Deutschlandpremiere "Mille Soleils" gefolgt von Kultfilm "Touki Bouki"

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Info   Eintritt: 7,50€; ermäßigt: Berlinpass, 5er & 10er Karte, Gildepass, Heavy User Card

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Deutschlandpremiere der hochgelobten und poetischen Hommage von Mati Diop an Djibril Diop-Mambéty und an seinen bahnbrechenden Klassiker und Kultfilm "Touki Bouki", den wir aus diesem Anlass gern noch einmal zeigen.

Mille Soleils – A Thousand Suns
Doku, Frankreich, 2014, 45 Min., OenglU
R Mati Diop; D Magaye Niang, Mareme Niang Mati Diop ist die Nichte des früh verstorbenen Regisseurs Djibril Diop-Mambéty, der 1973 mit Touki Bouki einen Kultfilm des jungen senegalesischen Kinos schuf. 40 Jahre später folgt die junge Filmemacherin im rauen Verité-Stil den Spuren des damaligen Hauptdarstellers Magaye Niang von den Bars des nächtlichen Dakar bis nach Alaska, wo er seine damalige Film-Partnerin sucht. Eine wehmütige Meditation über den magischen Augenblick, der verstreicht und ein ganzes Leben hinterlässt, das mit Sinn gefüllt werden will…

Trailer: http://vimeo.com/89437102

"Irgendwo zwischen Naturalismus und Fantasie, Hommage une investigative Dokumentation, Humor und Melancholie, hält Mille Soleils (One thousand Suns) das Versprechen, das in seinem Titel steckt und glänzt in vielen Lichtern."Jean-Pierre Rehm, FIDMarseille 2013

"Ein großer Film, berührend, dicht und und intensiv über den Zauber des Kinos, über die Träume von hier und von dort." Jacques Mandelbaum, Le Monde

"Zwischen Naturalismus und Fantasie, mit viel Humor und auch Melancholie, schafft Mati Diop mit dieser investigativen Hommage über Touki Bouki einen verblüffenden Film, der mit einer wunderbaren poetischen Kraft Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft miteinander verbindet." Jean-Claude Arrougé (aVoir-aLire.com)

"In einer realistischen und poetischen Inszenierung entspannt sich das Flechtwerk der senegalesischen Vergangenheit und einer von Frankreich als Land des Erfolgs, des Kontrates zwischen Infragestellung und Nostalgie des alten Meisters. Eine beeindruckende Arbeit." Eithne O'Neill, Positif

Touki Bouki
Spielfilm, SEN, 1973, 89 Min., OdtU
R Djibril Diop-Mambéty; D Magaye Niang, Mareme Niang, Aminata Fall, Ousseynou Diop
Mory und seine Freundin Anta träumen davon, Dakar zu verlassen, um nach Paris aufzubrechen – ins gelobte Land Frankreich. Natürlich fehlt es an Geld für die Schiffspassage, doch als sie sich trickreich endlich die Tickets für die Schiffspassage ergattert haben, tritt Mory die Reise nicht an… Eine Bonnie and Clyde-Geschichte zwischen Roadmovie, Initiationsritus und bitterer Satire, die sich besonders durch ihren selbstsicheren, respektlosen, erfindungsreichen und ungenierten Stil auszeichnet.

Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=xaWmfqrQjU4

"Un conte versicolore en apesanteur intitulé Touki Bouki, à la fois satire amère de la société sénégalaise d’alors et paroxystique flambée de liberté et de jeunesse, à nul autre égal parmi les chefs-d’œuvre connus des cinémas d’Afrique. Le récit, effiloché en lambeaux d’un lyrisme aussi incandescent qu’asentimental, de la trajectoire d’un couple de marginaux magnifiques, Anta et Mory, aimantés par un mirage de l’expatriation avec la voix de Joséphine Baker pour sirène parisienne." Libération

"Djibril Diop bringt die Elemente einer braven, wenn nicht gar konventionellen Syntax völlig durcheinander. Der Film zeichnet sich insbesondere durch seinen fröhlichen, selbstsicheren, respektlosen, erfindungsreichen und ungenierten Stil aus. (...) Touki- Bouki ist der Wunsch auszubrechen, aber auch die Angst vor Veränderungen und schliesslich die Bewegung in der Unbeweglichkeit, der Tagtraum." Paulin Soumanou Vieyra, Le Cinéma au Sénégal, L'Harmattan, 1983

"Nicht so sehr durch seine vielbeachtete formale Eigenwilligkeit besticht dieser Film, sondern vielmehr durch seine politische und soziale Weitsicht. Auf seiner Reise in eine bessere Zukunft, die er in Paris zu finden glaubt und die am Hafen von Dakar endet, erkennt Mory, daß die Annahme einer fremden Identität nie zu einer eigenen führen kann. Mit der Besinnung auf seine eigenen Wurzeln leitet er einen Selbstfindungsprozess ein. Djibril Diop Mambety nimmt damit eine Erkenntnis vorweg, die später für die Eigenständigkeit vieler afrikanischer Menschen und Nationen zentrale Bedeutung erhält." Zoom

Diskutant
Thierno Ibrahima Dia ist ein senegalesischer Kunstwissenschaftler und Filmkritiker, der an der Universität von Bordeaux unterrichtet und zurzeit an einer Doktorarbeit über das Werk von Djibril Diop-Mambéty, den Dramaturgen Friedrich Dürrenmatt und das postkoloniale Filmschaffen schreibt. Neben seinen Tätigkeiten als Filmkritiker und Autor zahlreicher Bücher und Artikel zum afrikanischen Kino in vergleichender Perspektive, ist Dia Koordinator des weltweit größten Internetportals über das afrikanische und diasporische Kino (Africiné) und hat zahlreiche junge Filmkritiker/innen ausgebildet.

Eine Veranstaltung von AfricAvenir in Kooperation mit Sunugaal.

Mit freundlicher Unterstützung der Aktion Afrika des Auswärtigen Amts.

Medienpartner: Africiné, SEV-Magazin, Zentrum Moderner Orient, Club der Freunde von RFI, Berlin Poche, rendez-vous-cine.de, Exberliner, Radio multicult.fm, Art Labour Archives, Contemporary &

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