Kooperation: "Les Mécréants" (Die Ungläubigen)

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InfoEintritt Filme 8€/ erm. 6,50€

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Mohcine Besri stellt in seinem Triller eine "Geschlossene Gesellschaft" her, in der sich libertär eingestellte Schauspieler und religiöse Fundamentalisten gegenüber stehen. Auf Befehl ihres religiösen Anführers kidnappen drei junge Islamisten eine Gruppe Schauspieler/innen, die gerade mit ihrem neuen Theaterstück auf Tournee gehen. Da die Kontakte der Entführer zu ihrer Organisation abbrechen, müssen sie sieben Tage mit ihren Gefangenen in einem abgelegenen Versteck verbringen. Eine lange Zeit, in der beide Seiten gezwungen sind, sich näher kennen zu lernen...

„Diese `Geschlossene Gesellschaft` vermeidet bewusst jegliche Karikatur wie auch jede Versuchung einer Schwarz-Weiß-Malerei. Durch die Konfrontation des unaufhaltsamen libertären Elans mit dem religiösen Obskurantismus, setzt er sich mit den Herausforderungen des `arabischen Frühlings` auseinander und verteidigt gleichzeitig ein wichtiges ontologisches Prinzip: `Der Wert eines Menschen lässt sich weder anhand der Länge des Barts noch des Minirocks bemessen.´Antoine Duplan, Le Temps, Suisse

Geboren 1971 in Meknes (Marokko), studierte Mohcine Besri zunächst Physik und Chemie an der Universität Rabat, während er gleichzeitig erste kleinere Rollen in verschiedenen Filmen übernahm. Später zog er in die Schweiz, wo er einen Abschluss in Informatik machte und schließlich eine Stelle als Mathematik-Lehrer übernahm. Parallel dazu folgte er seiner Kinoleidenschaft als Drehbuchautor und Regisseur. So arbeitete er 2001 z.B. an dem Drehbuch für „Operation Casablanca“ von Laurent Nègre mit. Nach mehreren Produktionen als Regieassistent drehte er die Kurzfilme „Kafka, Dead or Alive“ (2006) und „Heaven“ (2008). „Les mécréants“ ist sein erster Spielfilm. Er führte dabei nicht nur Regie, sondern schrieb auch das Drehbuch und erhielt dafür 2012 u.a. beim Festival in Tanger den Preis für das beste Erstlingswerk.

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