
„200 Jahre später…“- Leben im Widerstand - Protagonistinnen und Protagonisten im Kampf gegen den transatlantischen Sklavenhandel und die Sklaverei
Die von der UNESCO mit der Toussaint Louverture Medaille für besondere Beiträge “im Kampf gegen Hegemonie, Intoleranz und Rassismus” ausgezeichnete Ausstellung portraitiert Schwarze Protagonistinnen und Protagonisten des Widerstands gegen den transatlantischen Sklavenhandel und die Sklaverei. Die ausgestellten Bilder sind eine Hommage an die Frauen und Männer afrikanischer Herkunft, die den Mut und die Kraft hatten, Widerstand gegen den europäischen Menschenhandel zu leisten und die bis heute in Europa weitgehend unbekannt und gesichtslos bleiben - im Gegensatz zu den Weißen Abolitionisten aus Europa und den USA.
Ausstellung ausleihen
AfricAvenir verleiht die Ausstellung auf Anfrage an Institutionen, NGOs, Schulen etc. Bitte kontaktieren Sie uns unter: info(at)africavenir.org / Tel.: 030 - 26 93 47 64 / Fax: 032 12 – 12 58 815
Großformatige Portraits zeigen Widerstandskämpferinnen und -kämpfer wie Toussaint Louverture, der der Sklaverei in Haiti mit militärischen Mitteln ein Ende setzte, Nanny of the Maroons, die jamaikanische Nationalheldin, die 1720 “Nanny Town” gründete, eine freie Siedlung geflohener versklavter Afrikaner/innen oder Harriet Tubman, die, weil sie über die sogenannte Underground Railroad mehr als 300 Menschen nach Kanada in die Freiheit führte, auch „Moses of the people“ genannt wurde.
Entwickelt für das Festival „200 Jahre später…“ anlässlich der Gedenkfeierlichkeiten zur offiziellen Beendigung des transatlantischen Sklavenhandels vor 200 Jahren, basiert die Ausstellung auf einer umfangreichen Recherche zu historischem Bildmaterial. Schwarz-Weiß-Fotos des 19. Jahrhunderts, Ölgemälde aus der Zeit der Französischen Revolution oder auch zeitgenössische Geldscheine der Bank of Jamaica bilden die Original-Vorlagen für die auf Leinwand gedruckten, großformatigen Portraits der Ausstellung.

Biografische Informationen zu den dargestellten Persönlichkeiten und Tafeln zur historischen Entwicklung der Widerstandskämpfe vervollständigen das Konzept der Ausstellung, die auf ein in Deutschland weitestgehend unbekanntes Kapitel der Menschheitsgeschichte und seine Protagonist/innen neugierig machen und zum Weiterdenken anregen möchte.
Ein |+| umfangreicher Katalog in englischer Sprache mit den ausgestellten Portraits und Kurzbiographien ergänzt durch wissenschaftliche Beiträge international namhafter Autorinnen und Autoren wie Louise Marie Diop-Maes, Silviane A. Diouf, David Richardson, Joseph Yai Olabiyi Babalola, Howard Dodson und Horace Campbell begleitet die Ausstellung.
Die Ausstellung hängt bis Ende März in der Werkstatt der Kulturen in Berlin-Neukölln (U-Bhf Hermannplatz) und wird dann an verschiedenen anderen Orten in Deutschland zu sehen sein. Sollten Sie Interesse haben, die Ausstellung in Ihre Stadt zu holen, nehme Sie bitte Kontakt mit uns auf: 200jahre@africavenir.org, Tel: +49 (0)30 420 25 413

Technische Informationen zur Ausstellung
Objekte:
23 Portraits, gedruckt auf Leinwand, gespannt auf Holzkeilrahmen
Motive:
farbig und schwarz/weiß, Malerei, Zeichnung, Kupferstich, Foto, Geldschein
Formate:
9 Stück 80×80cm
12 Stück 60×60cm
2 Stück 75×35cm
23 Kurzbiografien zu jedem Portrait, DINA4, KapaMount-Tafeln
3 Landkarten, 60×75cm, KapaMount-Tafeln
2 Tafeln Einleitungstext, DINA1, KapaMount
Raumgröße:
Die Ausstellung hängt in Berlin auf einer Fläche von 44 m Wand
So ist eine recht großzügige Hängung der Objekte möglich. Die Objekte lassen sich auf etwas mehr Fläche verteilen ohne verloren zu wirken oder auch auf etwas weniger Fläche ohne gedrängt zu wirken. Sollte der Raum deutlich kleiner sein, ist es möglich eine reduzierte Auswahl der Bilder zu hängen, thematisch ist das kein Problem..
Hinweise zur Hängung:
Das wichtigste Kriterium für die Kuratorin in Berlin ist die Modernität - d.h. es soll ein Bezug zur heutigen Zeit deutlich werden, anstatt den Eindruck einer historischen Ausstellung zu erzeugen. Dafür sind z.B. die Fotos an prominenten Stellen gehängt, da diese Darstellungsform für die Besucher einen deutlichen Bezug zur Gegenwart herstellt und zeigt, dass diese Menschen vor nicht allzu langer Zeit gelebt haben. Die Frauenportraits hängen ebenfalls an prominenten Stellen, um die zahlenmäßige Unterrepräsentation etwas auszugleichen. (Wir geben gerne Hinweise zu geeigneten Gruppierungen mit Foto-Beispielen.)
Jedes Portrait wird durch eine Texttafel mit der Kurzbiografie der dargestellten Person ergänzt.
Die Landkarten sind thematisch den Portraits zugeordnet, z.B. hängt Harriet Tubman als bekannte Underground Railroad Conductor neben den Karten zur historischen Entwicklung des Underground Railroad Systems.
Rahmenprogramm:
Gerne beraten wir auch zu möglichen Elementen eines Rahmenprogramms zur Ausstellung. Denkbar sind hier unter anderem eine Vernissage mit Vortrag oder kulturellem Beitrag (Konzert, Lesung, Capoeira Performance o.ä.), Führungen für Schulklassen und weitere Interessierte, ein thematisch passendes Programm mit Spiel- und Dokumentarfilmen.













