Kooperation: "Kamerun - Autopsie einer Un-Abhängigkeit"

.

InfoEintritt Filme 8€/ erm. 6,50€

.

Die herausragende Dokumentation von Valérie Osouf und Gaëlle Le Roy arbeitet den geheimen Kolonialkrieg der Franzosen in Kamerun zwischen 1955 und 1971 auf. Ein Krieg, der Frankreichs Unabhängigkeit im Bergbau sowie im Energiebereich sichern sollte, dem jedoch 1/10 der kamerunischen Bevölkerung – mehrere hunderttausend Opfer! – aus dem Süden und Westen des Landes das Leben kostete. Darüber hinaus wird die UPC - „Union des populations du Cameroun“ / „Union der Völker Kameruns“, die von Ruben um Nyobe gegründet wurde und für eine tiefgreifende Unabhängigkeit eintritt ausgerottet, ihre Parteichefs ermordet, vergiftet und öffentlich hingerichtet. Bis heute ist dieser Krieg in Frankreich als „Staatsgeheimnis“ eingestuft.

"Sehr lehrreich und vollständig enthüllt diese Reportage die wichtigsten Ereignisse der kamerunischen Unabhängigkeit: z.B. wie Pierre Messmer, im Hintergrund, Schlüsselpersonen manipulierte und gleichzeitig all diejenigen beseitigen ließ, die seine Vision eines von Frankreich dominierten Kameruns widersprachen. (...) Mittels Zeitzeugeninterviews beider Lager entdeckt man viele der bis heute vertuschten Tatschen unserer Geschichte, v.a. der Einsatz von Napalm im Westen Kameruns, dem Tentrum des bewaffneten Widerstands (...) Ein Dokumentarfilm, den man gesehen haben muss, um mehr über eine der wichtigsten Perioden der kamerunischen Geschichte zu erfahren!" Nkwayep Mbouguen, Bonaberi.com

Nach dem Studium der Geschichte, lebte Valérie Osouf fünf Jahre im Senegal, wo sie 1996 den Film „Sans Commentaire - Das Land in dem man niemals ankommt“ drehte, mit aus Frankreich abgeschobenen Senegalesen. In Dakar schrieb sie ihre Masterarbeit im Bereich Journalismus über die Distribution von Filmen in Westafrika. Parallel dazu arbeitete sie bereits für die Zeitung Le Monde und die Radiosender RFI und Sud FM. Seither beschäftigt sie sich in ihren Filmen mit den aktuellen Konsequenzen des Kolonialismus. 2008 folgte ihr Film „Kamerun – Autopsie einer Unabhängigkeit“ über den geheimen Krieg Frankreichs in Kamerun und „Marie et Djibril“, ein Ehedrama vor dem Hintergrund der Einwanderungspolitik Frankreichs. Parallel entwickelte sie das Drehbuch zu „Guns of Brixton“ über die Londoner Unruhen von 1981 und gründete 2009 gemeinsam mit den mehrfach ausgezeichneten Filmemachern Newton Aduaka und Alain Gomis schließlich die Produktionsfirma „Granit Films“ in Frankreich. „L’Identité Nationale“ ist ihr erster Langfilm. www.granitfilms.com

© Copyright AfricAvenir 2014