"Libya is full of cruelty" Zur Situation von Flüchtlingen und Migrant/innen im zerfallenden Staat

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Podiumsdiskussion mit:

Magdalena Mughrabi-Talhami, Nordafrika Researcherin, Amnesty International, London

Mirco Keilberth, freier Journalist, Tunis/Berlin

Moderation: Ines Kappert, Leitung Gunda-Werner-Institut, hbs, Berlin

Für Flüchtlinge und Migrant/innen, die unter Lebensgefahr das Mittelmeer Richtung Europa überqueren, war und ist Libyen wichtiges Anlauf- und Transitland. Andere kamen in der Hoffnung auf Arbeit in den ölreichen Staat und sind nun gefangen in den Wirren des libyschen Bürgerkrieges. Bis zu einer Million Menschen sitzen derzeit im zerfallenden Staat fest. Ihre Situation ist alarmierend: Denn die Menschen aus Syrien, Somalia, oder Eritrea, aus Gambia, Nigeria oder Mali werden ausgeraubt, misshandelt, entführt und gefoltert.

Amnesty International hat auf die verheerende Lage in Libyen hingewiesen und die Gewalt in einem aktuellen Bericht dokumentiert: Für Menschenhändler, Sicherheitskräfte und die zahlreichen Milizen sind Flüchtlinge und Migrant/innen eine rechtlose Ware. Sie machen rücksichtslose Geschäfte und lassen den Aufenthalt in Libyen zum Martyrium werden. In den Camps der Milizen oder in den von libyschen Sicherheitskräften betriebenen Flüchtlingslagern werden die Menschen interniert und misshandelt.

Gemeinsam mit unseren Expert/Innen wollen wir unter anderem folgende Fragen diskutieren: Was genau passiert aktuell mit den Migrant/innen und Flüchtlingen in Libyen? Gibt es Lösungsansätze für diese humanitäre Krise? Inwieweit sind diese mit Bemühungen um eine politische Stabilisierung verknüpft? Wie wird eine mögliche libysche Einheitsregierung in dieser Problematik agieren? Was kann und muss die EU zum Schutz der Menschen in Libyen tun? 

Sprachen: Englisch/deutsch mit Simultanübersetzung

Mehr zum Thema :https://www.amnesty.org/en/documents/mde19/1578/2015/en

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