EN · FR · DE
 

AfricAvenir Projekte - 30 Jahre Förderung Afrikanischer Perspektiven

In den 30 Jahren seit seiner Gründung hat AfricAvenir zahlreiche Projekte und hunderte Veranstaltungen organisiert und durchgeführt und Debatten und Diskurse initiiert oder mitgeprägt wie z.B. Konfliktresolution und -prävention, Afrika im Zweiten Weltkrieg, das Erbe des deutschen und europäischen Kolonialismus oder Afrikas Beitrag zur Weltgeschichte.

"Inspiring Young Imaginations” – Afrikanische Filme für Kinder und Jugendliche

Im Jahr 2014 initiierte AfricAvenir Windhoek "Inspiring Young Imaginations", eine monatliche afrikanische Filmreihe für Kinder und Jugendliche. Anlass dazu ist der reale und tagtäglich erfahrbare Mangel an Zugangsmöglichkeiten für Kinder, inspirierende, unterhaltsame und lehrreiche Filme mit afrikanischen Inhalt zu sehen. Die Filme, die wir zeigen, erzählen auf unterhaltsame und lehrreiche Weise Geschichten aus der Perspektive von Kindern und Jugendlichen über die Geschichte Afrikas, die vielfätigen afrikanischen Kulturen, verschiedene Identitäten, soziale Realitäten, Erlebnisse und Erfahrungen. Im Anschluss an die Vorführungen finden Diskussionen mit den anwesenden Kindern und Jugendlichen statt. Wir halten es für wichtig, dass Kinder und Jugendliche in Namibia, Filme sehen, mit denen sie sich identifizieren können, die afrikanischen Geschichten und Erfahrungen erzählen, und von der Vielfalt des afrikanischen Kontinents berichten. Damit möchten wir die Kinder und Jugendlichen auch dazu anregen, ihre eigenen Geschichten zu erzählen, und ihree eigenen Fantasie freien Lauf zu lassen.

Dekoloniale Einwände gegen das Humboldt Forum

Das sog. "Humboldt-Forum", das Kernstück des rekonstruierten Berliner Schlosses, wird zukünftig die ethnologischen Sammlungen aus Afrika, Asien und den Amerikas beherbergen. Doch welche Symbolik wird erzeugt, wenn diese Sammlungen, die zu einem nicht unwesentlichen Teil während der (deutschen) Kolonialzeit geraubt wurden, hinter einer preußischen Fassade gezeigt werden? Um diese Frage aufzuwerfen und eine öffentliche Debatte anzuregen, veranstaltet AfricAvenir ab September 2013 Dialogforen und eine Wanderausstellung, die sich kritisch und aus einem dezidiert dekolonialen Blickwinkel mit den gegenwärtigen Entwicklungen auseinandersetzt. Um ein eurozentrisches und restauratives Museum zu verhindern - mindestens aber zu skandalisieren - wird die koloniale Geschichte von Objekten thematisiert und das Konzept dieses Museums in Inhalt und Form aus afrikanischen und afro-europäischen Perspektiven hinterfragt.

back to top