Kooperation: Filmfestival AFRIKAMERA präsentiert: RE_IMAGING AFRIKA 2013, 12. – 17. November 2013, Kino Arsenal

AFRIKAMERA präsentiert vom 12. – 17. November 2013 eine Reihe von bilateral kuratierten Filmprogrammen im Kino Arsenal zum Auftakt von RE_IMAGING AFRICA, das von November 2013 bis März 2015 in Berlin, Hamburg, Kassel und in afrikanischen Ländern stattfindet. Von Ouaga bis Antananarivo haben sich über die Jahre immer mehr Festivals als Schaufenster für aktuelles Kino aus Afrika etabliert. Nun wird ein Teil dieser Filme auch in Berlin zu sehen sein.nDas Festival eröffnet mit Virgem Margardia (Mosambik/ Frankreich/ Portugal 2012, 12.11.) von Licínio Azevedo. Im Zuge der revolutionären Wirren nach der Unabhängigkeit Mosambiks im Jahre 1975 wird die 16-Jährige Margarida als vermeintliche Prostituierte festgenommen und in ein sozialistisches Arbeitslager gebracht. Gemeinsam mit anderen Gefangenen soll sie dort im „revolutionären Geist“ umerzogen werden. Doch die inhaftierten Frauen wehren sich… Das mehrfach prämierte geschichtspolitische Drama wird präsentiert vom burkinischen FESPACO-Festival.nImbabazi, The Pardon (Ruanda 2012, 13.11.) erzählt von der Freundschaft zwischen Manzi und Karema, die 1994 im Zuge des entsetzlichen ethnischen Bürgerkriegs in Ruanda zerbricht. 15 Jahre später treffen Manzi und Karema wieder aufeinander… Der Regisseur Joel Karakezi, selbst ein Überlebender des Krieges, thematisiert in seinem Spielfilm eindrücklich den Kampf der ruandischen Gesellschaft um Gerechtigkeit und Vergebung. nIn Espoir Voyage (Burkina Faso/ Frankreich 2011, 16.11.) macht sich der burkinische Regisseur Michel K. Zongo auf eine persönliche Spurensuche nach seinem älteren Bruder Joanny, der mit nur 14 Jahren sein Heimatdorf verließ und an der Elfenbeinküste sein Glück versuchte. Eine exemplarische Geschichte innerafrikanischer Arbeitsmigration und ihrer Folgen. Der Produzent des Films ist bei der Filmvorführung anwesend. nDas tunesische Festival JCC präsentiert eine Auswahl von Filmen junger Regisseure, die sich mit den politischen Umbrüchen in den afrikanischen Ländern auseinandersetzen. In C’est eux les Chiens (Marokko 2013, 13.11.) von Hicham Lasri dreht ein Fernsehteam in den Straßen Casablancas einen Film über die Arabische Rebellion. Dabei fällt der Crew mitten im Chaos ein älterer Mann ins Auge. Seine Geschichte führt das Team zurück ins Jahr 1981, in dem Marokko schon einmal von Unruhen erschüttert wurde…nYema (Algerien/ Frankreich 2012, 16.11.) ist das eindrückliche Portrait einer Mutter, die sich nach dem Tod ihres Sohnes Tarik in die algerischen Berge zurückzieht. Ihr zweiter Sohn Ali, der am Tod Tariks eine Mitschuld trägt, versucht sich der Mutter anzunähern. Die Regisseurin Djamila Sahraoui, die auch die Hauptrolle spielt, reflektiert in ihrem preisgekrönten Spielfilm die Auswirkungen des algerischen Bürgerkriegs auf Gesellschaft und Familie.  nLe President (Kamerun/ Deutschland 2012, 17.11.) ist das neueste, kontrovers diskutierte Werk des kamerunischen Regisseurs Jean Pierre Bekolo. Ein Präsident, der seit 42 Jahren an der Macht ist, verlässt am Vortag der Wahl amtsmüde den Präsidentenpalast und versetzt damit sein Land in Aufruhr. Bekolos Film spielt auf die aktuelle politische Situation Kameruns an und wurde in den afrikanischen Ländern aus Angst vor Repression bislang nur einmal öffentlich aufgeführt. In Anwesenheit des Regisseurs. nDer preisgekrönte Dokumentarfilm Atalaku (Demokratische Republik Kongo/ Frankreich 2013, 17.11.) gibt Einblick in den Präsidentschaftswahlkampf 2012 im  Kongo. Der junge Regisseur Dieudo Hamadi begleitet den Prediger Gaylor beim Versuch, die Wähler auf den Straßen von Kinshasa zu mobilisieren. Deutschlandpremiere in Anwesenheit des Regisseurs.nDas Filmschaffen der ostafrikanischen Inseln ist auf der Karte des Weltkinos noch weitgehend unentdeckt. Der Leiter des Comoros International Film Festival (CIFF), Mohamed Saïd Ouma, stellt gemeinsam mit Laza, künstlerischer Leiter des madagassischen Festivals RFC, erstmals in Deutschland eine Auswahl aktueller African Island Shorts (15.11.) vor.nMit L’Ivresse d’une Oasis (Komoren 2011, 14.11.) wird die aktuelle Dokumentation von Hachimiya Ahamada erstmals hierzulande präsentiert. Auf den Komoren nennt man die Ausgewanderten „Je Viens“ und die Dagebliebenen „Je Reste“. Wie alle „Je Viens“ kehrt der Vater der Regisseurin 1991 für einige Wochen in sein Heimatdorf zurück, um das Haus für seine Familie zu bauen – bis heute ist dieses nicht bezugsfertig…

Les Enfants De Troumaron
(Mauritius 2013, 15.11.) von Harrikrisna + Sharvan Anenden zeigt die andere Seite des Urlaubsparadieses Mauritius. Der Alltag der Teenager Sadiq, Eve, Clelio und Savita in Troumaron, einem Armenviertel der Hauptstadt Port-Louis, ist von Arbeitslosigkeit, Armut und Gewalt geprägt. Als Savita und Eve einen Plan schmieden, Troumaron zu verlassen, glimmt Hoffnung auf. Doch der Plan scheitert… Harrikrisna Anenden ist zur Premiere des Films anwesend. nAuswanderung und die Suche nach der eigenen Identität sind nach wie vor zentrale Fragen für afrikanische Filmemacher. Gito (Burundi/ Frankreich 1992, 16.11.) von Leónce Ngabo ist eine frühe Komödie zum Thema. Nach seinem Studienaufenthalt in Frankreich beschließt Gito, in seine Heimat Burundi zurückzukehren – nicht ohne seiner französischen Freundin vorher zu versprechen, dass er sie nachholt, sobald er Minister ist. Doch selbstverständlich läuft nichts nach Plan, was seiner Freundin gar nicht gefällt… Filmvorführung in Anwesenheit des Regisseurs.nDer auf dem gleichnamigen Erfolgscomic der ivorischen Autorin Marguerite Abouet basierende Animationsfilm Aya De Yopougon (Frankreich 2013, 17.11.) handelt vom Alltag dreier 19-Jährigen Freundinnen in Yopoung, einem Arbeiterviertel von Abidjan. Aya, die Ärztin werden will, erlebt mit Adjoua und Bintou einen Alltag zwischen den Zwängen des Elternhauses und eigenen Plänen, zwischen der örtlichen Tanzbar und der Suche nach dem „richtigen“ Freund. nAbgerundet wird RE_IMAGING AFRICA durch das Programm Africa For The Future (14.11). Laza, künstlerischer Leiter des madagassischen Festivals RDFC präsentiert eine Auswahl von innovativen Kurzfilmen aus Tunesien, Gabun, Südafrika und Sambia. In Anwesenheit des Kurators. nNeben den Filmprogrammen steht der Samstag (16.11.) im Zeichen des ganztägigen Symposiums „The Art of Collaboration“. Eingeladen sind Akteure aus Kultur, Politik, Medien und Zivilgesellschaft, die sich mit den Entwicklungen auf dem afrikanischen Kontinent befassen und diese unterstützen: Kulturschaffende, Journalisten und Mitglieder von NGOs, genauso wie Vertreter der beteiligten Filmschulen und Filmfestivals. Diskutiert werden neue Modelle und Wege der partnerschaftlichen Kooperation zwischen Filmakteuren in Deutschland und afrikanischen Ländern sowie die Frage, wie über das Medium Film neues Engagement für deutsch-afrikanische Partnerschaften generiert werden kann. nDas Symposium findet statt in Kooperation mit dem COMENGA-Programm der Stiftung Partnerschaft mit Afrika e.V. mit finanzieller Unterstützung des Bundesministeriums für Entwicklung und wirtschaftliche Zusammenarbeit (BMZ) und der Heinrich-Böll-Stiftung.nn12. – 17. NovembernKino Arsenal
Potsdamer Straße 2
10785 Berlin
S/U Potsdamer PlatznnWeitere Informationen unterwww.afrikamera.de undwww.arsenal-berlin.den

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