Premiere BLACK BISMARCK vom 27.09. – 30.09.2013 im HAU2 Hebbel am Ufer Berlin

Ein Gespenst geht um in Europa – das Gespenst des Kolonialismus. Alle Mächte des alten Europa haben sich gemeinsam mit dem Osmanischen Reich und den USA in Berlin versammelt, um Afrika unter sich aufzuteilen. Auf Einladung Otto von Bismarcks fand 1884/5 die sog. „Kongokonferenz“ statt, auf der willkürlich Grenzen durch den afrikanischen Kontinent gezogen wurden. Zugleich markiert dieses Datum den Beginn der dreißigjährige deutschen Kolonialherrschaft in den Gebieten des heutigen Togo, Kamerun, Namibia, Tansania, Burundi und Ruanda: Ausplünderung, Zwangsarbeit, Krieg und Genozid waren die Folge.nandcompany&Co. legen die vielfachen Linien und Verbindungen frei, die zwischen dem Höhepunkt der Kolonialzeit in Afrika und unserer heutigen, politischen und wirtschaftlichen Gegenwart liegen. Eine U-Bahn-Station in der Nähe des ehemaligen Reichskanzlerpalais in Berlin scheint das Tor zur Unterwelt zu sein: Fürst Bismarck, der in Friedrichsruh keine letzte Ruhe fand, geht dort als “weißer Mann” um. Weißer Mann, was nun?n Von und mit: Dela Dabulamanzi, Simone Dede Ayivi, Alexander Karschnia, Nicola Nord, Gorges Ocloo, Joachim Robbrecht, Sascha Sulimma&Co. nEine Produktion von andcompany&Co. in Koproduktion mit HAU Hebbel am Ufer (Berlin), deSingel Antwerpen, FFT Düsseldorf, Ringlokschuppen Mülheim und dem Theater im Pumpenhaus Münster. Gefördert aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds, durch den Regierenden Bürgermeister von Berlin – Senatskanzlei – Kulturelle Angelegenheiten und die Kunststiftung NRW.nBLACK BISMARCK on tour n10. + 12.10.2013Ringlokschuppen Mülheim an der Ruhr n22. + 23.11.2013de Singel Antwerpenn14.01.2014Theater im Pumpenhaus Münster n16. + 17.01.2014Forum Freies Theater DüsseldorfnProtestfest!nAm Samstag, 28. September ab 16 Uhr findet auf dem Schlossplatz, Berlin eine Abschlusskundgebung der Kampagne der Koalition der Freien Szene statt. Akteur/innen und Unterstützer/innen feiern ein Protestfest in Form eines interventionistischen Stationendramas. Vom Schlossplatz als Hot Spot rückwärts gewandter Kulturpolitik – Wiederaufbau Schloss – geht es mit musikalischer Aktion zum Alexanderplatz (Neptunbrunnen), um gegenüber dem Roten Rathaus den Performance-Reigen zu eröffnen und die politisch Verantwortlichen zum Eng-Tanz aufzufordern. nPerformativ dabei: andcompany&Co., Bernadette La Hengst, Das Helmi/Ballhaus Ost, Gob Squad, Hands up – Excitement!, Heimathafen Neukölln, Interobang, Jochen Arbeit, Lubricat/Vierte Welt, magic garden, Maiden Monsters, Theaterdiscounter, TIKA, Turbo Pascal u.v.a. nKoalition der Freien Szene nFR 27.09.2013 um 20 Uhr im HAU2 Hebbel am Ufer Berlin nWeitere Vorstellungen:nSA 28.09.2013 um 20 UhrnSO 29.09.2013 um 17 UhrnMO 30.09.2013 um 20 UhrnHAU Hebbel am UfernWeitere Informationen finden sie hier.

Newsletter

Mit unserem Newsletter informieren wir Sie über Aktuelles zu AfricAvenir International Berlin und zu den Themen Dekolonisierung, Rassismuskritik und afrikanische Perspektiven. Tragen Sie sich hier ein und erhalten Sie zweimal pro Monat Termine, Lesetipps und andere Empfehlungen.