{"id":928,"date":"2013-09-01T22:20:00","date_gmt":"2013-09-01T20:20:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.africavenir.com\/kooperation-tazreise-in-den-senegal-22-dezember-2013-4-januar-2014\/"},"modified":"2023-10-06T11:39:22","modified_gmt":"2023-10-06T09:39:22","slug":"kooperation-tazreise-in-den-senegal-22-dezember-2013-4-januar-2014","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.africavenir.org\/fr\/kooperation-tazreise-in-den-senegal-22-dezember-2013-4-januar-2014\/","title":{"rendered":"Kooperation: tazreise in den Senegal, 22. Dezember 2013 &#8211; 4. Januar 2014"},"content":{"rendered":"<p>Vom <b>22. Dezember 2013 bis 4. Januar 2014<\/b> bietet die <i>tageszeitung (taz) <\/i>in Kooperation mit AfricAvenir und dem senegalesischen Frauennetzwerk f\u00fcr nachhaltige Entwicklung REFDAF eine Bildungsreise in den Senegal an. Thematischer Schwerpunkt der Reise ist die <b>vitale senegalesische Ziviligesellschaft<\/b>, die 2012 den zweiten Machtwechsel mit herbeigef\u00fchrt hat, sowie <b>Begegnungen mit verschiedenen Frauenrechtsgruppen<\/b> und Frauen- Kooperativen.n2012 erlebte auch der Senegal massenhafte Jugendproteste, die den seit 12 Jahren amtierenden Pr\u00e4sidenten Wade verjagten. Schon l\u00e4nger gilt das Land als das <b>demokratischste in Westafrika<\/b>. Eine lange parlamentarische Tradition, lebhafte zivilgesellschaftliche Strukturen, freie Presse und die Erfahrung zweier friedlicher Regierungs- bzw. Regimewechsel machen es autorit\u00e4ren Tendenzen schwer, sich langfristig durchzusetzen.nZu den Organisatoren des \u201esenegalesischen Fr\u00fchlings\u201c 2012 geh\u00f6rten Top-Stars der Rapp- und HipHop-Szene. Ihre Konzerte und Video-Clips mobilisierten landesweit in Windeseile. Auf der Reise werden Sie <b>Akteure dieser Jugendbewegung \u201eY\u2019en a marre\u201c<\/b> und des <b>zivilgesellschaftlich-politischen B\u00fcndnisses &quot;M-23&quot;<\/b> kennen lernen. Ein anderer Schwerpunkt sind Begegnungen mit verschiedenen&nbsp; Frauenrechtsgruppen und Frauen- kooperativen im Gro\u00dfraum Dakar, in Popinguine und in einem Fischerdorf am Senegal-Fluss bei St. Louis.<\/p>\n<p>In <b>Touba<\/b>, der heiligen Stadt der Sufi-Bruderschaft der Mouriden, erleben Sie einen friedvollen, toleranten Islam. Diese Bruderschaft ist heute eine der wirtschaftlich und gesellschaftlich einflussreichsten Kr\u00e4fte im Senegal und hat ihre Wurzeln im antikolonialen Kampf gegen die franz\u00f6sische Herrschaft. <\/p>\n<p>Eine Nacht bleibt die Reisegruppe auf der Insel <b>Gor\u00e9e <\/b>in der Bucht von Dakar, fr\u00fcher Zentrum des Sklavenhandels nach Amerika. Ein traditioneller B\u00e4nkels\u00e4nger, ein \u201eGriot\u201c, wird die Geschichte des Sklavenhandels erz\u00e4hlen, wie sie in den lokalen \u00dcberlieferungen erhalten ist.<\/p>\n<p>Abstecher ins historisch und architektonisch interessante <b>Saint Louis<\/b> im Norden (die erste franz\u00f6sische Stadtgr\u00fcndung in Afrika) und an die \u201ePetite C\u00f4te\u201c, den Sandstrand am Atlantik s\u00fcdlich von Dakar, runden die Reise ab.<\/p>\n<p>M\u00f6glich wird diese Reise dank zweier Kooperationen: mit dem Verein AfricAvenir International e.V., dessen Vorsitzender Eric van Grasdorff die Reise leitet, sowie mit Madjigu\u00e8ne Ciss\u00e9, der Leiterin eines senegalesischen Frauennetzwerks; sie wurde Ende der 90-er Jahre als Sprecherin der Migrantenbewegung der \u201esans papiers\u201c in Frankreich auch bei uns bekannt; 1998 erhielt sie in Berlin die Carl-von-Ossietzky-Medaille der Internationalen Liga f\u00fcr Menschenrechte. n<b>Reiseleiter<\/b><\/p>\n<p>Eric van Grasdorff, Vorsitzender der Organisation AfricAvenir (<link http:\/\/www.africavenir.org>www.africavenir.org<\/link>) in Berlin; er ist im Senegal geboren und aufgewachsen.<br \/>in Kooperation mit<\/p>\n<p>Madjigu\u00e8ne Ciss\u00e9, Pr\u00e4sidentin des senegalesischen Frauennetzwerks f\u00fcr nachhaltige Entwicklung REFDAF in Dakar.n<b>PREIS: 2.780 \u20ac (DZ\/HP\/Flug)<\/b>, Einzelzimmerzuschlag: 165 \u20ac<\/p>\n<p><b>VERANSTALTER:<\/b> Ivory-Tours, N\u00fcrnberg, Tel.0911 &#8211; 955 26 26, info@ivory-tours.de<\/p>\n<p><b>Leistungen:<\/b>n<\/p>\n<ul>\n<li>Reiseleitung durch Eric van Grasdorff , Vorstand AfricAvenir e.V., Berlin, in Kooperation mit Madjigu\u00e8ne Ciss\u00e9, Pr\u00e4sidentin des Frauennetzwerks REFDAF, Dakar.<\/li>\n<li>Kleine Gruppe: mindestens 10, maximal 16 Personen<\/li>\n<li>Begegnungen mit zivilgesellschaftlichen Gruppen und Projekten<\/li>\n<li>\u00dcbersetzungen bei allen Treffen mit Gruppen und Personen<\/li>\n<li>Linienfl\u00fcge mit der portugiesischen TAP ab\/bis Frankfurt\/M<\/li>\n<li>12 \u00dcbernachtungen mit Halbpension, 11 davon in Hotels der guten Mittelklasse sowie 1 \u00dcbernachtung im einfachen \u201eCampement Baoul\u201c (bei Touba).<\/li>\n<li>Rundfahrt Dakar, St.Louis, Touba, Toubab Dialow und zur\u00fcck nach Dakar im klimatisierten Kleinbus<\/li>\n<li>Eintritte und Besichtigungen sowie Exkursionen gem\u00e4\u00df Reisebeschreibung<\/li>\n<li>Informationsmaterial zur Vorbereitung<\/li>\n<li>Reisesicherungsschein des Veranstalters<\/li>\n<\/ul>\n<p>n<b>Zus\u00e4tzliche Kosten (fakultativ):<\/b>n<\/p>\n<ul>\n<li>Einzelzimmerzuschlag: 165 Euro (im \u201eCampement Baoul\u201c bei Touba ist kein EZ m\u00f6glich)<\/li>\n<li>Rail &amp; Fly-Ticket von allen St\u00e4dten Deutschlands nach Frankfurt: 40 Euro (hin und zur\u00fcck)<\/li>\n<li>Reiser\u00fccktrittsversicherung und Auslandskrankenversicherung (Preis\/Leistungen auf Anfrage beim Veranstalter)<\/li>\n<li>Freiwilliger Atmosfair-Beitrag: 58 Euro (Informationen beim Reiseveranstalter)<\/li>\n<li>Weitere Informationen<\/li>\n<\/ul>\n<p>n<b>Nicht im Reisepreis enthalten:<\/b>n<\/p>\n<ul>\n<li>Mittagessen \/ Getr\u00e4nke \/ Trinkgelder<\/li>\n<li>Anschlussfl\u00fcge nach\/von Frankfurt (bei Bedarf ist der Veranstalter gerne behilflich)<\/li>\n<li>Visum (70 \u20ac durch Veranstalter; selbst besorgen bei der Botschaft: 50 \u20ac)<\/li>\n<\/ul>\n<p>n<b>Programm im Detail:<\/b>n1. Tag (Sonntag)<\/p>\n<p>Der Flug mit der portugiesischen Fluglinie TAP startet in Frankfurt\/M um 13.:20 Uhr nach Lissabon; Sie steigen in eine andere TAP-Maschine um und erreichen Dakar kurz nach Mitternacht. Transfer zum Hotel St. Louis Sun in Dakars Innenstadt.<\/p>\n<p>2. Tag (Montag)<\/p>\n<p>Nach einem gemeinsamen Fr\u00fchst\u00fcck im Hotel geht es zur ersten Orientierung auf einen kurzen Spaziergang mit dem Geschichtslehrer und \u201eGriot\u201c Babacar Mbaye Ndaak in der direkten Umgebung des Hotels, dem modernen Regierungsviertel \u201ePlateau\u201c rund um die Place de l\u2019Ind\u00e9pendance.<\/p>\n<p>Anschlie\u00dfend begleitet Babacar Mbaye Ndaak die Reisegruppe auf einer Bustour durch die Stadt: Vorbei am Pr\u00e4sidentenpalast in Richtung Cap Manuel Leuchtturm, dem s\u00fcdlichsten Punkt der Dakarer Halbinsel, fahren Sie entlang der K\u00fcstenstra\u00dfe Corniche zum Stadtviertrel M\u00e9dina mit einem Kunsthandwerks- sowie dem Fischmarkt von Soumbedioune. Weiter geht es durch das Wohnviertel Mermoz bis zum umstrittenen Monument der Afrikanischen Renaissance. Die R\u00fcckfahrt f\u00fchrt \u00fcber die Stadtviertel Point E und Colobane, vorbei an der gro\u00dfen Moschee, in Richtung Hauptbahnhof und Hafen bis zum Hotel.<\/p>\n<p>Am sp\u00e4teren Nachmittag treffen Sie Alioune Tine, den Initiator der \u201aBewegung des 23. Juni\u2018 (M23), einem breiten B\u00fcndnis von zivilgesellschaftlichen Organisationen und Oppositions- politiker\/innen. Es initiierte 2011 gemeinsam mit der \u201eY en a marre\u201c-Bewegung den sog. \u201esenegalesischen Fr\u00fchling\u201c und f\u00fchrte schlie\u00dflich 2012 den Sturz des Wade-Regimes herbe. Alioune Tine lehrt an der der Universit\u00e4t Cheikh Anta Diop (UCAD) in Dakar und ist ein erfahrener Menschenrechtsaktivist und Konfliktmediator sowie der Leiter der Menschenrechtsorganisation \u201aRencontre africaine de d\u00e9fense des droits de l\u2019homme\u2018 (RADDHO).<\/p>\n<p>Bei einem gemeinsamen Abendessen lernen Sie Madjigu\u00e8ne Ciss\u00e9 kennen. Die ehemalige Sprecherin der franz\u00f6sischen Sans Papiers-Bewegung und Gr\u00fcnderin des Frauennetzwerks f\u00fcr nachhaltige Entwicklung in Afrika (REFDAF) wird Sie zu mehreren Programmpunkten in Dakar begleiten.<\/p>\n<p>Wer es (zu Recht) nicht abwarten kann, in die ber\u00fchmte Dakarer Musikszene abzutauchen, f\u00fcr den gibt esschon an diesem Montag eine Auswahl an Konzerten<\/p>\n<p>3. Tag (Dienstag)<\/p>\n<p>An diesen Tag sind die sozialen Umbr\u00fcche im Senegal und in Westafrika das Thema. Dazu begeben wir uns am Vormittag zu CODESRIA, zum Council for the Development of Social Science Research in Africa, einem panafrikanischen \u201eThink Tank\u201c in unmittelbarer N\u00e4he der Uni. Dort treffen wir Firoze Manji, seit M\u00e4rz 2013 Leiter des Dokumentations- und Informationszentrums (CODICE) der Institution. Der aus Kenia stammende Manji hat eine lange Karriere als Menschenrechtsaktivist hinter sich: er war u.a. Gr\u00fcnder und ehemaliger Chefredakteur von Pambazuka News, einem open-access Online-Magazin und das gr\u00f6\u00dfte und vitalste Forum f\u00fcr soziale Gerechtigkeit in Afrika. Neben einer Einf\u00fchrung in die Arbeit von CODESRIA erhalten wir von ihm einen \u00dcberblick \u00fcber die sozialen K\u00e4mpfe und \u00fcber die vielen Aufbr\u00fcche in der Region und auf dem Kontinent.<\/p>\n<p>In einem zweiten Gespr\u00e4ch treffen wir den \u00d6konomen Demba Moussa Dembele. Als Leiter des Forum Africain des Alternatives, Koordinator von l\u2019Africaine de Recherche et de Coop\u00e9ration pour l\u2019Appui au D\u00e9veloppement Endog\u00e8ne (ARCADE) und Mitorganisator des Weltsozialforums in Dakar wird uns Dembele einen Eindruck geben \u00fcber die M\u00f6glichkeiten und Grenzen endogener Entwicklungswege in (West-)Afrika.<\/p>\n<p>In Laufdistanz von CODESRIA befindet sich das Goethe Institut, das auch ein Terassenrestaurant mit Blick \u00fcber Dakar hat. Dort gibt es Gelegenheit zum Mittagessen, bevor es um 15:30 Uhr weiter geht in den Stadtteil Hann Pecheur, wo die Reisegruppe mit Mamadou Diol verabredet sein wird, dem Leiter der Theatergruppe Kaddu Yaraax. In Anwendung des von Augusto Boal entwickelten \u201eTheater der Unterdr\u00fcckten\u201c macht Kaddu Yaraax effiziente kommunale Aufkl\u00e4rungsarbeit zu diversen Themen wie Umweltschutz, Migration etc. und schafft es, die lokale Bev\u00f6lkerung f\u00fcr die Entwicklung und den Schutz des eigenen Viertels zu mobilisieren.<\/p>\n<p>4. Tag (Mittwoch)<\/p>\n<p>Am Vormittag Besuch einer REFDAF-Gruppe, der Vereinigung der Frauen der M\u00e9dina (AFEME). Gemeinsam mit Madjigu\u00e8ne Ciss\u00e9 treffen Sie die AFEME-Leiterin Yacine Ndiagne. Die Gruppe wurde1993 gegr\u00fcndet mit dem Ziel die Selbstorganisation der Frauen des Stadtteils M\u00e9dina zu f\u00f6rdern und zur Verbesserung ihrer Lebensbedingungen durch F\u00f6rderung von Bildung, Vergabe von Mikrokrediten, Unterst\u00fctzung von Handwerks-Kooperativen und in j\u00fcngster Zeit auch die Gr\u00fcndung einer Frauensiedlung beizutragen.<\/p>\n<p>Frauen von AFEME f\u00fchren die Reisegruppe anschlie\u00dfend durch die popul\u00e4re M\u00e9dina, einem der \u00e4ltesten und dicht besiedelsten Stadtteile Dakars. 1914 von den Franzosen angelegt, um die lokale Bev\u00f6lkerung von den wei\u00dfen Kolonialherren zu trennen, ist die M\u00e9dina heute sicher eines der charmantesten Viertel Dakars, da es dem gro\u00dfen Bau-Boom bisher widerstehen konnte. Eine Vielzahl von heute ber\u00fchmten S\u00e4nger\/innen und K\u00fcnstler\/innen, wie z.B. Youssou Ndour oder Omar P\u00e8ne, ist in der M\u00e9dina aufgewachsen.<\/p>\n<p>Im Anschluss an die F\u00fchrung k\u00f6nnen Sie ein senegalesisches Mittagessen genie\u00dfen, das vom REFDAF-Projekt \u201eLokale K\u00fcche\u201c zubereitet wird.<\/p>\n<p>Am Nachmittag besuchen Sie das \u201eCommittee Nationale contre les violences faites aux femmes\u201c, einem Komitee, das sich daf\u00fcr einsetzt, alle Formen der Gewalt gegen Frauen und Kinder zu beseitigen. Neben Aufkl\u00e4rungskampagnen, Konferenzen und Empowerment-Trainings arbeitet und ber\u00e4t das Komitee auch Opfer von Gewalt und beobachtet die Implementierung von Gesetzen.<\/p>\n<p>Zum Abendessen treffen wir Prof. Magu\u00e8ye Kass\u00e9, Germanistik-Professor an der Universit\u00e4t Cheikh Anta Diop und Direktor der Senegalesischen Vereinigung zur F\u00f6rderung alternativer Entwicklungswege (ASPAD).<\/p>\n<p>5. Tag (Donnerstag)<\/p>\n<p>Im Caf\u00e9 der Raw Material Company, einem Kunstraum, der u.a. die Protestbewegung gegen eine dritte Kandidatur Abdoulaye Wades in einer beeindruckenden Fotoausstellung und einem Katalog dokumentierte, treffen Sie am Vormittag den Journalisten Fadel Barro, einen der Wortf\u00fchrer der von Hip Hop K\u00fcnstler\/innen und Journalist\/innen gegr\u00fcndeten \u201eY\u2019en a marre\u201c-Bewegung (\u201eWir haben\u2018s satt\u201c).<\/p>\n<p>\u201eY\u2019en a marre\u201c machte sich im Vorfeld der Wahlen 2012 zum Sprachrohr der von Massenarbeitslosigkeit betroffenen senegalesischen Jugend und schaffte es mittels Radio- und Fernsehsendungen, Rapsongs und SMS-Aktivismus, diese massiv zu mobilisieren, was zur Abwahl Wades f\u00fchrte. Auch nach der Wahl ist \u201eY\u2019en a marre\u201c aktiv, gibt der Jugend eine Stimme und eine Vision und mobilisiert z.B. im Kampf gegen die durch die Regenzeit verursachten \u00dcberschwemmungen.<\/p>\n<p>Am fr\u00fchen Nachmittag verlassen wir Dakar. Mit der F\u00e4hre geht es auf die Insel Gor\u00e9e, Symbol der sog. \u201eMaafa\u201c, des transatlantischen Sklavenhandels. Von hier aus wurden jahrhundertelang Menschen in die Sklaverei deportiert. Auch wenn neuere Studien inzwischen die Zahl der \u00fcber Gor\u00e9e verschifften Menschen nach unten korrigiert haben, bleibt diese winzige und heute unschuldig anmutende Insel ein Ort der Introspektion und des Gedenkens.<\/p>\n<p>Auf Gor\u00e9e angekommen, checken wir in mehreren G\u00e4stepavillons des Gor\u00e9e Instituts ein, einer Reihe geschmackvoll restaurierter Wohnh\u00e4user mit h\u00fcbsch eingerichteten Zimmern, Balkonen und Gartenanlagen, die alle nach bedeutenden Pers\u00f6nlichkeiten der afrikanischen Geschichte benannt sind (Mandela, Cabral, Lumumba, Yaa Asantewa etc.) und gew\u00f6hnlich Forscher\/innen und Konferenzteilnehmer\/innen als Residenz dienen. Das von dem s\u00fcdafrikanischen Schriftsteller Breyten Breytenbach gegr\u00fcndete Institut versteht sich als Ort des Kulturaustauschs und der Konfliktl\u00f6sung, eine Tradition, die es aus der Zeit des Anti-Apartheid Kampfes fortf\u00fchren m\u00f6chte, als sich hier Vertreter\/innen der Apartheid Regierung und des ANC zu geheimen Gespr\u00e4chen trafen.<\/p>\n<p>Nach dem Einchecken werden Sie als erstes in das sog. \u201eHaus der Sklaven\u201c gehen, ein Originalschauplatz, weltber\u00fchmt durch die \u201eT\u00fcr ohne Wiederkehr\u201c. Der Geschichtslehrer und Erz\u00e4hler Babacar Mbaye Ndaak f\u00fchrt Sie durch das Haus und erz\u00e4hlt die beeindruckende und verst\u00f6rende Geschichte des europ\u00e4ischen Handels mit versklavten Afrikaner\/innen. Im Anschluss besteht vielleicht die M\u00f6glichkeit, das zurzeit wegen Renovierungsarbeiten leider geschlossene Museum der Frau (Mus\u00e9e de la Femme Henriette-Bathily) zu besichtigen, das genau gegen\u00fcber vom Sklavenhaus liegt und einen \u00dcberblick gibt \u00fcber die gesellschaftliche Stellung und den Alltag der senegalesischen Frauen in der Geschichte.<\/p>\n<p>Zum Abendessen treffen wir uns in einem der sch\u00f6nen Hafen-Restaurants und lassen die Insel und ihre machtvolle Geschichte auf uns wirken.<\/p>\n<p>6. Tag (Freitag)<\/p>\n<p>Nach einem gemeinsamen Fr\u00fchst\u00fcck in den R\u00e4umlichkeiten des Gor\u00e9e Instituts f\u00fchrt Babacar Mbaye Ndaak in die von den Franzosen gebaute Estr\u00e9es Festung, in der heute das Historische Museum untergebracht ist. In 13 R\u00e4umen erfahren wir hier die Geschichte des Senegals und speziell auch die von Gor\u00e9e, von der pr\u00e4historischen Zeit \u00fcber die vorkolonialen Reiche, den Sklavenhandel und die Kolonialzeit bis in die Gegenwart.<\/p>\n<p>Zum gemeinsamen Mittagessen ist ein Gespr\u00e4ch mit Odile Tendeng vomGor\u00e9e Institutgeplant. Sie ist Expertin f\u00fcr Friedens- und Konfliktforschung und Programmkoordinatorin der Alliance for Peace Initiatives. Sie wird neben einer Einf\u00fchrung in die Arbeit des Instituts auch einen \u00dcberblick \u00fcber die aktuellen Konflikte in Westafrika (Mali, C\u00f4te d\u2019Ivoire etc.) aus panafrikanischer Perspektive geben.<\/p>\n<p>Nach dem Mittagessen nehmen Sie die F\u00e4hre zur\u00fcck nach Dakar und nach einem kurzen Schlenker ins Hotel, um das restliche Gep\u00e4ck einzuladen, geht es auf den Weg nach Saint-Louis, im Norden des Senegalsdirekt an der Grenze zu Mauretanien. Saint-Louis war die erste franz\u00f6sische Siedlung auf dem afrikanischen Kontinent, gegr\u00fcndet vor 350 Jahren. Zun\u00e4chst ebenfalls als Umschlagplatz f\u00fcr den Sklavenhandel auf einer langgezogenen Insel mitten im Senegal-Strom gebaut, wurde Saint-Louis sp\u00e4ter zur Hauptstadt von ganz Franz\u00f6sisch-Afrika. Die Saint-Louisaner\/innen (wie im \u00dcbrigen auch die Bewohner \/innen Dakars, Gor\u00e9es und Rufisques, die sog. Vier Kommunen) waren formell Franzosen, wurden selbstbewusste B\u00fcrger\/innen und schickten den ersten Schwarzen Abgeordneten ins Pariser Parlament.<\/p>\n<p>Heute ist Saint-Louis eine Stadt mit einer bizarren, einzigartig dreigeteilten Geografie: Auf dem Festland das kommerzielle Zentrum, gesch\u00e4ftig und l\u00e4rmend; auf einer 30 Kilometer langen Landzunge am Meer die Fischer, nur der See zugewandt und ein wenig fremdenscheu. Und dazwischen, umarmt vom braunen Strom, die historische Insel: mit 1344 unter Schutz stehenden Geb\u00e4uden: ein Weltkulturerbe von morbidem Charme.<\/p>\n<p>Gegen Abend kommen wir in Saint Louis an, wenn das Licht der sch\u00fctteren, verfallenen Sch\u00f6nheit der Stadt schmeichelt und auch die von Gustav Eiffel gebaute und inzwischen rostige Br\u00fccke \u00fcber dem Senegal-Strom sich harmonisch in die Farben der D\u00e4mmerung einf\u00fcgt.<\/p>\n<p>Nach dem Einchecken im Hotel de la Poste nehmen wir dort das Abendessen ein.<\/p>\n<p>7. Tag (Samstag)<\/p>\n<p>Nach einem Fr\u00fchst\u00fcck auf der Terrasse des Hotels k\u00f6nnen Sie sich vormittags der Geschichte dieser unter Denkmalschutz stehenden Stadt zuwenden, um deren Erhalt Fatima Fall k\u00e4mpft. Die junge Frau ist diplomierte Denkmalsch\u00fctzerin und leitet einen Verein, der sich die Restaurierung der historischen Innenstadt zum Ziel gemacht hat, eine herausfordernde Aufgabe, denn Armut und das dadurch oft fehlende Bewusstsein f\u00fchren oft zum Abriss denkmalgesch\u00fctzter Geb\u00e4ude.<\/p>\n<p>Im beschaulichen Restaurant \u201eChez Agn\u00e8s\u201c im S\u00fcden der Insel ist ein Mittagessen gemeinsam mit Fatima Fall geplant. Am Nachmittag fahren Sie mit dem Minibus etwa 7 km n\u00f6rdlich in ein Dorf am Senegal-Fluss. Dort besuchen Sie eine REFDAF- Frauenkooperative, deren Mitgliederinnen mit der Weiterverarbeitung einer bestimmten, beliebten Fischart das Haushaltseinkommen verbessern. Sie werden auch von den Problemen berichten, mit denen sie bei ihrer Arbeit konfrontiert sind. Abends geht es wieder zur\u00fcck ins Hotel nach St. Louis,<\/p>\n<p>Im Anschluss treffen Sie den vielfach preisgekr\u00f6nten Schriftsteller und Erz\u00e4hler Louis Camara, der sein ganzes Leben in Saint Louis verbracht und zahlreiche Artikel, Gedichte, Kurzgeschichten und B\u00fccher \u00fcber seine Stadt ver\u00f6ffentlicht hat, u.a. den Bildband \u201eSaint Louis du S\u00e9n\u00e9gal\u201c. Camara ist fasziniert von den Mythen und Legenden seines Landes und wird uns sein Saint Louis zeigen. \u201eAls Traditionsstadt und Hauptstadt einer vergangenen Zeit\u201c, so schreibt er, \u201ehat Saint Louis sich die Manieren einer gro\u00dfen Dame erhalten: ordentliche Stra\u00dfen, spektakul\u00e4re Bauten, das alles in einem malerischen Rahmen zwischen Fluss und Ozean. Saint-Louis hat es aber auch verstanden, sich zu verj\u00fcngen und einige sehr lebendige Viertel zu entwicklen, wie Guet Ndar oder Sor, und ein florierendes kulturelles und intellektuelles Leben. Eine subtile Mischung.\u201c<\/p>\n<p>8. Tag (Sonntag)<\/p>\n<p>Vormittags bleibt Zeit f\u00fcr individuelle Streifz\u00fcge durch die Gassen oder M\u00e4rkte von St. Louis, auch der Besuch einer Kunstgalerie ist m\u00f6glich.<\/p>\n<p>Nach dem Mittagessen verlassen wir Saint Louis in Richtung Mback\u00e9, vor den Toren Toubas gelegen, der heiligen Stadt der Mouriden, in der es allerdings keine Hotels gibt bzw. geben darf. In Mback\u00e9 checken Sie in das schlichte Campement de Baoul ein, wo Sie Babacar Mbaye Ndaak wieder treffen, der der Reisegruppe auch in Touba als F\u00fchrer und T\u00fcren\u00f6ffner zur Verf\u00fcgung stehen wird.<\/p>\n<p>Am Abend schl\u00fcpft Babacar in seine traditionelle Griot-Rolle und erz\u00e4hlt, als Einstimmung f\u00fcr den folgenden Tag, die Geschichte des Gr\u00fcnders der Mouriden-Bruderschaft Cheikh Ahmadou Bamba (1853-1927), von seiner Lehre eines friedvollen und diesseitsgerichteten \u2013 damit auch wirtschaftlich erfolgreichen \u2013 Islam, von seinem pazifistischen Widerstand gegen den franz\u00f6sischen Kolonialismus, seinem erzwungenen Exil und schlie\u00dflich von der Gr\u00fcndung der Stadt Touba (\u1e6d\u016bb\u0101 bedeutet \u201eGl\u00fcckseligkeit\u201c und \u201eN\u00e4he zu Gott\u201c).<\/p>\n<p>9. Tag (Montag)<\/p>\n<p>Fr\u00fch am Morgen fahren Sie dann vor die Tore der Heiligen Stadt. Von Cheikh Ahmadou Bamba 1887 gegr\u00fcndet, blieb Touba auch 40 Jahre nach Bambas Tod ein relativ kleiner und isolierter Ort in Zentral-Senegal. Erst nachdem die gro\u00dfe Moschee 1963 fertig gestellt wurde, begann die Bev\u00f6lkerung rapide zu wachsen, von 5.000 Einwohner\/innen in 1964 stieg sie auf 529.000 in 2007.<\/p>\n<p>Touba wird vom Mouriden-Orden verwaltet und ist eine komplett autonome Zone au\u00dferhalb der Kontrolle des senegalesischen Staates, das betrifft sowohl die Steuern als auch alle staatlichen Dienste wie Bildung, Gesundheitswesen, Zugang zu Wasser, Landrecht und Stadtentwicklung. Cheikh Sidy Mokhtar Mback\u00e9 ist der aktuelle Kalif der Mouriden. Einmal j\u00e4hrlich findet der \u201eGrand Magal\u201c (\u201eHommage\u201c, \u201eEhrung\u201c) statt, zu dem bis zu zwei Millionen Pilger\/innen Touba besuchen, um Cheikh Ahmadou Bamba zu ehren und dem Beginn seines Exils zu gedenken.<\/p>\n<p>Gef\u00fchrt von Babacar Mbaye Ndaak betreten wir in angemessener Kleidung die Heilige Stadt und besuchen die gro\u00dfe Moschee mit seinen f\u00fcnf Minaretten, von denen das zentrale 87 Meter hoch aus der Erde ragt. Die Moschee soll eine der gr\u00f6\u00dften in Sub-Sahara-Afrika sein und wird seit ihrer Fertigstellung im Jahre 1963 kontinuierlich ausgebaut und versch\u00f6nt. In der Moschee selbst befindet sich auch das Mausoleum des Cheikh Ahmadou Bamba, w\u00e4hrend die Grabst\u00e4tten seine Nachfolger und S\u00f6hne unmittelbar neben der Moschee zu besichtigen sind. Danach geht es weiter zum Brunnen der Barmherzigkeit, genannt \u201eDaaru Xudoos\u201c, sowie zur Residenz \u201eKhadimourassoul\u201c und zur Bibliothek der Heiligen Stadt.<\/p>\n<p>Zum Mittagessen sind Sie Gast in einem Privathaushalt und treffen dort einen Berater des 2009 verstorbenen Vorg\u00e4ngers des aktuellen Kalifen der Mouriden, mit dem noch einmal ausf\u00fchrlich \u00fcber das bereits Gesehene sowie \u00fcber Fragen zur Mouriden-Bruderschaft gesprochen werden kann.<\/p>\n<p>Am sp\u00e4ten Nachmittag verlassen wir Touba in Richtung \u201ePetite C\u00f4te\u201d und checken ca. vier Stunden sp\u00e4ter im Hotel Espace Sobobad\u00e9 in Toubab Dialow ein. Von dem haitianischen Dichter, Theatermacher und K\u00fcnstler G\u00e9rard Chenet ins Leben gerufen, ist Espace Sobo Bade ein m\u00e4rchenhaft anmutendes und malerisch gelegenes Hotel mit Blick aufs Meer, aber auch ein Ort der Kultur und des Kulturaustauschs.<\/p>\n<p>10. Tag (Dienstag)<\/p>\n<p>Nach dem intensiven Programm der vergangenen Tage bietet sich zum Ausruhen und Verarbeiten der Eindr\u00fccke ein Vormittag am Strand an. Wer dagegen etwas unternehmen m\u00f6chte, kann entweder auf eigene Faust den nahe gelegenen Ort Toubab Dialow besichtigen oder ins benachbarte Popenguine fahren, dem Geburtsort von L\u00e9opold S\u00e9dar Senghor, eine christliche Enklave und Ferienresidenz aller senegalesischen Pr\u00e4sidenten.<\/p>\n<p>Alternativ bietet sich ein Besuch der \u201e\u00c9cole des Sables\u201c in Fu\u00dfn\u00e4he unseres Hotels an, einer von Germaine Acogny gegr\u00fcndeten und geleiteten Ausbildungsst\u00e4tte f\u00fcr Choreografie und zeitgen\u00f6ssischen Tanz am Rande von Toubab Dialow.<\/p>\n<p>Am Nachmittag k\u00f6nnen Sie bei einem Ausflug nach Popinguine eine RAFDAF-Fraueninitiative treffen, die sich den Umweltschutz auf die Fahnen geschrieben hat. (evtl. gemeinsamer Besuch des Naturschutzparks, f\u00fcr dessen Schutz sich die Frauen einsetzen.)<\/p>\n<p>Das Abendessen wird sich bis Mitternacht hinziehen: es ist die Silvester-Nacht.<\/p>\n<p>11. Tag (Mittwoch)<\/p>\n<p>Das neue Jahr 2014 lassen wir geruhsam beginnen mit einem ausgedehnten Fr\u00fchst\u00fcck auf der Terrasse des Hotels und einem zur freien Verf\u00fcgung stehenden Vormittag.<\/p>\n<p>Nach dem Mittagessen fahren Sie mit unserem Bus nach Dakar zur\u00fcck, wieder ins Hotel St. Louis Sun. Anschlie\u00dfend besteht die M\u00f6glichkeit an dem beliebtesten senegalesischen Sport teilzunehmen: im gro\u00dfen L\u00e9opold S\u00e9dar Senghor Stadium (60.000 Pl\u00e4tze), findet das Ringkampf-Highlight des Jahres statt. Das Ringen, die \u201elutte s\u00e9n\u00e9galaise\u201d, wurde ab 1920 in den St\u00e4dten popul\u00e4r und 1959 zum Nationalsport erkl\u00e4rt. Inzwischen ist es vor Fu\u00dfball der beliebteste und am meisten mediatisierte Sport im Senegal. Dem eigentlichen Kampf gehen eine Vielzahl ritueller Handlungen und Opfer voraus. Der Kampf selbst ist dagegen meist kurz, wer als erstes den Boden mit einem anderen K\u00f6rperteil als Hand oder Fu\u00df ber\u00fchrt, geht als Verlierer vom Platz.<\/p>\n<p>Zum Abendessen treffen Sie Ibrahima Thiam, Mitarbeiter der Rosa-Luxemburg-Stiftung und Spezialist der Mouriden Bruderschaft, mit dem wir uns auch nochmal \u00fcber den Touba-Besuch austauschen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>12. Tag (Donnerstag)<\/p>\n<p>Vormittags fahren Sie in den Dakarer Vorort Thiaroye sur Mer, wo gemeinsam mit Frau Ciss\u00e9 ein Treffen mit derm REFDAF-Verein \u201eFrauen gegen die illegale Migration\u201d (Association des Femmes pour la lutte contre l&#8217;emigration clandestine) stattfindet. Die Leiterin, Frau Yayi Bayam Diouf, erl\u00e4utert uns das Konzept der Gruppe, das darin besteht, u.a. durch die Herstellung und den Verkauf von Fischprodukten die so wichtige Aufkl\u00e4rungsarbeit gegen den \u2018Mythos Europa\u2019 zu finanzieren. Im Anschluss kommen wir einmal mehr in den Genuss eines \u00fcppigen senegalesischen Mittagessens.<\/p>\n<p>Zur\u00fcck in der Stadt steht der Besuch der Universit\u00e4t Cheikh Anta Diop (UCAD) auf dem Programm, benannt nach dem wohl bedeutendsten panafrikanischen \u00c4gyptologen und Historiker, Linguist und Physiker, Cheikh Anta Diop (1923 &#8211; 1986), der durch sein Werk die bis dahin unangefochten eurozentrische Lesart der afrikanischen und Weltgeschichte auf den Kopf stellte.<\/p>\n<p>Auf dem Universit\u00e4tscampus treffen Sie einen seiner Sch\u00fcler, den \u00c4gyptologen und linken Gewerkschaftler Babacar Sall und besichtigen mit ihm Diops nun schon legend\u00e4res Karbondatierungslabor, mit dem dieser u.a. seine These vom afrikanischen Ursprung der \u00e4gyptischen Hochzivilisation untermauerte. Der heute weltweit verehrte Wissenschaftler war auch der intellektuelle Gegenspieler des ersten Pr\u00e4sidenten und N\u00e9gritude Mitbegr\u00fcnders Senghor, dem er seine frankophilie und folkloristische Instrumentalisierung afrikanischer Kultur vorwarf. Diop, der sp\u00e4ter auch mit wenig Erfolg in die Politik ging, wurde unter Senghor mehrfach inhaftiert und lange Jahre mit einem Lehrverbot versehen. Erst auf Druck der Student\/innen erhielt Dakars Universit\u00e4t seinen Namen.<\/p>\n<p>Im Anschluss und ebenfalls auf dem Uni-Campus ist ein Treffen mit der international anerkannten Frauenrechtlerin und Soziologin Fatou Sow Sarr geplant. Die Leiterin des Laboratoriums Gender und wissenschaftliche Forschung beim Institut de Recherches Fondamentales d\u2019Afrique Noire (IFAN) an der UCAD ist wesentlich f\u00fcr das 2010 verabschiedete Gender-Parit\u00e4tsgesetz in allen gew\u00e4hlten Institutionen und Gremien des Senegal verantwortlich.<\/p>\n<p>Zum Abendessen begeben wir uns ins inzwischen ber\u00fchmte Live-Musik Restaurant Just4You, wo wir den Leiter des Dakar-B\u00fcros der Rosa-Luxemburg-Stiftung Claus-Dieter K\u00f6nig treffen. Da die Konzerte, wie in allen Dakarer Clubs, erst sp\u00e4t beginnen, haben wir genug Zeit f\u00fcr Essen und Austausch.<\/p>\n<p>13. Tag (Freitag)<\/p>\n<p>Der letzte Vormittag in Dakar ist zur freien Verf\u00fcgung f\u00fcr eine private Verabredung, einen letzten Stadtspaziergang oder Eink\u00e4ufe auf den M\u00e4rkten Kermel oder Sandaga.<\/p>\n<p>Das umstrittene Monument der Afrikanischen Renaissance in Dakar war ein Projekt des fr\u00fcheren Pr\u00e4sidenten Wad\u00e9 und wurde von ihm 2010 eingeweiht&nbsp; Bild: Archiv<\/p>\n<p>Am Nachmittag nimmt uns Madjigu\u00e8ne Ciss\u00e9 mit zu \u201eManoore FM\u201c, dem ersten von Frauen gef\u00fchrten und f\u00fcr Frauen gemachten Community Radio im Senegal. Wir treffen die Leiterin Ony Cantome Sarr, die uns durch die R\u00e4umlichkeiten des Radiosenders f\u00fchrt, dessen Ziel es ist, das Bildungs- und Informationsniveau der senegalesischen Frauen zu erh\u00f6hen, sie zu empowern und sie selbst und ihren wesentlichen Beitrag zur Entwicklung des Landes sichtbarer zu machen.<\/p>\n<p>Zur\u00fcck im Hotel gibt es Gelegenheit, beim Abendessen die Erfahrungen und Erlebnisse w\u00e4hrend der Reise mit den Reiseleitern Madjugu\u00e8ne Ciss\u00e9 und Eric von Grasdorff auszutauschen, bevor am sp\u00e4ten Abend die R\u00fcckreise mit dem Transfer zum Flughafen beginnt.<\/p>\n<p>14. Tag (Samstag)<\/p>\n<p>Der R\u00fcckflug mit der portugiesischen Fluggesellschaft TAP startet um 2 Uhr Nachts in Dakar; der Flug \u00fcber Lissabon (Umsteigen) kommt Mittags in Frankfurt\/M an. Anschlie\u00dfend inandividuelle Weiterfahrt zu den jeweiligen Wohnorten.nUmstellungen und \u00c4nderungen im Detail sind m\u00f6glich. Stand: 10.7.2013<\/p>\n<p>Der R\u00fcckflug kann individuell auch sp\u00e4ter erfolgen. N\u00e4heres beim Veranstalter. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vom 22. Dezember 2013 bis 4. Januar 2014 bietet die tageszeitung (taz) in Kooperation mit AfricAvenir und dem senegalesischen Frauennetzwerk f\u00fcr nachhaltige Entwicklung REFDAF eine Bildungsreise in den Senegal an. 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