{"id":1697,"date":"2008-02-27T11:52:02","date_gmt":"2008-02-27T10:52:02","guid":{"rendered":"https:\/\/www.africavenir.com\/berlin-premiere-daratt-zeit-der-entscheidung\/"},"modified":"2023-10-06T11:18:08","modified_gmt":"2023-10-06T09:18:08","slug":"berlin-premiere-daratt-zeit-der-entscheidung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.africavenir.org\/en\/berlin-premiere-daratt-zeit-der-entscheidung\/","title":{"rendered":"Berlin-Premiere: Daratt &#8211; Zeit der Entscheidung"},"content":{"rendered":"<p>&quot;Im Rahmen der Filmreihe \u201eafrican reflections\u201c l\u00e4dt AfricAvenir am <b>Donnerstag, den 6. M\u00e4rz 2008 um 20:30 Uhr<\/b> zur Premiere von Mahamat-Saleh Harouns vielfach preisgekr\u00f6ntem Film \u201eDaratt \u2013 Zeit der Entscheidung\u201c in das <b>fsk am Oranienplatz<\/b>. Im Anschluss an die Filmvorf\u00fchrung findet ein Gespr\u00e4ch mit <b>Memtingar Djimtahadoum<\/b> von der <b>Initiative Tchad Futur<\/b> statt. <b><\/b>n<b>Version fran\u00e7aise plus bas!<\/b> n<i>Eine moralische Erz\u00e4hlung \u00fcber die M\u00f6glichkeit zu t\u00f6ten&#8230; Eine eindr\u00fcckliche und universale Parabel \u00fcber Rache und Vergebung.. Thrillerartig.. Ein Pl\u00e4doyer f\u00fcr Vergebung.. <\/i> n<b>Daratt \u2013 Saison s\u00e8che \u2013 Zeit der Entscheidung &#8211; Sekalli le Meokgo<\/b> <br \/> Eine moralische Erz\u00e4hlung \u00fcber die M\u00f6glichkeit zu t\u00f6ten\u2026 <br \/> Mahamat-Saleh Haroun, Tschad, 2006, 93 min., OmdtU n<b>Am: Donnerstag, den 6. M\u00e4rz 2008 <br \/> Beginn: 20:30 Uhr <br \/> Ort: fsk am Oranienplatz <br \/> Segitzdamm 2 -10969 Berlin, Kartenreservierung und Filmauskunft: Tel: 6142464, <br \/> U-Bf: U1 Kottbusser Tor, U8 Moritzplatz &#8211; Bus: M29, 140 <br \/> Eintritt: 6,50 \u20ac <\/b> <br \/>&nbsp; <br \/> <b>Kurzinhalt<\/b> <br \/> Als die Regierung im Tschad eine allgemeine Amnestie erl\u00e4sst, um den Teufelskreis der Gewalt zu stoppen, erh\u00e4lt der 16-j\u00e4hrige Atim von seinem Grossvater den Auftrag, den M\u00f6rder seines Vaters zu finden und zu t\u00f6ten. Dieser ist nun verheiratet und f\u00fchrt eine kleine B\u00e4ckerei, ist eine respektierte und Respekt gebietende Pers\u00f6nlichkeit von 60 Jahren. Atim beginnt f\u00fcr ihn zu arbeiten. Er lernt Brot zu backen und langsam entwickelt sich eine merkw\u00fcrdige Beziehung zwischen den beiden, der \u00c4ltere w\u00fcrde den J\u00fcngeren sogar gern als Sohn adoptieren. Gleichzeitig aber umkreisen sich die beiden, der eine unsicher dar\u00fcber, ob er Rache nehmen soll, der andere dabei, sich selbst fast aufzugeben. n<b>Regisseur: Mahamat-Saleh Harou<\/b>n <br \/> Geboren 1961 in Ab\u00e9ch\u00e9, Tschad, flieht Mahamat-Saleh Haroun wegen des B\u00fcrgerkriegs aus Tschad zun\u00e4chst nach Kamerun, 1982 dann nach Frankreich, wo er bis 1986 am Conservatoire Libre du Cin\u00e9ma Fran\u00e7ais in Paris studiert. Sp\u00e4ter bildet er sich in Bordeaux zum Journalisten aus, einen Beruf, den er einige Jahre aus\u00fcbt, bevor er 1994 wieder zu seiner \u201aersten Liebe\u2019 \u2013 zur\u00fcckkehrt. Maral Tani\u00e9 ist sein erster Kurzfilm. Nach weiteren Kurz- und Dokumentarfilmen dreht er mit Bye Bye Africa (1999) seinen ersten Langfilm, dem 2002 der vielfach ausgezeichnete Abouna folgt. Harouns neuster Spielfilm Daratt wurde 2006 im Wettbewerb der Filmfestspiele in Venedig mit dem Spezialpreis der Jury ausgezeichnet. Mahamet-Saleh Haroun gilt mittlerweile als einer der wichtigsten Filmemacher Afrikas. n<b>Kommentar des Regisseurs<\/b> <br \/> Der B\u00fcrgerkrieg im Tschad h\u00e4lt seit 1965 an und hat unz\u00e4hlige Opfer gefordert. Unter den 40 000, die w\u00e4hrend der \u00c4ra von Hiss\u00e8ne Habr\u00e9 get\u00f6tet wurden oder verschwanden, kannte ich einige. Mein Onkel geh\u00f6rte auch zu ihnen, nach seiner Verhaftung haben wir ihn nie wieder gesehen. Ich selbst wurde auch verletzt und musste das Land auf einem Schubkarren verlassen, den Weg des Exils einschlagen. Ich habe das Drama des B\u00fcrgerkriegs also hautnah miterlebt. <br \/> Jedesmal, wenn ich in den Tschad zur\u00fcckkehre, werde ich mit der Nachkriegs-Realit\u00e4t konfrontiert. Sie ist omnipr\u00e4sent, als sei die Geschichte stehengeblieben, wie ein offenes Buch, bei dem man die n\u00e4chste Seite noch nicht umgeschlagen hat. Ich kenne auch viele, die aktiv in die Trag\u00f6die verwickelt sind, einige sind sogar engere Bekannte von mir. Sie haben get\u00f6tet, vergewaltigt, verbrannt, gepl\u00fcndert, sie haben Leid und Schrecken verbreitet, sich an den Schw\u00e4chsten vertan, die ganz klar die Verlierer von heute sind. Die Henker von gestern hingegen sind heute an der Macht und nehmen stolz an Paraden teil. nDas Schlimmste an B\u00fcrgerkriegen ist, dass anscheinend alle Gr\u00e4ueltaten und Verbrechen gerechtfertigt sind und die T\u00e4ter danach von jeglicher Schuld enthoben werden. Genau dieses Gef\u00fchl von Ungerechtigkeit ist es, das das Verlangen nach Vergeltung sch\u00fcrt, die im Grunde nur ein Wunsch nach Gerechtigkeit ist. nDaratt handelt nicht vom B\u00fcrgerkrieg, sondern von seinen Folgen. Ich betrachte die Landschaft nach dem Sturm, das Leben, das auf den Tr\u00fcmmern, den Ruinen und der Asche unbeirrt weitergeht. Wie soll man denn miteinander leben nach so viel Gewalt und Hass? Wie soll man mit Straffreiheit umgehen? Resignieren oder Selbstjustiz \u00fcben? Und wenn man diese letzte Option w\u00e4hlt, was bedeutet es, einen Menschen zu t\u00f6ten? n<b>Festivals und Auszeichnungen<\/b> <br \/> Spezialpreis der Jury, 63. Internationale Filmfestspiele Venedig, 2006 <br \/> UNESCO Preis 2006 <br \/> Besondere Erw\u00e4hnung, Internationales Filmfestival Toronto, 2006 <br \/> Bester Regisseur, Filmfestival Gij\u00f3n, 2006 <br \/> Filmfestival Fribourg, 2007 (Er\u00f6ffnungsfilm) n<b>Pressestimmen<\/b> <br \/> Der Regisseur aus dem Tschad ist ein wunderbarer Geschichtenerz\u00e4hler und sein Film ein Meisterwerk der Einfachheit. Nahaufnahme, Selina Schmidiger. n\u00abEin Film wie &quot;Daratt&quot; pr\u00e4gt sich mir ein, denn er hat in seiner Kargheit, in seiner Klarheit eine Wucht&#8230; Die Produktion aus dem Tschad handelt von Atim, einem jungen Mann, dessen Vater im B\u00fcrgerkrieg umgebracht wurde. Nachdem eine Generalamnestie erlassen worden ist, macht sich Atim auf, den Tod des Vaters zu r\u00e4chen. Doch die Beziehung, die Atim zu Nassara, dem M\u00f6rder, entwickelt, ist zu komplex, als dass eine Pistole Klarheit schaffen k\u00f6nnte. Mit reduzierten, der Ellipse zuneigenden Sequenzen evoziert Haroun einen Kreislauf aus Gewalt und unges\u00fchnter Schuld, einen Kreislauf, der keinen Ausweg zu kennen scheint. Am Ende jedoch gelangt der Film zu einer der \u00fcberraschendsten Aufl\u00f6sungen, die ich seit langem gesehen habe: In ein und derselben Geste stecken sowohl Rache als auch Vers\u00f6hnung.\u00bb TagesZeitung, Berlin, Cristine Nord nMahamat-Saleh Haroun ist einer der wichtigsten zeitgen\u00f6ssischen Filmemacher Afrikas. Mit einfachsten Mitteln erz\u00e4hlt er eine eindr\u00fcckliche Parabel \u00fcber Rache und Vergebung. Catherine Berger, SF DRS nGanz der afrikanischen Erz\u00e4hltradition verpflichtet, versucht Haroun, nicht einfach einen Einzelfall zu erz\u00e4hlen, sondern das Exemplarische an seiner Geschichte zu betonen. NZZ nFilm des Monats: Beeindruckend ist die Pr\u00e4senz der beiden Hauptdarsteller. Unvermittelt wird hier deutlich, dass zwei Menschen mit realem Kriegshintergrund diese Rollen einnehmen und diese \u00fcberzeugend verk\u00f6rpern. <br \/> Medientipp nEin Pl\u00e4doyer f\u00fcr Vergebung, das ohne Moralisieren auskommt. <br \/> Z\u00fcritipp nThrillerartig spannend erlebt der Zuschauer den immer wieder knapp verhinderten Showdown. DARATT beindruckt vor allem auch trotz minimalistischer Inszenierung durch seine Klarheit der Aussage: die M\u00f6glichkeit des Vergebens in einem Kontext, wie wir ihn heute weltweit finden. Art-Ch nMahamat-Saleh Haroun ist davon \u00fcberzeugt, dass das Kino den Menschen in Afrika hilft, eine neue, gemeinsame Identit\u00e4t aufzubauen &#8211; dies auf einem Kontinent, wo in vielen Teilen seit langer Zeit immer wieder B\u00fcrgerkriege aufflammen. Seiner Meinung nach ist es wichtig, dass die Filmemacher den Mut haben, einen moralischen Standpunkt zu setzen und den Glauben an die Macht der Fiktion, an eine neue gemeinsame Welt, nicht aufgeben. Mahamat-Saleh Haroun hat seine pers\u00f6nlichen Vorstellungen von zukunftigen afrikanischen Filmen in &quot;Daratt&quot; vollstens umgesetzt. Nahaufnahme nKinostart in Berlin: <br \/> Daratt wird ab dem 6. M\u00e4rz im regul\u00e4ren Programm des fsk Kino am Oranienplatz laufen. nafrican reflections <br \/> \u2018african reflections\u2019 ist eine monatlich stattfindende Filmreihe, in deren Rahmen Spiel- und Dokumentarfilme afrikanischer Filmemacher\/innen pr\u00e4sentiert werden. Daratt wird in Koperation mit dem Kairos Verleih und dem fsk Kino am Oranienplatz gezeigt. Medienpartner ist radio multikulti. <br \/> &#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211; <br \/> Dans le cadre de la s\u00e9rie de films \u201eafrican reflections\u201c, AfricAvenir vous invite \u00e0 la premi\u00e8re du film \u201eDaratt \u2013 Saison s\u00e8che \u201e de Mahamat-Saleh Haroun, jeudi 06 mars 2008 \u00e0 20h30, au cin\u00e9ma fsk, Oranienplatz, Berlin. La projection du film sera suivie d\u2019un d\u00e9bat avec Memtingar Djimtahadoum de l\u2019association \u201eInitiative Tchad Futur\u201c. n<b>Daratt \u2013 Saison s\u00e8che \u2013Sekalli le Meokgo<\/b> <br \/> Un r\u00e9cit \u00e9thique sur la possibilit\u00e9 de tuer <br \/> Mahamat-Saleh Haroun, Tschad, 2006, 93 min., V.O., sst allmd n<b>Date : jeudi 06 mars 2008 Beginn: 20:30 Uhr <br \/> Lieu : fsk am Oranienplatz <br \/> Segitzdamm 2 -10969 Berlin, R\u00e9servations et renseignements: Tel: (030) 6142464, <br \/> U-Bf: U1 Kottbusser Tor, U8 Moritzplatz &#8211; Bus: M29, 140 <br \/> Co\u00fbt : 6,50 \u20ac<\/b> n<b>R\u00e9sum\u00e9<\/b> <br \/> Tchad, 2006. Le gouvernement a accord\u00e9 une amnistie ? tous les criminels de guerre pour mettre un terme au cercle vicieux de la violence. Atim, 16 ans, est charg\u00e9 par son grand-p\u00e8re de trouver le meurtrier de son p\u00e8re et de le tuer. L\u2019homme en question, Nasarra, est d\u00e9sormais mari\u00e9, g\u00e8re une petite boulangerie et est devenu un personnage respectable et respect\u00e9 de 60 ans. Atim se laisse engager aupr\u00e8s de lui en tant qu\u2019apprenti, pensant ainsi pouvoir plus facilement venger son p\u00e8re. D\u00e9bute alors une relation peu ordinaire, entrem\u00eal\u00e9e de proximit\u00e9 et de m\u00e9fiance. Les deux personnages se tournent autour et s\u2019\u00e9pient. Le vieil homme songe m\u00eame \u00e0 adopter son jeune apprenti, tandis qu\u2019Atim h\u00e9site sur l\u2019acte de vengeance qu\u2019on l\u2019a charg\u00e9 d\u2019accomplir. n<b>R\u00e9alisateur: Mahamat-Saleh Haroun<\/b> <br \/> N\u00e9 en 1961 \u00e0 Ab\u00e9ch\u00e9, au Tchad, Mahamat-Saleh Haroun fuit la guerre civile de son pays en se rendant au Cameroun puis en France, o\u00f9 il \u00e9tudie au Conservatoire Libre du Cin\u00e9ma Fran\u00e7ais jusqu\u2019en 1986. Il suivra ensuite une formation de journaliste \u00e0 Bordeaux, profession qu\u2019il exercera jusqu\u2019en 1994, avant de retourner \u00e0 son \u201epremier amour\u201c, le cin\u00e9ma. nIl tourne un premier court-m\u00e9trage, Maral Tani\u00e9, puis d\u2019autres courts-m\u00e9trages et documentaires. Son premier long m\u00e9trage est Bye Bye Africa (1999), suivi d\u2019Abouna (2002) qui remporte de nombreux prix. La derni\u00e8re fiction de Haroun, Daratt, a remport\u00e9 le prix sp\u00e9cial du jury ? la Mostra de Venise. Mahamet-Saleh Haroun est aujourd\u2019hui reconnu comme l\u2019un des plus grands r\u00e9alisateurs issus du continent africain. n<b>Commentaires du r\u00e9alisateur<\/b> <br \/> La guerre civile a fait rage au Tchad depuis 1965 et a fait d\u2019innombrables victimes. Je connaissais plusieurs personnes parmi les 40 000 personnes qui ont \u00e9t\u00e9 tu\u00e9es ou ont disparu sous Hiss\u00e8ne Habr\u00e9. Mon oncle \u00e9tait l\u2019un d\u2019entre eux, il a \u00e9t\u00e9 arr\u00eat\u00e9 et on ne l\u2019a plus jamais revu. J\u2019ai \u00e9t\u00e9 moi-m\u00eame bless\u00e9 et j\u2019ai du quitt\u00e9 le pays sur une brouette, prendre le chemin de l\u2019exil. J\u2019ai donc v\u00e9cu de pr\u00e8s le drame de la guerre civile. nDans mon pr\u00e9c\u00e9dent film Abouna, j&#8217;ai d\u00e9j\u00e0 trait\u00e9 de l&#8217;absence du p\u00e8re, parti sans laisser de trace. Ici, il s&#8217;agit encore de l&#8217;histoire d&#8217;un p\u00e8re, disparu aussi, mais cette fois tu\u00e9 par un homme , et le fils se voit oblig\u00e9 de r\u00e9parer l&#8217;offense faite \u00e0 la famille. C&#8217;est une histoire de vengeance, donc. Je voudrais, ? travers ce film, explorer les forces les plus sauvages, primitives, telluriques qui peuvent habiter l&#8217;homme. Les forces nocturnes qui se nichent au tr\u00e9fonds de l&#8217;homme et font tourner les machines \u00e0 fabriquer l&#8217;horreur. Ici et ailleurs. Comment en effet continuer \u00e0 vivre ensemble apr\u00e8s tant de violence et de haine? Y a-t-il encore une place pour le pardon? Quelle attitude adopter face ? l&#8217;impunit\u00e9? Se r\u00e9signer ou se faire justice soi-m\u00eame? <\/p>\n<p> <b>Festivals et prix<\/b> <br \/> Prix sp\u00e9cial du Jury, 63\u00e8me Mostra de Venise, 2006 <br \/> Prix de l\u2019UNESCO 2006 <br \/> Mention particuli\u00e8re, Festival international du film de Toronto, 2006 <br \/> Meilleur r\u00e9gisseur, Festival de Gij\u00f3n, 2006 <br \/> Festival du film de Fribourg, 2007 (en ouverture) <\/p>\n<p> <b>Critiques<\/b> <br \/> C&#8217;est dans le contexte d&#8217;un pays d&#8217;apr\u00e8s guerre que le Tchadien Mahamat-Saleh Haroun d\u00e9cide de pointer sa cam\u00e9ra sur les effets conjugu\u00e9s de l&#8217;aridit\u00e9. Cette s\u00e9cheresse oppose deux couches : la jeunesse en la personne d&#8217;Atim qui se cherche et le troisi\u00e8me \u00e2ge repr\u00e9sent\u00e9 par Nassara et Omar qui croient pouvoir aider Atim \u00e0 se trouver. nC&#8217;est un v\u00e9ritable dilemme entre la vengeance et le pardon. Venger son p\u00e8re en \u00e9liminant Nassara comme le lui ordonne Omar, son grand p\u00e8re, ou r\u00e9pondre positivement \u00e0 l&#8217;affection de Nassara en tant que p\u00e8re qu&#8217;il n&#8217;a jamais connu ? O\u00f9 se trouve la vraie justice ? Atim doit trouver une solution. Le r\u00e9alisateur a pouss\u00e9 la r\u00e9flexion ? l&#8217;extr\u00eame et confronte le spectateur ? cette \u00e9norme tension tout au long du film. Africin\u00e9 nC&#8217;est toute l&#8217;histoire d&#8217;un pays qui se joue dans cette petite cour. La dialectique de la vengeance et du pardon se d\u00e9veloppe en prenant la forme d&#8217;un v\u00e9ritable suspense. La victime et le bourreau vont-ils s&#8217;entre-tuer ? Le pardon est-il possible ? Existe-t-il une voie m\u00e9diane, qui passerait par la transmission de quelque chose d&#8217;autre que la violence ? nFable morale simple, Daratt puise toute sa force dans sa mise en sc\u00e8ne au cordeau, qui invente son langage propre, et dans laquelle chaque plan, chaque mouvement de cam\u00e9ra ramasse un canevas explosif d&#8217;enjeux personnels et historiques. Comme dans une trag\u00e9die dont le choeur aurait p\u00e9ri \u00e9touff\u00e9 par la s\u00e9cheresse, une dialectique entre pulsions de vie et pulsions de mort est ? l&#8217;oeuvre, qui se d\u00e9nouera en plein d\u00e9sert, dans un coup de th\u00e9\u00e2tre stup\u00e9fiant. <br \/> Le Monde nOn est du c\u00f4t\u00e9 de la fable, o\u00f9 tout prend valeur de message. Mais pas d&#8217;une mani\u00e8re abstraite. Ainsi de l&#8217;apprentissage du jeune homme : il accepte d&#8217;aider le boulanger, il r\u00e9ussit ? faire du pain lui-m\u00eame et cette premi\u00e8re fourn\u00e9e lui enseigne l&#8217;estime de soi. Mahamat-Saleh Haroun montre chaque \u00e9tape d&#8217;une affirmation de soi particuli\u00e8rement difficile. Car Atim, qui s&#8217;endurcit pour avoir le courage de tuer, affronte une autre \u00e9preuve : avoir le courage d&#8217;\u00eatre aim\u00e9, quand Nassara r\u00e9v\u00e8le sa part d&#8217;humanit\u00e9, sa blessure secr\u00e8te. La nuance de ces deux portraits nourrit une tension constante, reli\u00e9e par la rigueur de la mise en sc\u00e8ne. Et ce face-? -face intimiste trouve l&#8217;ampleur d&#8217;une le\u00e7on de vie. <br \/> T\u00e9l\u00e9rama n<b>A l\u2019affiche \u00e0 Berlin:<\/b> <br \/> Daratt sera \u00e0 l\u2019affiche du fsk Kino am Oranienplatz \u00e0 partir du 06 mars. n<b>african reflections<\/b> <br \/> \u2018african reflections\u2019 est une s\u00e9rie mensuelle de projections cin\u00e9matographiques pr\u00e9sentant des fictions et documentaires de r\u00e9alisateurs et r\u00e9alisatrices africain(e)s. Daratt est pr\u00e9sent\u00e9 en coop\u00e9ration avec la maison de distribution de films Kairos et le cin\u00e9ma fsk am Oranienplatz. Notre partenaire m\u00e9dia est radio multikulti.  <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&quot;Im Rahmen der Filmreihe \u201eafrican reflections\u201c l\u00e4dt AfricAvenir am Donnerstag, den 6. 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