{"id":1133,"date":"2012-03-01T21:34:00","date_gmt":"2012-03-01T20:34:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.africavenir.com\/prince-kuma-ndumbe-iii-afrika-ist-im-aufbruch-afrika-ist-die-zukunft-teil-ii\/"},"modified":"2023-10-06T11:32:57","modified_gmt":"2023-10-06T09:32:57","slug":"prince-kuma-ndumbe-iii-afrika-ist-im-aufbruch-afrika-ist-die-zukunft-teil-ii","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.africavenir.org\/fr\/prince-kuma-ndumbe-iii-afrika-ist-im-aufbruch-afrika-ist-die-zukunft-teil-ii\/","title":{"rendered":"Prince Kum\u2019a Ndumbe III.: Afrika ist im Aufbruch, Afrika ist die Zukunft, Teil II"},"content":{"rendered":"<p>Prinz Kum&rsquo;a Ndumbe III. er\u00f6ffnete mit diesem Beitrag das Symposium ,,Theologie interkulturell&quot; 2011 zur Spiritualit\u00e4t in Afrika seit Urzeiten (150.000 Jahre), zum spirituellen Beitrag Afrikas seit Enoch und der Sinnflut und nahm Stellung zur modernen interkultureller Theologie in einer Macht- und Geldbessessenen Welt. nDas Symposium fand an der Goethe &#8211; Universit\u00e4t Frankfurt statt im Fachbereich am Fachbereich  Katholische Theologie, Wilhelm-Kempf-Haus in Wiesbaden-Naurod. Das Thema Symposiums 2011 war &quot;Afrika im Aufbruch? Analysen und Impulse in interdisziplin\u00e4rer und interkultureller Perspektive&quot;, 25. November 2011. n<b>Afrika ist im Aufbruch, Afrika ist die Zukunft<br \/>Fortsetzung, Teil II <\/b>(1)<br \/>Prince Kum\u2019a Ndumbe III., Universit\u00e4tsprofessor<br \/>Universit\u00e9 de Yaound\u00e9 I<br \/>Fondation AfricAvenir International<link http:\/\/www.africavenir.org>www.africavenir.org<\/link>; <link http:\/\/www.exchange-dialogue.com>www.exchange-dialogue.com<\/link> n<i>\u201eWenn ich sage, dass Afrika der Kontinent der Hoffnung ist, tue ich dies nicht aus reiner Rhetorik, sondern ich dr\u00fccke ganz einfach eine pers\u00f6nliche \u00dcberzeugung aus, die auch jene der Kirche ist. Allzu oft bleibt unser Geist bei Vorurteilen oder Bildern stehen, welche die afrikanische Wirklichkeit in einer negativen Sicht darstellen, die von einer betr\u00fcblichen Analyse herr\u00fchrt. Man ist immer versucht, nur das hervorzuheben, was nicht geht; ja, es ist einfach, den belehrenden Ton eines Moralpredigers oder Experten anzuschlagen, der seine Schl\u00fcsse auferlegt und letzen Endes wenige geeignete L\u00f6sungen vorschl\u00e4gt. Man ist auch versucht, die afrikanischen Gegebenheiten nach Art eines neugierigen Ethnologen zu untersuchen oder wie einer, der in ihnen nur eine gro\u00dfe Reserve an Energie, Bodensch\u00e4tzen, Landwirtschaft und Menschen sieht, die aus oft wenig edlen Interessen leicht ausgebeutet werden kann. Dies sind die oberfl\u00e4chlichen und r\u00fccksichtslosen Sichtweisen, die zu einer Afrika und seinen Einwohnern wenig angemessenen Verdinglichung f\u00fchren.<\/i>n<i>Ich bin mir bewusst, dass Worte nicht \u00fcberall dieselbe Bedeutung haben. Aber jenes der Hoffnung \u00e4ndert sich kaum von Kultur zu Kultur. Schon vor einigen Jahren habe ich der christlichen Hoffnung eine Enzyklika gewidmet. Von Hoffnung sprechen bedeutet von der Zukunft sprechen und daher von Gott! Die Zukunft wurzelt in der Vergangenheit und in der Gegenwart. Die Vergangenheit kennen wir gut, bedauern ihre Misserfolge und begr\u00fc\u00dfen ihre positiven Errungenschaften. Die Gegenwart leben wir, wie wir es verm\u00f6gen. So gut wie m\u00f6glich, hoffe ich, und mit der Hilfe Gottes!\u201c (2)<\/i><\/p>\n<p><b>1- Wieso Afrika im Aufbruch ist<\/b><\/p>\n<p>Afrika ist der Kontinent der Hoffnung, bekundet Papst Benedikt XVI. am 19. November 2011 vor Regierungsvertretern und religi\u00f6sen F\u00fchrern in Cotonou, Benin und betont, dies sei keine reine Rhetorik, sondern seine pers\u00f6nliche \u00dcberzeugung sowie jene der katholischen Kirche.n<i>\u201eAfrika ist im Aufbruch, Afrika ist die Zukunft\u201c, <\/i>betitelte ich mein in Berlin 2006 ver\u00f6ffentlichtes Buch (3). In Europa sprach man noch vom hoffnungslosen Kontinent, vom \u201eElendskontinent\u201c, wie der \u201eSpiegel\u201c mal sein Magazin betitelte (4). Doch: <i>\u201eAfrika ist im Aufbruch, Afrika ist die Zukunft\u201c.\u201c <\/i>Dieser Titel irritierte und irritiert immer noch manche, die Afrika als hilfsbed\u00fcrftigen Almosenempf\u00e4nger verinnerlicht haben, als aidsverseuchten Kontinent und ewigen Unruheherd, der nur durch st\u00e4ndige humanit\u00e4re Intervention des wohlwollenden Westen und Norden vor dem Untergang gerettet werden kann. (5)<\/p>\n<p>In Bayreuth habe ich vor genau 2 Wochen dieses aufbrechende Afrika \u00fcberzeugend zu zeigen versucht. Erlauben Sie, dass ich diese Darstellung hier ganz kurz zusammenfasse.n<\/p>\n<ul>\n<li>Der afrikanische Kontinent z\u00e4hlte im Jahre 1900, also nach der transatlantischen Sklaverei und 16 Jahre nach der Aufteilung Afrikas unter den europ\u00e4ischen M\u00e4chten nur noch 133 Millionen Menschen. 2010 waren es aber schon \u00fcber 1 Milliarde Menschen. In 39 Jahren, also im Jahre 2050 werden es 2 Milliarden sein, und 2060 sogar 2,7 Milliarden. Jeder f\u00fcnfte Erdenbewohner lebt dann in Afrika, und jeder 3,4. Jugendliche lebt auch dann in Afrika und ist unter 30 Jahren.<\/li>\n<li>Als viele afrikanische L\u00e4nder 1960 ihre Unabh\u00e4ngigkeit erlangten, gab es kaum Universit\u00e4ten auf diesem Kontinent, man konnte nicht einmal ganze 10 afrikaweit z\u00e4hlen. Im Jahre 2010, d. h. 50 Jahre sp\u00e4ter aber z\u00e4hlt man schon \u00fcber 800 universit\u00e4re Einrichtungen auf dem Kontinent, und eine panafrikanische Universit\u00e4t bestehend aus 5 Hauptzentren in Nord-, West-, Ost-, Zentral- und S\u00fcdliches Afrika mit jeweils einem Schwerpunkt ist in Planung. Diese Hauptzentren sollen in einem Netzwerk mit anderen Universit\u00e4ten in Afrika verbunden sein, die auf einem der Gebiete der 5 Schwerpunktwissenschaften arbeiten. Die Universit\u00e4ten sind nur ein Bespiel f\u00fcr die sehr starke Expansion von Bildungseinrichtungen in Afrika. Die Frage einer afrikazentrierten und entwicklungseffizienten Aus- und Fortbildung ist akutes Thema geworden.<\/li>\n<li>1\/3 der Reserven aller Bodensch\u00e4tze befinden sich auf dem afrikanischen Kontinent.&nbsp; 89% der Reserven f\u00fcr Platin, 81% f\u00fcr Chrom, 61% f\u00fcr Mangan, 60% f\u00fcr Kobalt, 46% f\u00fcr Diamanten findet man in Afrika. Gold wird zu 21% in Afrika ausgesch\u00f6pft, Uran zu 20%, \u00d6lreserven belaufen sich auf 10%, 15% der Weltproduktion sollen 2020 aus Afrika kommen.&nbsp; Andere Mineralien wie Koltan, Niobium, Bauxit, Blei, Kupfer, Eisen, usw. sind je nach Region von entscheidender Bedeutung. Es gibt also objektiv gen\u00fcgend Rohstoffe, um der Wirtschaft Afrikas eine gewisse Autonomie bei der eigenen Ankurbelung zu gew\u00e4hren. W\u00e4hrend mit der jetzigen Finanzkrise die EU-L\u00e4nder eine Wachstumsrate von maximal 1-2% erwarten k\u00f6nnen, verzeichnen viele afrikanischen L\u00e4nder eine Wachstumsrate von 5% in diesem Jahr 2011, die drei \u00d6ll\u00e4nder Nigeria, Angola und Tschad erwarten 6% f\u00fcr 2011, sogar 7,25% f\u00fcr 2012, und der Mustersch\u00fcler Ghana erreicht sogar einen Rekord von 13,5% in diesem Jahr.<\/li>\n<li>Die afrikanische Bev\u00f6lkerung ist der aufoktroyierten Diktatur m\u00fcde und lechzt nach Freiheit und neuen transparenten Regierungssystemen. In vielen L\u00e4ndern gehen Menschen auf die Stra\u00dfe oder hoffen auf faire und transparente Wahlen. Die Manipulation durch ausl\u00e4ndische M\u00e4chte und Medien des Nordens und kriegerische Interventionen der NATO in Afrika versuchen die Weigerung der Bev\u00f6lkerung vor jeder weiteren Diktatur so zu instrumentalisieren, dass der Westen noch st\u00e4rker in Afrika den Kurs der Dinge bestimmt und Afrika weiterhin in struktureller Abh\u00e4ngigkeit und Unterentwicklung h\u00e4lt.<\/li>\n<\/ul>\n<p>n Aus dem Aufstreben des Afrikas im Aufbruch ergeben sich folgende grundlegende und zentrale Fragen in diesem Jahr 2011 f\u00fcr alle Afrikaner und f\u00fcr ihre Staaten:<br \/>&nbsp;n<\/p>\n<ul>\n<li>Wie k\u00f6nnen wir Politiker an die Macht bringen, die dem eigenen Volk rechenschaftspflichtig sind, wenn n\u00f6tig abgew\u00e4hlt werden k\u00f6nnen, ja Politiker, die dieses Afrika im Umbruch als Chance f\u00fcr die Welt, als Zukunft neu zu gestalten gedenken?<\/li>\n<li>Wie k\u00f6nnen wir eigengedachte politische Systeme basierend auf unserer Kultur und Anschauung der Welt bei uns erfinden und einf\u00fchren, ohne dass der milit\u00e4risch starke Norden vor allem unter der NATO eingreift und ein uns fremdes politisches System aufzwingt?<\/li>\n<li>Wie k\u00f6nnen wir unsere Bodensch\u00e4tze und Rohstoffe zuallererst f\u00fcr unsere Bev\u00f6lkerung und f\u00fcr die Entwicklung unserer eigenen Wirtschaft einsetzen, ohne dass seitens der NATO ein milit\u00e4rischer Konflikt unter dem Deckmantel der Menschenrechte, der Demokratie und der Freiheit ausgel\u00f6st wird? <\/li>\n<li>Wie kann Afrika eigene wirtschaftliche Bed\u00fcrfnisse stillen und Wachstum anhalten, und gleichzeitig dem Westen, sowie den neuen rohstoffbed\u00fcrftigen wirtschaftlich aufsteigenden L\u00e4ndern gerecht werden, ohne dass ein internationaler fl\u00e4chendeckender milit\u00e4rischer Konflikt ausgel\u00f6st wird?<\/li>\n<\/ul>\n<p>n<b>2. &#8211; Von Reichtum, Geld und Spekulationen zur Strukturierung des Mangels und der Armut auf der Welt und in Afrika<\/b><br \/>Reichtum ist in F\u00fclle auf dieser Welt vorhanden und es gibt keinen urspr\u00fcnglichen Grund zum Mangel und zur Armut. Wer vor allem in Afrika lebt, dem wird die verschwenderische \u00dcppigkeit tagt\u00e4glich vor Augen gef\u00fchrt, sei es in den sandigen, endlosen W\u00fcsten, in den artenreichen tropischen W\u00e4ldern, auf den unendlichen Meeren und flutenden Fl\u00fcssen, unter dem mit Sch\u00e4tzen gef\u00fcllten Boden sowie auf der gro\u00dfz\u00fcgigen und fruchtbaren Erde. Und \u00fcberall strahlt verschwenderisches Licht, gibt erf\u00fclltes Leben und schenkt innige Freude. Man kann lachen, tanzen und danken. Wer in Afrika lebt, der bedarf keiner Statistiken um den Reichtum zu sehen, zu sp\u00fcren, zu riechen, vor allem in den zentralafrikanischen L\u00e4ndern. Oft dr\u00e4ngt sich eher die Frage auf: Was haben wir eigentlich nicht in diesem unserem Land, was h\u00e4tte Gott vers\u00e4umt, uns zu schenken? Man sch\u00fcttelt eher unverst\u00e4ndlich den Kopf, denn unendlich viele Menschen leben in Armut, in einem vor \u00dcppigkeit strotzendem Land wie Kamerun. Den gleichen Gegensatz kann man in so vielen anderen L\u00e4ndern des Kontinents hautnah erleben, machtlos und verst\u00e4ndnislos. Afrika steht eigentlich nicht als Ausnahme da, denn dieser Widerspruch zwischen den von der Natur geschenkten und vom Menschen erarbeiteten Reicht\u00fcmern und der manchmal bitteren Armut so vieler Menschen in einem Land schockt in jedem Land, auch wenn er besonders krass an vielen Orten Afrikas in Erscheinung tritt.<\/p>\n<p>Wir leben in einem Zeitalter der vom Menschen strukturierten Armut und des vom Menschen erdachten und organisierten Mangels. Wir stehen vor einer historischen Herausforderung des menschlichen Willen, des vom Menschen produzierten Irrsinns und der von der breiten Bev\u00f6lkerung&nbsp; geforderten Gerechtigkeit in der Verteilung der Reicht\u00fcmer dieser Welt.nDie Frage ist nicht, ob diese Erde uns alle mit der Bev\u00f6lkerungsexplosion ern\u00e4hren kann und in Reichtum erhalten kann. Die F\u00fclle ist stets vorhanden gewesen, weltweit. Die Frage ist, ob der egozentrische und sich selbstverherrlichende moderne Mensch, der geschult wurde, erst und haupts\u00e4chlich nach den Individualinteressen zu trachten, rechtzeitig zur Einsicht gebracht werden kann, dass die Sackgasse des alles f\u00fcr sich Heranraffens so eng geworden ist, dass eine \u00fcber Nationalgrenzen fl\u00e4chendeckende Explosion weltweit die Fortdauer der menschlichen Gattung auf der Welt ernsthaft und nachhaltig zu gef\u00e4hrden droht. Kein Staat, kein Mensch steht au\u00dferhalb dieser global drohenden Gefahr des jetzigen Jahrhunderts und Jahrtausends. <\/p>\n<p>\u00dcber die st\u00e4ndigen Reicht\u00fcmer der Natur hinaus, die unter dem Boden, auf der Erdkruste, auf Meeren und Fl\u00fcssen \u00fcppig vorhanden sind, hat der moderne Mensch das System des Geldverkehrs erfunden, um den Tausch in der Gesellschaft, unter den Nationen und unter Gesch\u00e4ftsleuten zu organisieren. Der egozentrisch denkende und wirkende Mensch gestaltet den Geldverkehr, verortet F\u00fclle und Mangel nach seinem Gutd\u00fcnken, nach seiner potentiellen \u00fcberlegenen Macht des Augenblicks, er stellt sich in den Mittelpunkt des Habens und gestaltet das geltende Recht nach seinem individuellem Wohlergehen, er besch\u00fctzt zuallererst jene Gruppen, die seine Macht sichern, ihm und seinem Wohlstand dienen. nDas exponentielle Wachsen des Geldflusses in der Welt, anstatt den Menschen weltweit zu einem w\u00fcrdevollen Leben auf Erden zu verhelfen, hat eher eine menschlich unvorstellbare Geldakkumulation in den H\u00e4nden von einigen winzigen Gruppen kapern lassen, die auch Staaten den politischen Kurs zur Organisation der Gesellschaft erbarmungslos diktieren, auch wenn dieses Diktat nicht immer sichtbar und einleuchtend wird. Dieser egozentrisch denkende und wirkende Mensch bestimmt den Wert des Geldes nicht nach den Gegebenheiten der von der Natur geschenkten und stabilen Reicht\u00fcmer, sondern nach einem eigenen fluktuierenden System des geographisch verorteten Auf- und Abwertens, dieser Mensch entscheidet dar\u00fcber, welche Arbeit welchen Geldwert an welchem Ort der Welt haben darf. Dabei hat diejenige Arbeit einen absolut h\u00f6heren Wert, welche seine Macht und die Fortdauer seines erfundenen Systems sichern und ausbreiten hilft. Eine Arbeit, die ihm gar nicht dient, wird abgewertet und aus dem System geworfen. F\u00fcr Menschen, die in dieser aus dem System geworfenen Arbeit sich abrackern und hart ein \u00dcberleben erk\u00e4mpfen, gilt: Sie werden in bitterer Geldnot und Armut ihr Leben fristen m\u00fcssen. Der so verbreitete informelle Sektor in afrikanischen L\u00e4ndern, der 80-90% der arbeitenden B\u00fcrger in diesen Staaten besch\u00e4ftigt, veranschaulicht gl\u00e4nzend diesen Zustand. &nbsp;<\/p>\n<p>Es ist bei diesem Auf- und Abwerten des erfundenen Geldes hoch interessant zu beobachten, dass das unter dem Boden gelagerte Gold seinen Wert nicht nur erh\u00e4lt, sondern dieser Wert von Generation zu Generation steigt, und wenn es zu einer Finanzkrise kommt, st\u00fcrzen sich gerade diese Menschen der Machtstrukturen auf das Gold zur\u00fcck. Gold ist keine Erfindung des Menschen. Gold geh\u00f6rt zur Sch\u00f6pfung, genauso wie der Mensch zur Sch\u00f6pfung geh\u00f6rt.<\/p>\n<p>Wie aus einigen Statistiken, die ich anfangs dieses Vortrages gab, herauszulesen ist, geh\u00f6rt der afrikanische Kontinent zu den reichsten Orten der Welt dank der Sch\u00e4tze unter dem Boden, auf der Erdoberfl\u00e4che, auf den Meeren und Seen. In den letzten 5 bis 6 Jahrhunderten geh\u00f6rte das von Sklaverei, Kolonialismus und Neokolonialismus besiegte, beherrschte und geschw\u00e4chte Afrika nicht mehr sich selbst. Die grundlegende Restrukturierung des politischen und milit\u00e4rischen Systems f\u00fchrte zu einer gezwungenen Au\u00dfenorientierung der Wirtschaft im Dienste der Okkupationsm\u00e4chte. nDie von Gott geschenkten Reicht\u00fcmer in der Natur eines bestimmten afrikanischen Landes mussten nun den Weg in die Metropole der Besatzungsmacht nehmen, von Fremden verwalteter und orientierter Rohstoffexport wurde zum Hauptziel der einheimischen afrikanischen Wirtschaft, die Einfuhr verarbeiteter Industriewaren aus den Metropolen der Besatzungsm\u00e4chte erg\u00e4nzte das System der in Abh\u00e4ngigkeit haltenden Arbeitsteilung. Man kann das so kurz und b\u00fcndig ausdr\u00fccken: <i><\/i>n<i>\u201eIhr Afrikaner m\u00fcsst verstehen und hinnehmen, das die nat\u00fcrlichen Reicht\u00fcmer, die auf eurem Territorium sich befinden nicht euch geh\u00f6ren, sondern uns, den Besatzungsm\u00e4chten, und nach der offiziellen Besatzung den dominierenden M\u00e4chten des industriellen Nordens. Ihr verf\u00fcgt \u00fcber keine anerkannte Souver\u00e4nit\u00e4t \u00fcber diese Reicht\u00fcmer. Das ist die gewollte und erzwungene Ordnung der internationalen Beziehungen und ihr m\u00fcsst sie so hinnehmen, sonst gibt es Krieg bei euch, und ihr werdet, wenn n\u00f6tig, auch in einer internationalen milit\u00e4rischen&nbsp; Koalition niedergemetzelt werden.\u201c<\/i><\/p>\n<p>Diese lang w\u00e4hrende und nachhaltige Niederlage der Afrikaner erm\u00f6glichte auch im 19. Jahrhundert die Einf\u00fchrung fremder W\u00e4hrungssysteme, die im ausschlie\u00dflichen Dienst der Okkupationsmacht, ihres Stellvertreters oder einer der Okkupationsmacht selbst \u00fcbergeordneten Struktur standen. Die fremde europ\u00e4ische oder von den USA gelenkte W\u00e4hrung organisiert das Wirtschaftssystem auf afrikanischem Boden seit \u00fcber einhundert Jahren. Diese fremde W\u00e4hrung entscheidet \u00fcber die Mechanismen der einheimischen afrikanischen Wirtschaft, sie wird auf- oder abgewertet, je nach Bed\u00fcrfnissen der fremden Macht, nicht einmal nach Absprache mit dem betroffenen afrikanischen Staat \u2013 der Staatschef wird lediglich informiert. (6) nDie eigentliche Zentralbank dieser W\u00e4hrung liegt au\u00dferhalb des afrikanischen Kontinents, die betroffenen afrikanischen Staaten verf\u00fcgen \u00fcber ein Konto dort und k\u00f6nnen dar\u00fcber unter bestimmten Bedingungen verf\u00fcgen, das Konto kann aber auch in Krisensituationen einfach gesperrt werden und das afrikanische Land wird erdrosselt, oder der st\u00f6rende Pr\u00e4sident wird abgesetzt, in die Flucht gejagt order einfach ermordet, am besten durch die Hand eines Mitb\u00fcrgers.<\/p>\n<p>Diese Mechanismen der Abh\u00e4ngigkeitshaltung und der wirtschaftlichen Unterjochung sind nicht nur der f\u00fchrenden Machtschicht in den jeweiligen L\u00e4ndern Afrikas allm\u00e4hlich klar geworden, sondern auch der breiten Bev\u00f6lkerung und ist regelm\u00e4\u00dfiger Diskussionsstoff auch in den Medien geworden. Die Afrikaner arbeiten seit l\u00e4ngerem daran, eine einheitliche afrikanische W\u00e4hrung f\u00fcr den Kontinent auf die Beine zu stellen, der letzte Versuch, der mit einem afrikanischen W\u00e4hrungsfonds in Yaound\u00e9 2011, einer afrikanischen Zentralbank in Abuja 2012 und einer afrikanischen Investitionsbank in Syrte scheiterte vorl\u00e4ufig mit der Ermordung des f\u00fchrenden Gestalters und Finanziers, Mohammar Gaddafi, im Oktober 2011. Gerade Gaddafi hatte eine offizielle Reserve von \u00fcber 145 Tonnen Gold in der Zentralbank Lybiens (7) zusammengestellt und gedachte damit, einen entscheidenden Beitrag zur Einigung Afrikas zu leisten. <\/p>\n<p>Die Abw\u00e4lzung der Euro-Krise auf die afrikanischen L\u00e4nder, die sich gerade im positiven Wachstum befinden, durch eine aufgezwungene eventuelle Entwertung des Francs CFA wird die afrikanische Bev\u00f6lkerung und die F\u00fchrungselite noch hellh\u00f6riger machen und den Unmut wom\u00f6glich noch explosiver gestalten.<\/p>\n<p>Die k\u00fcnstliche Konstruktion der Armut in Afrika und die st\u00e4ndigen milit\u00e4rischen Interventionen von au\u00dfen, um den geschaffenen strukturellen Mangel kontinentalweit aufrechtzuerhalten sind erkannt worden, und diese Erkenntnis gef\u00e4hrdet ernsthaft die reibungslose Kontinuit\u00e4t des ungerechten Systems. Es ist bekannt, dass Afrika seit der Sklaverei, dem Kolonialismus und Neokolonialismus die milit\u00e4rische, politische und wirtschaftliche Schlacht verloren hat, dass der Hauptwiderstand aber in der Kultur w\u00e4hren konnte. Wie sieht heute der Ansturm auf diese afrikanische Kultur aus, auf diese so bew\u00e4hrte Hochburg?<br \/>&nbsp;<br \/><b>3. &#8211; Kultur und Religion: von der Verwurzelung religi\u00f6sen Glaubens in Afrika zur Planung eines 3. Weltkrieges<\/b> &nbsp;<br \/>\u201eAfrika ist im Aufbruch, Afrika ist die Zukunft\u201c, schrieb ich auf dem Titelblatt meines Buches. In Cotonou sagte Papst Benedikt XVI.: \u201eDie Zukunft wurzelt in der Vergangenheit und in der Gegenwart\u201c, und suchte einen Dialog der Religionen in einem Land mit \u00fcberwiegender Voodoo-Tradition. Gerade die Entdeckung oder das neue Aufleben der afrikanischen Vergangenheit, Tradition, Kultur und Religion r\u00fcckt immer st\u00e4rker in den Mittelpunkt des afrikanischen Alltags. Im Westen Kameruns, z.B. bei den Bamilekes, ist in diesem November wieder die Zeit der \u201eFun\u00e9railles\u201c, der Anrufung der in den Tod Vorausgegangenen gekommen. In puren afrikanischen Glaubensritualen werden die in den Tod gerufene Verwandtschaft mit den Lebenden intensiv in Verbindung gebracht, und die Anrufenden geh\u00f6ren allen heutigen Glaubensrichtungen an, ob Moslems, Christen &#8211; au\u00dfer den Zeugen Jehovas und den Pfingstlern -, ob Anh\u00e4ngern afrikanischer Religionen. nAuf der Suche nach der afrikanischen Vergangenheit, Spiritualit\u00e4t und Identit\u00e4t ist auch diese Diskussion aufgetaucht: \u201eWie war es mit dem Glauben, mit der Religion in Afrika vor zweitausend Jahren, vor dem Christentum, vor dem Islam, wie war es vor 5.000 Jahren zur Zeit der Bl\u00fcte des schwarzen Alt\u00e4gyptens, wie war es vor 10.000 Jahren, zur Zeit der plioz\u00e4nen und quart\u00e4ren Pluvialzeiten der Sahara (8), also zur Zeit der biblischen Sintflut Noahs, wie war es mit dem Glauben und der Religion vor 32.000 Jahren, als die Menschheit haupts\u00e4chlich aus Schwarzen bestand, wie war es in diesem Afrika, der Wiege der Menschheit vor 150.000 Jahren, als der \u201aHomo Sapiens\u2019 seine ersten Schritte auf dieser Erde machte ?\u201c (9) nIn diesem Afrika im Aufbruch wird der Beitrag Afrikas zu den Weltreligionen hinterfragt, das Buch Enochs des \u00c4thiopiers, das 9.000 Jahre vor Christus verfasst wurde und aus dem Jesus Christus selbst auswendig zitierte, wird von Afrikanern heute zur Diskussion gestellt (10). \u201eGuter\u201c, \u201erichtiger\u201c Glaube konnte nur aus dem Ausland kommen, weit weg von Afrika, so wurde es den Gl\u00e4ubigen Afrikas im letzten Jahrhundert in den Moscheen und in den Kirchen eingeh\u00e4mmert. Nun dr\u00e4ngt sich aber die afrikanische uralte religi\u00f6se Vergangenheit seit Menschengedenken auf, und es wird eindeutig, dass gerade Afrika Mutter des Glaubens und der Religion mit schriftlichen Texten ist, mehrere Jahrtausende vor den beiden in Afrika importierten Weltreligionen Islam und Christentum. <\/p>\n<p>\u201eAfrika ist im Aufbruch\u201c, Krieg wird aber angesagt, Krieg der Religionen zwischen Christentum und Islam auf afrikanischem Boden. \u201eMarshallplan oder Internationaler Notplan zur Bek\u00e4mpfung des Fortschreitens des radikalen Islams und des iranischen Einflusses auf Nordafrika und im Mittleren Osten\u201c liest man, oder <i>\u201eKampf gegen Islam: Israel handelt in Afrika\u201c<\/i>. (11) nAuf der christlichen Seite entwickelt sich ein radikales Christentum, importiert aus den USA. Der einflussreiche Pastor Rod Parsley der \u201eWorld Harvest Church\u201c aus Colombus in den USA, der vom Pr\u00e4sidentschaftskandidaten Mc Cain als \u201espiritueller Lehrer\u201c und Berater betrachtet wurde, schrieb in seinem Buch \u201eThe 2005 Silent No More\u201c vom notwendigen Krieg zwischen Christentum und Islam, den er als Religion des Anti-Christen oder als falsche Religion brandmarkte. Er fordert die USA auf, den Islam auszul\u00f6schen. Er geht sogar soweit zu behaupten, die Daseinsberechtigung der USA best\u00fcnde zum Teil darin, den Islam v\u00f6llig aus der Welt zu schaffen. (12) In diesem Verst\u00e4ndnis entstand auch der Begriff \u201eAchse des B\u00f6sen\u201c, der 11. September sollte als Auftakt zum Weltuntergang und zur Einrichtung des Reich Gottes sein, wobei der von George W. Busch ausgel\u00f6ste Krieg gegen den Irak als eine der Hauptstufen zu verstehen war. (13) Dies alles wirft uns auf die Zeit der Kreuzz\u00fcge zur\u00fcck, wo im Namen Christi, P\u00e4pste zum Mord gegen Andersgl\u00e4ubige aufriefen und dennoch heiliggesprochen wurden. Papst Urban II., der am 27. November 1095 zum 1. Kreuzzug aufrief, oder Martin Luther f\u00fcnf Jahrhunderte sp\u00e4ter in seiner \u201eHeerpredigt wider den T\u00fcrken\u201c aus dem Jahre 1529 stehen als gute Beispiele f\u00fcr diesen gesegneten Kampf gegen den Islam. (14)nIm Koran und vor allem im Leben des Propheten Mohamed suchen Anh\u00e4nger des Jihads Basisrechtfertigungen f\u00fcr den Kampf gegen Andersgl\u00e4ubige:<\/p>\n<p><i>\u201cThe suras or chapters in the Koran were transcribed first in Mecca and then in Medina. In Mecca Muhammed courted the Jews but in Medina, after they failed to accept Muhammed as their last Prophet he turned on them. Ibn Ishaq, in the first biography about Muhammed wrote as follows about the surrender of the Jews at B. Qurayza; &quot; Then they surrendered, and the apostle confined them in Medina in the quarter of d. al-Harith, a woman of B. al -Najjar.&nbsp; Then the apostle went out to the market of Medina (which is still market today) and dug trenches in it. Then he sent for them and struck off their heads in these trenches as they were brought to him in batches.&nbsp; Among them was the enemy of Allah Huyayy b. Akhtab and Ka&rsquo;b b Assad their chief.&nbsp; There were 600 or 700 in all although some put the figure as high as 800&quot;.&nbsp; This biography of Muhammed was written by a Muslim about one hundred years after Muhammed\u2019s death.\u201d (15)<\/i><\/p>\n<p>Der radikale Islam der Gegenwart wird deutlich durch den Brief von Osama Bin Laden an Amerika vom 24. November 2002 (Ladenise Epistle) grundlegend erkl\u00e4rt. Im Namen des Allm\u00e4chtigen und G\u00fctigen Allah soll der Kampf gegen Anh\u00e4nger des Irrglaubens und des B\u00f6sen, d.h. gegen Juden und Christen aufgenommen und zum Sieg gef\u00fchrt werden.<\/p>\n<p>In the Name of Allah, the Most Gracious, the Most Merciful, n<i>&quot;Permission to fight (against disbelievers) is given to those (believers) who are fought against, because they have been wronged and surely, Allah is able to give them (believers) victory&quot; [Quran 22:39] <\/i>n<i>&quot;Those who believe, fight in the cause of Allah, and those who disbelieve, fight in the cause of Taghut (anything worshipped other than Allah e.g. Satan). So fight you against the friends of Satan; ever feeble is indeed the plot of Satan.&quot;[Quran 4:76] <\/i>n<i>Some American writers have published articles under the title &lsquo;On what basis are we fighting?&rsquo; These articles have generated a number of responses, some of which adhered to the truth and were based on Islamic Law, and others which have not. Here we wanted to outline the truth &#8211; as an explanation and warning &#8211; hoping for Allah&rsquo;s reward, seeking success and support from Him.<\/i> (16)<\/p>\n<p>Jeder beansprucht Gott f\u00fcr sich, exklusiv, um den anderen zu bekriegen und zu t\u00f6ten. In Nigeria tobt seit Jahren schon ein Krieg zwischen Christen und Moslems, und die \u201cBorn Again Christians\u201d und \u201eBoko-Haram\u201c Gruppen verunsichern das Land im Namen Allahs oder im Namen Jesu Christi. (17)<\/p>\n<p>Die Instrumentalisierung des Gottesglaubens verdeckt rein irdische, wirtschaftliche, weltpolitische und geostrategische Ziele eines Machtmonopols. Im Ost-Westkonflikt wurden Stellvertreterkriege vor allem in Afrika, Lateinamerika und Asien gef\u00fchrt, sie tobten woanders, aber nicht in den Metropolen der beiden Bl\u00f6cke selbst, wo ein Scheinfriede im \u201eGleichgewicht des Schreckens\u201c herrschte. nMit der Invasion der US-Armee im Irak greift eine Koalition der f\u00fchrenden reichen Staaten ein Land des S\u00fcdens direkt an. Dies wurde in C\u00f4te d\u2019Ivoire gegen Pr\u00e4sident Laurent Gbagbo und in Lybien gegen Muammar Gaddafi&nbsp; 2011 fortgef\u00fchrt. Die Hinrichtung von Osama Bin Laden in Pakistan 2011, der angek\u00fcndigte Krieg gegen Syrien unter Baschir El Assad und gegen den Iran unter Mahmoud Ahmadinejad reihen sich auch in diese Logik. (18)nDer reiche Norden beansprucht in einer Staatenkoalition das internationale nukleare Gewaltmonopol, die widerspruchslose Entscheidungsmacht \u00fcber die Reicht\u00fcmer der Welt unter dem Boden, auf der Erdoberfl\u00e4che, auf den Seen und Meeren, auf den anderen Sternsystemen au\u00dferhalb des Planeten Erde, und dieses reiche Staatenkartell k\u00e4mpft erbittert darum, das Finanzsystem der Welt ma\u00dfgeblich kontrollieren zu k\u00f6nnen. Mit milit\u00e4rischer Macht durch postmoderne Waffensysteme, die kaum Eigenschaden verursachen aber verheerendes Leid und totale Zerst\u00f6rung beim Feind vor allem in der S\u00fcdhemisph\u00e4re verursachen, ist diese reiche Staatenkoalition des Nordens bem\u00fcht, die Reicht\u00fcmer Gottes auf der Welt und das vom Mensch erfundene Geldsystem in ihren H\u00e4nden exklusiv zu kontrollieren. Dabei wird Glaube und Irrglaube ins Spiel gebracht, auf der oft ehrlichen Suche nach Gott. Menschen niedermetzeln sich in feindselig gestalteten religi\u00f6sen Gruppen gegenseitig. Und jeder gibt an, in Gottes Auftrag und gottgerecht zu handeln, Menschenmassen rufen Gott gegen den Feind, Einzelne opfern tiefgl\u00e4ubig ihr Leben im Heldentod auf und erhoffen sich das Gotteshaus im Jenseits. nAber gerade in diesem Prozess des Krieges bereichert sich fast grenzenlos eine winzig kleine Gruppe von Menschen, die Reicht\u00fcmer Gottes und das Geldsystem f\u00fcr sich erfolgreich gekapert und in eigenen H\u00e4nden noch st\u00e4rker konzentriert hat. Elend, Armut und Mangel breiten sich dann noch schlimmer aus, krass in den verw\u00fcsteten L\u00e4ndern, aber auch sichtlich in den Zentren eines ungleichen Wohlstands. Wir stehen vor der T\u00fcr eines 3. Weltkrieges und wollen es nicht wahrhaben, solange er nicht vor der eigenen Haust\u00fcr schon tobt. \u00c4hnlich wie in der Zeit vor dem 2. Weltkrieg erleben wir genau begrenzte Blitzkriege, diesmal von einer Koalition von milit\u00e4risch stark \u00fcberlegenen Staaten gegen einen ganz bestimmten kleinen und milit\u00e4risch schwachen Staat (Irak, Afghanistan, C\u00f4te d\u2019Ivoire, Libyen). Nur, wie lange noch wird diese vereinte Blitzkriegsstrategie erfolgreich w\u00e4hren, ohne einen umfassenden, weltweiten Krieg auszul\u00f6sen?<\/p>\n<p>\u201eAfrika ist im Aufbruch, Afrika ist die Zukunft\u201c. Durchschaut man diese Piraterie der von Gott f\u00fcr die gesamte Menschheit geschenkte F\u00fclle durch eine winzig kleine aber h\u00f6chst organisierte Gruppe von Menschen, die Armut und Mangel weltweit nachhaltig gestalten und als Massendestruktive Waffen erbarmungslos gebrauchen (19), und dies um allein in einem unn\u00f6tig \u00fcberfl\u00fcssigen Wohlstand zu verharren, durchschaut man die lange Geschichte des Glaubens an den obersten und einzigen Sch\u00f6pfer seit Geburt der Menschheit in Afrika, und genauer seit dem Homo Sapiens vor 150.000 Jahren, durchschaut man den Machthunger von Menschen, die andere auch in Gottes Namen auf jeden Fall unter ihre exklusive F\u00fchrung zu zwingen trachten, so dr\u00e4ngt sich folgender Appell auf: <\/p>\n<p><i>\u201eDie von Gott gegebene F\u00fclle auf jeder Ecke der Welt ist sichtbar. Der blind gewordene und herumirrende, aber vor Arroganz und Selbstgen\u00fcgsamkeit strotzende Mensch, der diese F\u00fclle nicht mehr wahrnimmt und \u00fcbersieht, lebt in der \u00dcberzeugung, dass nur, indem er dem Anderen das ihm von Gott Geschenkte weg raubt, er selbst dann zu Wohlstand und Reichtum gelangt. Aber F\u00fclle ist sichtbar \u00fcberall, sp\u00fcrbar, greifbar, in Afrika erst recht geh\u00f6rt dies zur Alltagserfahrung. Wir Menschen des 21. Jahrhunderts stehen vor der dringenden Notwendigkeit, zur Bescheidenheit zur\u00fcckzufinden und Gottes Liebe und Wille auf Erden walten zu lassen, damit Er sein Werk vollendet, in Gerechtigkeit und W\u00fcrde f\u00fcr alle Menschen. Wir sollten uns dahin bem\u00fchen, und den drohenden 3. Weltkrieg noch rechtzeitig stoppen.\u201c<\/i>nDouala\/Frankfurt, den 25. November 2011<br \/> n<b>Fu\u00dfnoten:<br \/><\/b><br \/>(1) Teil I: Afrika ist im Aufbruch, Afrika ist die Zukunft, Douala\/Bayreuth, 11.11.2011 (Zukunftsforum Wissenschaft \u2013 Kultur- Gesellschaft\/ Stadt Bayreuth und Universit\u00e4t Bayreuth &#8211; Institut f\u00fcr Afrikastudien (IAS), \u00dcberMorgen \u2013 Trendsetter Afrika, in: <link http:\/\/www.africavenir.org>www.africavenir.org<\/link>; <link http:\/\/www.exchange-dialogue.com>www.exchange-dialogue.com<\/link>(2) Ansprache von Papst Benedikt XVI. in Benin beim Treffen mit zivilen und religi\u00f6sen F\u00fchrungspers\u00f6nlichkeiten, in: ZENIT, die Welt von Rom aus gesehen, ZG11111901 &#8211; 19.11.2011, <link http:\/\/www.zenit.org\/article-24054?l=german>http:\/\/www.zenit.org\/article-24054?l=german<\/link>(3) Kum\u2019a Ndumbe III., Afrika ist im Aufbruch, Afrika ist die Zukunft \u2013 An die Mitb\u00fcrger der Einen Welt im anbrechenden 21.Jahrhundert \u2013 herausfordernde Reden zur Begegnung, Band II, Verlag AfricAvenir\/Exchange &amp; Dialogue; Berlin\/Douala, 2006<br \/>(4)Titelblatt des Spiegels : Elends-Kontinent Afrika. Rettung durch die Wei\u00dfen? Nr. 51\/1992, 14.12.1992<br \/>(5) Afrika ist im Aufbruch, Afrika ist die Zukunft, Rede vor der Universit\u00e4t Bayreuth anl\u00e4sslich des Symposiums \u201e\u00dcberMorgen- Trendsetter Afrikas\u201c, am 11.11.2011, in: <link http:\/\/www.africavenir.org>www.africavenir.org<\/link>, <link http:\/\/www.exchange-dialogue.com>www.exchange-dialogue.com<\/link>(6) Der Franc CFA (urspr\u00fcnglich Comptoirs Fran\u00e7ais d\u2019Afrique, dann Colonies Fran\u00e7aises d\u2019Afrique, also Franz\u00f6sische Niederlassungen in Afrika, dann Franz\u00f6sische Kolonien Afrikas) wurde 1994 von Frankreich abgewertet, die afrikanischen Staatsoberh\u00e4upter wurden lediglich auf einer Versammlung informiert, dasselbe soll f\u00fcr die Entwertung ab 1. Januar 2012 gelten, denn nach Medienberichten werden zur Zeit die afrikanischen Staatschefs einzeln informiert. Siehe hierzu: Les malheurs continuent sous Ouattara : Le Franc CFA d\u00e9valu\u00e9 le 1er janvier 2012, in :&nbsp; <link http:\/\/news.abidjan.net\/h\/417231.html>http:\/\/news.abidjan.net\/h\/417231.html<\/link>. Diese Meldung hat sich jedoch nicht best\u00e4tigt.<br \/>(7) Le Monde 9 Sept 2011, <link http:\/\/www.lemonde.fr\/libye\/article\/2011\/09\/08\/kadhafi-a-vendu-20-de-l-or-libyen-avant-sa-fuite_1569585_1496980.html>http:\/\/www.lemonde.fr\/libye\/article\/2011\/09\/08\/kadhafi-a-vendu-20-de-l-or-libyen-avant-sa-fuite_1569585_1496980.html<\/link>(8) B\u00fcdel, Julius, Die plioz\u00e4nen und quart\u00e4ren Pluvialzeiten in der Sahara. Eiszeitalter und Gegenwart, Band 14, 1963<br \/>(9) Zu dieser Diskussion, siehe u.a. Kum\u2019a Ndumbe III, L\u2019Afrique s\u2019annonce au rendez-vous, la t\u00eate haute!&nbsp; 2\u00e8 \u00e9dition, Ed. AfricAvenir\/Exchange &amp; Dialogue, Douala\/Berlin\/Wien 2011 ; Jean Philippe Omotunde, \u00ab Hymnes et Pri\u00e8res KAMITS \u00bb, vol. 7, Ed. Menaibuc, Paris 2009, Doumbi Fakoly, les chemins de la Ma\u00e2t, Ed. Menaibuc, Paris, 2008<br \/>(10) Ronald K. Brown, The Book of Enoch, GBTS Press, San Antonio, Texas, 1998 ; Jovanovic, P., Bruyant, A. M., Enoch \u2013 Dialogue avec Dieu et les Anges, Le Jardin des Livres, Paris, 2002; Indus Khamit Cush; Enoch, The Ethiopian: The Lost Prophet Of The Bible: Greater Than Abraham, Holier Than Moses, A&amp;B Publishers Group, Brooklyn, New York, 2000<br \/>(11) &quot;Plan MARSHALL&quot; ou plan international d&rsquo;urgence pour emp\u00eacher la progression de l&rsquo;Islam radical et l&rsquo;influence iranienne en Afrique du Nord et au Proche-Orient ?; in <link http:\/\/lessakele.over-blog.fr\/article-plan-marshall-ou-plan-international-d-urgence-pour-empecher-la-progression-de-l-islam-radical-et-l-influence-iranienne-en-afrique-du-nord-et-au-proche-orient-68893545.html>http:\/\/lessakele.over-blog.fr\/article-plan-marshall-ou-plan-international-d-urgence-pour-empecher-la-progression-de-l-islam-radical-et-l-influence-iranienne-en-afrique-du-nord-et-au-proche-orient-68893545.html<\/link>; Lutte contre l\u2019Islam : Isra\u00ebl agit en Afrique, 16 Nov. 2011, in www.israel7.com\/2011\/11\/lutte-contre-l\u2019islam-israel-agit-en-afrique<br \/>(12) Vgl. PressTV-Sendung von Rod Parsley vom 13. M\u00e4rz 2008, dazu: <link http:\/\/www.presstv.com\/detail.aspx?id=47232>http:\/\/www.presstv.com\/detail.aspx?id=47232<\/link>(13) Dazu ausf\u00fchrlich die Arte Sendung \u201eDe la croisade \u00e0 la contrition\u201c mit dem Videofilm in 4 Teilen&nbsp; \u201eGeorge W. Bush sous l\u2019emprise de Dieu\u201c&nbsp; und Olivier Bombarda : \u00ab Depuis toujours en Am\u00e9rique, christianisme et nouvel ordre mondial sont \u00e9troitement li\u00e9s. Vivre les utopies, concr\u00e9tiser les id\u00e9aux lib\u00e9raux et les exporter vers les autres pays \u2013 voil\u00e0 le projet des Am\u00e9ricains. Les Etats-Unis se consid\u00e8rent comme le \u00ab God\u2019s own country \u00bb et la mission de George W. Bush, lib\u00e9rer l\u2019Irak de Saddam Hussein par la violence, fait partie de son devoir chr\u00e9tien d\u2019am\u00e9liorer le monde. \u00bb ; in : <link http:\/\/raton-laveur-l-aigle.hautetfort.com\/evangeliques-et-usa\/>http:\/\/raton-laveur-l-aigle.hautetfort.com\/evangeliques-et-usa\/<\/link>(14) Die P\u00e4pste des Mittelalters und der Neuzeit sahen im Islam eine Bedrohung der weltweiten kirchlichen Macht, die man durch Krieg bek\u00e4mpfen m\u00fcsse. So rief Papst Urban II. am 27. November 1095 zum ersten Kreuzzug auf, um das Christentum im Nahen Osten von der Herrschaft der Moslems zu befreien. Papst Urban II. wurde 1881 von Papst Leo XIII. selig gesprochen. Bedeutsam f\u00fcr die Kirche ist auch Papst Innozenz III., der 1098 zum vierten Kreuzzug und 1215 zum f\u00fcnften Kreuzzug aufrief. Er forderte auch auf, alle christlichen Abweichler vom Katholizismus zu ermorden und rief deshalb auch zum Kreuzzug gegen die urchristlichen Katharer auf (1209-1229), die auf p\u00e4pstliches Gehei\u00df im Laufe der Jahre allesamt umgebracht wurden. Die Leiche des Papstes, der eines nat\u00fcrlichen Todes starb, wird seit 1891 in der Kirche San Giovanni in Laterano in Rom von den Gl\u00e4ubigen verehrt.<\/p>\n<p>Auch Martin Luther sah, wie die P\u00e4pste, im Islam der t\u00fcrkischen Osmanen die gro\u00dfe Bedrohung f\u00fcr das kirchenchristliche Abendland. Er predigte deshalb im Jahr 1529: &quot;&#8230; weil die Christen &#8230; ein jeglicher von seiner Obrigkeit, zum Streit wider die T\u00fcrken gefordert und berufen werden, sollen sie tun als die treuen und gehorsamen Untertanen (wie sie denn gewisslich tun, so sie rechte Christen sind) und mit Freuden die Faust regen und getrost dreinschlagen, morden, rauben und Schaden tun so viel sie immer m\u00f6gen, weil sie eine Ader regen k\u00f6nnen &#8230; werden sie dar\u00fcber erschlagen, wohlan, so sind sie nicht allein Christen, sondern auch gehorsame, treue Untertanen gewesen, die Leib und Gut in Gottes Gehorsam bei ihren Oberherrn zugesetzt haben. Selig und heilig sind sie ewiglich &#8230;&quot; (Eine Heerpredigt wider den T\u00fcrken, D. Mar. Luther. Anno 1529; Tomos 4, S. 494 b-496), zitiert aus: <br \/>Kirche, kirchliches Christentum und Islam, in: \u00ab Der Theologe \u00bb, Nr. 36, <link http:\/\/www.theologe.de\/kirche_islam.htm>http:\/\/www.theologe.de\/kirche_islam.htm<\/link>(15) G. Richard Jansen, Two Religious Wars, 400 Years Apart &#8211; 1517-1651; 1922 \u2013Today, Colorado State University Fort Collins, CO 80521, January 25, 2007,in: http:\/\/lamar.colostate.edu\/~grjan\/two_religious_wars.html<br \/>(16) Zum \u00ab Brief an Amerika \u00bb von Bin Laden:&nbsp; In the Name of Allah, the Most Gracious, the Most Merciful, vollst\u00e4ndig in: The Guardian, 24 Nov. 2002, http:\/\/www.guardian.co.uk\/world\/2002\/nov\/24\/the Observer<br \/>(17) Vgl. Nigeria Christian \/ Muslim Conflict, in: Global Security, 11-07-2011 <link http:\/\/www.globalsecurity.org\/military\/world\/war\/nigeria-1.htm>http:\/\/www.globalsecurity.org\/military\/world\/war\/nigeria-1.htm<\/link>;Vgl auch&nbsp; The Rise of Boko Haram, Why the Christmas Day bombings in Nigeria could be the harbinger of much worse to come, by David Francis, December 28, 2011, in: Foreign Policy, <link http:\/\/www.foreignpolicy.com\/articles\/2011\/12\/27\/the_rise_of_boko_haram>http:\/\/www.foreignpolicy.com\/articles\/2011\/12\/27\/the_rise_of_boko_haram<\/link>(18) \u00fcber solche politische Morde siehe : Etienne Dubuis, L\u2019assassinat des dirigeants \u00e9trangers par les Etats-Unis \u2013 Un si\u00e8cle au service de la puissance am\u00e9ricaine, Ed. Favre, Lausanne, 2011<br \/>(19) Jean Ziegler, Destruction massive \u2013 G\u00e9opolitique de la faim, Seuil, Paris 2011<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Prinz Kum&rsquo;a Ndumbe III. er\u00f6ffnete mit diesem Beitrag das Symposium ,,Theologie interkulturell&quot; 2011 zur Spiritualit\u00e4t in Afrika seit Urzeiten (150.000 Jahre), zum spirituellen Beitrag Afrikas seit Enoch und der Sinnflut und nahm Stellung zur modernen interkultureller Theologie in einer Macht- und Geldbessessenen Welt. nDas Symposium fand an der Goethe &#8211; Universit\u00e4t Frankfurt statt im Fachbereich&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[95,85,107],"tags":[],"class_list":["post-1133","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-afrikanische-perspektiven","category-events","category-kolonialismus-und-dekolonisierung"],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v27.6 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Prince Kum\u2019a Ndumbe III.: Afrika ist im Aufbruch, Afrika ist die Zukunft, Teil II &#8211; 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