Rückkehr der Schuldenkrise in Subsahara Afrika? Entwicklungspolitische Fachtagung für Partnerschaftsinitiativen

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Vor 15 Jahren beschlossen die G8 den Schuldenerlass für die ärmsten hoch verschuldeten Länder. Auch 33 Länder in Afrika profitierten davon. Der Schuldenerlass war bitter nötig: Die Verschleppung der Schuldenkrise um mehr als 20 Jahre führte in vielen Ländern dazu, dass sie Ende der 1990er zu den am wenigsten entwickelten Ländern der Welt gezählt werden mussten.

Die aktuelle Situation in Griechenland hat deutlich gemacht, dass Schuldenkrisen und Staatspleiten keineswegs ein Phänomen der Vergangenheit sind. Schon jetzt sehen wir, wie sich im Globalen Süden die nächsten Schuldenkrisen aufbauen. Ökonomen sehen vor allem Länder in Subsahara-Afrika gefährdet, wie zum Beispiel Sambia, Ghana oder Tansania. 19 der 33 entschuldeten Länder in Subsahara-Afrika haben heute bereits wieder ein mittleres oder hohes Überschuldungsrisiko.

Was geht uns die Verschuldung an?

Beim näheren Hinsehen zeigt sich, dass die Be- und Entlastung des Staatshaushaltes direkte Konsequenzen für das Leben und die Entwicklungschancen unserer Partner hat. 2015 ist das Jahr, in dem die Sustainable Development Goals und damit die neue globale Entwicklungsagenda verabschiedet wird. Staatsverschuldung findet bislang nur eine wenig Beachtung. Ungelöste Schuldenkrisen bergen jedoch erheblich Risiken und Entwicklungshindernisse für die betroffenen Länder.

Gemeinsam mit Referent/innen aus Tansania, Ghana und Sambia möchte Brot für die Welt

- einen kritischen Blick auf die erreichten Entlastungem werfen,

- neue Herausforderungen anhand von konkreten Länderbeispielen analysieren und 

- konkrete Handlungsschritte entwickeln.

Das Seminar richtet sich an entwicklungspolitisch interessierte Personen und Organisationen mit Partnerschaften in Ländern Subsahara-Afrikas.

Um Anmeldung (buero(at)erlassjahr.de )wird gebeten. Die Anmeldung ist ab sofort möglich. Das vollständige Programm wird in Kürze hier angezeigt.

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