einer Trilogie \u00fcber die vom Kolonialismus belasteten Beziehungen zwischen Nordafrika und Frankreich. Derzeit dreht er \u201eJust Like a Woman\u201d, der Beginn einer neuen losen Trilogie \u00fcber die die Beziehungen zwischen den USA und der Arabischen Welt.<\/p>\n<p><b>Nouri Bouzid<\/b>&nbsp;wurde 1946 in Sfax, Tunesien, geboren. Nach einem Regiestudium am INSAS (Institut National Superieur des Arts du Spectacle) in Br\u00fcssel arbeitete er als Volont\u00e4r beim tunesischen Fernsehen, danach als Assistent u.a. bei Steven Spielberg und Abdellatif Ben Ammar. Von 1973-79 wurde er wegen seiner Mitgliedschaft in der oppositionellen Gruppe Perspectives inhaftiert. Mit \u201eL\u2019homme de cendres\u201c (Mann aus Asche), seinem ersten Langfilm, sorgte er f\u00fcr einen Skandal in Tunesien und macht international auf sein Talent aufmerksam. Nouri Bouzid z\u00e4hlt seither zu den profiliertesten Regisseuren Tunesiens. Anl\u00e4sslich der Jasmin-Revolution zeigte AfricAvenir seinen Film \u201eMaking of \u2013 Kamikaze\u201c.<\/p>\n<p>Der 1949 in Cadique, Guinea-Bissau geborene Regisseur&nbsp;<b>Flora Gomes<\/b>, der im Oktober 2002 in Dakar mit einem hoch dotierten Stipendium f\u00fcr sein bisheriges Schaffen ausgezeichnet wurde, studierte ab 1972 Film an der ICAIC (Instituto Cubano de Arte e Industria Cinematogr\u00e1ficos) in Havanna, Kuba, und anschlie\u00dfend im Senegal bei Paulin Soumanou Vieyra. Er lernte Semb\u00e8ne Ousmane und seine Arbeit kennen und wurde von ihr ma\u00dfgeblich beeinflusst. Nachdem er 1979 mit Chris Marker zusammengearbeitet und Reportagen sowie Dokumentarfilme realisiert hatte, drehte Flora Gomes 1987 seinen ersten Spielfilm, \u201eMortu Nega\u201c, der die letzten Momente des Freiheitskampfes seines Landes sowie die folgenden Herausforderungen der Unabh\u00e4ngigkeit behandelt. \u201ePo di Sangui\u201c sein dritter Spielfilm, lief im offiziellen Wettbewerb in Cannes 1996 und gewann den Silver Tanit Preis beim Filmfestival von Karthago. 2002 dreht er \u201eNha Fala\u201c, der f\u00fcr den Wettbewerb in Venedig nominiert wird. Flora Gomes&#8217; Werk setzt sich vornehmlich mit Fragen der Geschichte und Erinnerung auseinander, v.a. in Bezug auf den nationalen Befreiungskampf sowie mit Fragen von Modernisierung und Identit\u00e4t. Zurzeit recherchiert Gomes f\u00fcr seinen neuen Film \u00fcber den gro\u00dfen afrikanischen Befreiungstheoretiker und politischen Unabh\u00e4ngigkeitsk\u00e4mpfer Amilcar Cabral. Er z\u00e4hlt zu den anerkanntesten Filmemachern Afrikas.<\/p>\n<p><b>Balufu Bakupa-Kanyinda<\/b>&nbsp;wurde 1957 in Kinshasa, Demokratische Republik Kongo, geboren. Nach seinem Studium der Geschichte, Kunstgeschichte, Philosophie und Soziologie in Br\u00fcssel schloss er Filmstudien in Frankreich, Gro\u00dfbritannien und den USA an. Bakupa-Kanyinda drehte sowohl Dokumentar- als auch Spielfilme und lehrt zurzeit Film in New York. Sowohl als Drehbuchautor als auch als Regisseur entwickelte Bakupa-Kanyinda 1991 seine ersten Dokumentarfilme \u201cDix Milles ans de Cin\u00e9ma\u201d (Zehntausend Jahre Kino) und \u201eThomas Sankara\u201c (1991). Sein erster Spielfilm war 1996 \u201cLe Damier, Papa national oye! (The Draughtsmen clash). Neben seiner T\u00e4tigkeit als Regisseur und Drehbuchautor, \u00e4u\u00dfert sich Bakupa-Kanyinda auch als Schriftsteller und Dichter \u00fcber das afrikanische Kino. 2006 und 2007 lehrte er auf Einladung der New York University an deren Campus in Accra, Ghana. Seinen bisher letzten Langfilm \u201eJuju Factory\u201c hat AfricAvenir 2008 in einer Deutschlandtournee in mehreren St\u00e4dten pr\u00e4sentiert.<\/p>\n<p><b>Jo\u00e3o Luis Sol de Carvalho<\/b>, in Beira, Mosambik geboren, studierte am Conservat\u00f3rio Nacional de Cinema in Lissabon und arbeitete anschlie\u00dfend als Journalist, Redakteur und Fotograf. Seit 1984 hat er zahlreiche Dokumentationen und Fernsehreportagen produziert, in denen er sich sozialkritisch mit der Gesellschaft Mosambiks auseinandersetzt. Sein erster Spielfilm \u201cLe jardin d\u00b4un autre homme\u201d war gleichzeitig seit 25 Jahren einer der ersten mosambikanischen Filme, die im Land gezeigt wurden. Sol de Carvalho ist Begr\u00fcnder und Generaldirektor der Promarte Production Company in Maputo.&nbsp;<\/p>\n<p><b>Teddy Mattera<\/b>&nbsp;ist ein preisgekr\u00f6nter Regisseur aus S\u00fcdafrika. Er studierte in den USA Soziologie und Filmproduktion und arbeitete u.a. beim Oskar nominierten Film \u201cHoop Dreams\u201d mit. Im Jahr 1990 kehre er nach S\u00fcdafrika zur\u00fcck und arbeitete an Dokumentationen u.a. f\u00fcr ABC, BBC, Channel Four, Global Vision und SABC. Im selben Jahr besuchte er die London International Film School. Sein erster Spielfilm \u201cMax and Mona\u201d erhielt u.a. Preise beim FESPACO und beim Cape Town International Film Festival. Seitdem produzierte Teddy Mattera zahlreiche Fernsehprogramme, Gesellschafts-Dokumentationen und Dramaserien f\u00fcr lokale und internationale Auftraggeber. Im Jahr 2006 erhielt er ein Carnegie Fellowship an der Wits University in Johannesburg, wo er als Gastdozent Regie und Drehbuch unterrichtet.<\/p>\n<p><b>Zeze Gamboa<\/b>&nbsp;wurde 1955 in Luanda, Angola, geboren und begann seine Karriere als Regisseur am angolanischen Fernsehen, wo er Nachrichten- und Informationsprogramme produzierte. In den 90er Jahren drehte er mehrere Dokumentationen. Zeze Gamboa geh\u00f6rt zu den Mitbegr\u00fcndern des angolanischen Kinos, das nach langen Jahren des B\u00fcrgerkriegs eine noch sehr junge Industrie ist. Sein erster Spielfilm \u201cHero\u201d gewann Preise auf dem Sudanesischen Filmfestival und dem Drei-Kontinente Festival in Nantes.&nbsp;<\/p>\n<p><b>Mama Keita<\/b>&nbsp;wird 1956 als Sohn einer vietnamesischen Mutter und eines guineischen Vaters im Senegal geboren. Nach seinem Studium der Rechtswissenschaften in Paris begann er Drehb\u00fccher zu schreiben. Zwischen 1981 und 1997 realisierte Keita f\u00fcnf Kurzfilme; der Dokumentarfilm \u201eDavid Achkar, une \u00e9toile filante\u201c (1998) ist ein pers\u00f6nlicher Nachruf auf einen verstorbenen Freund. Sein erster Spielfilm \u201eLe fleuve\u201c (2002) erh\u00e4lt den Pressepreis beim Filmfestival von Paris. 2003 dreht er \u201eLe Sourire du Serpent\u201c und 2009 \u201eL&#8217;Absence\u201c.<\/p>\n<p><b>Abderrahmane Sissako&nbsp;<\/b>wurde in Mauretanien geboren, verbrachte seine Kindheit in Mali und studierte sp\u00e4ter Film in Moskau am Gerassimow-Institut f\u00fcr Kinematographie. Schon sein Abschlussfilm Le Jeu erhielt zahlreiche Auszeichnungen und seine ersten Langfilme October (1993) und \u201dLa Vie Sur Terre \u2013 Das Leben auf Erden\u201c sorgten f\u00fcr Aufmerksamkeit. Immer wiederkehrende Themen in seinen Filmen sind Exil und Entwurzelung, die auch sein in 2003 erschienener Film \u201eWarten auf das Gl\u00fcck\u201c illustriert. Dieser wurde als bester Film beim FESPACO in Ouagadougou\/ Burkina Faso ausgezeichnet und erhielt beim Filmfestival in Cannes den FIPRESCI Preis \u201eUn Certain Regard\u201c. 2006 produzierte Sissako den Weltbank-kritischen Film &quot;Bamako&quot;. 2003 war Abderahmane Sissako Mitglied der Internationalen Jury der Berlinale. Bei den Filmfestspielen von Cannes sa\u00df er 2000 in der Kurzfilmjury, 2003 war er Pr\u00e4sident der Jury der Sektion Un Certain Regard, und 2007 Mitglied der Hauptjury.<\/p>\n<p><b>Gaston Kabor\u00e9<\/b>&nbsp;ist Drehbuchautor, Regisseur und Produzent aus Burkina Faso. Er studierte zun\u00e4chst am Centre d\u00b4Etudes Sup\u00e9rieures d\u00b4Histoire in Ouagadougou und schloss dann sein Studium an der Sorbonne in Paris ab. W\u00e4hrend seines Studiums besch\u00e4ftigte er sich insbesondere mit dem Blick, der von Au\u00dfen auf Afrika gerichtet wird. 1974 nahm er erneut das Studium an der Ecole Sup\u00e9rieure d\u00b4Etudes Cin\u00e9matographiques in Paris auf. Nach seiner R\u00fcckkehr nach Burkina Faso wurde er zum Leiter des Institut Africain d\u00b4Education Cin\u00e9matographique ernannt. Von 1985 bis 1997 war er Generalsekret\u00e4r der Pan-Afrikanischen F\u00f6deration der Filmemacher (FEPACI). Nach Xala (1975) des senegalesischen Regisseurs Ousmane Semb\u00e8ne begriff er zum ersten Mal den Film als Mittel, um die afrikanische Kultur abzubilden. Sein Film \u201eW\u00eand K\u00fbuni\u201c (1982) gilt als beispielhaft daf\u00fcr, die m\u00fcndliche Tradition von Burkina Faso auf die Leinwand zu bannen. Kabor\u00e9s Deb\u00fctfilm folgten Zan Boko (1988), Rabi (1992) und Buud Yam (1997), die in derselben Tradition stehen und zahlreiche internationale Auszeichnungen erhielten. Gaston Kabor\u00e9 ist Drehbuchautor, Regisseur und Produzent in einem und realisierte auch mehrere Dokus sowie ein Segment des Kollektivfilms Lumi\u00e8re et compagnie (1995), der als Hommage auf 100 Jahre Film entstand. Kabor\u00e9 ist es wichtig, Afrika zu einem eigenen filmischen Ausdruck zu verhelfen. Seit Ende der 90er Jahre verschreibt er sich fast ausschlie\u00dflich der Lehrt\u00e4tigkeit. Er gr\u00fcndete das Zentrum f\u00fcr die Aus- und Weiterbildung junger afrikanischer Filmschaffender IMAGINE in Ouagadougou.<\/p>\n<p><b>Ein afrikanischer Blick auf Afrika \u2013 Kurzfilme von Afrikas Top Regisseuren<br \/>P: Festival Panafricain d&#8217;Alger (Panaf&#8217;) 2009, Algerien, 100 Min., 2009, OEnglU<br \/>Datum: Sonntag, 22. April 2012 um 17.00 Uhr<br \/>Ort: Hackesche H\u00f6fe Kino, Rosenthaler Str. 40\/41, 10178 Berlin<\/p>\n<p>Kartenreservierung: (030) 283 46 03<\/b><br \/>S Hackescher Markt, U Rosenthaler Platz<br \/>Eintritt: 7,50 \u20ac, Erm\u00e4\u00dfigungen \u00fcber Berlinpass, Gildepass und Heavy User Card<br \/>(Weitere Informationen:&nbsp;<link http:\/\/www.hoefekino.de\/preise-und-rabatte>www.hoefekino.de\/preise-und-rabatte<\/link>)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am&nbsp;Sonntag, 22. April 2012 um 17 Uhr&nbsp;l\u00e4dt AfricAvenir in Kooperation mit der&nbsp;Initiative Schwarze Menschen in Deutschland (ISD),&nbsp;Adefra &#8211; Schwarze Frauen in Deutschland,&nbsp;Jozi.tv,&nbsp;LoNam,&nbsp;AFROTAK TV cyberNomads&nbsp;und&nbsp;Plan\u00e8te M\u00e9tisse&nbsp;zur&nbsp;Premiere der Kurzfilmreihe \u201eL\u2019Afrique vue par\u2026 \u2013 Ein afrikanischer Blick auf Afrika\u201c&nbsp;ins&nbsp;Hackesche H\u00f6fe Kino&nbsp;ein. 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