Studien- und Begegnungsreise nach Dakar, Senegal vom 4.-17. Mai 2014 anlässlich der 11. DAK’ART – Biennale für zeitgenössische afrikanische Kunst

Aus Anlass der 11. DAK’ART – Biennale für zeitgenössische afrikanische Kunst organisiert AfricAvenir vom 4. bis 17. Mai 2014 eine Studien- und Begegnungsreise nach Dakar, Senegal. Nicht nur die vielfältigen Ausstellungen im Rahmen der Kunstbiennale bieten Möglichkeiten der Begegnung. In Treffen mit senegalesischen Künstler/innen, Politiker/innen und Wissenschaftler/innen, bei Museumsbesuchen sowie bei Stadtrundgängen und Konzerten vermittelt AfricAvenir bereits zum dritten Mal Kontakt zur Kunst, Kultur Geschichte und gesellschaftliche Entwicklungen des westafrikanischen Landes. Ebenso wichtig wie ungewöhnlich wird neben den Ausstellungsbesuchen der persönliche Kontakt zu den Dakarois, den Einwohnern von Dakar, sein. So werden z.B. Mahlzeiten nicht nur in Restaurants eingenommen, sondern auch in Privathaushalten senegalesischer Familien – Begegnungen, die Einblick in den Alltag vor Ort geben werden. nProgramm als pdfnAnmeldeformularnANMELDEFRIST: 31. Januar 2014 nDer Preis für die Reise beträgt pro Person maximal 1.600€ (bei 8 Personen) und reduziert sich bei mehr Teilnehmer/innen auf bis zu 1.210€ (bei 15 Personen). nIm Preis ENTHALTEN sind: n

  • Reiseunterlagen
  • Flughafentransfer am 4. und 17. Mai in Dakar
  • Unterkunft im Einzelzimmer in einer Pension im Zentrum Dakars
  • Vollpension vom 4.-17. Mai
  • Deutschsprachige Reiseleitung vor Ort
  • Übersetzung des offiziellen Begegnungsprogramms vor Ort

nZUSÄTZLICH sind noch zu zahlen:n

  • Flugkosten Berlin – Dakar (600-700 Euro)
  • Individuelles kulturelles Rahmenprogramm wie Konzertbesuche etc., da unsere Erfahrung gezeigt hat, dass diese von den Teilnehmern sehr unterschiedlich wahrgenommen werden. Das AfricAvenir-Team macht hierzu zahlreiche Vorschläge vor Ort.
  • Individuelle Auslandsreisekrankenversicherung
  • Ggfs. Impfungen
  • 50,- Euro Visagebühren

nAus organisatorischen Gründen findet die Reise erst ab einer Teilnehmerzahl von 8 Personen statt. In der Woche nach dem 1.02.2014 geben wir bekannt, ob die Reise stattfindet.nBei Stornierung der Anmeldung nach dem 07.03.2014 berechnet AfricAvenir folgende Ausfallgebühren:n    ab dem 07.03.2014 – 30% des Gesamtpreisesn    ab dem 07.04.2014 – 80% des Gesamtpreisesn

Bei Fragen zum detaillierten Programm etc. wenden Sie sich bitte angro.rinevacirfa@ofni

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nDAK’ART

nAm 09. Mai 2014 wird die 11. Biennale für zeitgenössische afrikanische Kunst, die DAK’ART, eröffnet. Die Biennale lädt seit 1992 Künstler/innen aus Afrika und der afrikanischen Diaspora ein, das Leben auf dem Kontinent und darüber hinaus darzustellen, zu reflektieren und die weltweite Wahrnehmung Afrikas und der Afrikaner/innen so (mit) zu gestalten. Weit davon entfernt, sich nur auf eine verengende Perspektive des Afrikanischen zu beschränken, will die Biennale in den Ausstellungen und einem reichhaltigen Programm das Internationale hervorheben: Afrikanische Kunst ist nur als internationale Kunst verständlich.nLink zu einer Beitragsreihe über Dakars Kunstszene auf C&nKUNST&KULTUR
Die DAK’ART lädt zu einer dialogischen Auseinandersetzung ein. In der ganzen Stadt – und zunehmend auch in weiteren Städten und auf dem Land – sind kleine und große Ausstellungen und Performances zu sehen. In Gesprächen mit Künstler/innen des IN und OFF Programms sowie Organisator/innen der Biennale wird es bereits im Vorfeld der Ausstellungseröffnung Gelegenheit geben, über “Kunst und Politik” in Westafrika zu diskutieren. Selbstverständlich wird viel Zeit für den gemeinsamen oder individuellen Besuch der zahlreichen Vernissagen und Ausstellungen sein. Wir besuchen das Künstlerdorf „Village des artistes“ und treffen darüber hinaus ausgewählte Künstler wie z.B. den zwischen Berlin und Dakar lebenden Konzeptkünstler Mansour „Kanakassy“ Ciss in seiner Villa Gottfried.

Dakar bietet kulturell noch einiges mehr: So besuchen wir die international renommierte Modeschöpferin Mame Faguèye Ba in ihrem Atelier. Der internationale Hip Hop Star Didier Awadi empfängt uns in seinem Tonstudio „Studio Sankara“. Wir treffen berühmte Filmemacher wie Moussa Sène Absa oder Moussa Touré, um über das senegalesische Kino zu diskutieren.
 
GESCHICHTE
Dakar hat eine wechselvolle Geschichte. Seine Bedeutung reicht von der Rolle als Umschlagplatz für den Sklavenhandel und spätere Kolonialstadt über eine strategische Position im Zweiten Weltkrieg bis zur Dekolonisation. Diese Geschichte werden wir nicht nur auf einer umfangreichen Stadtbegehung mit dem Lehrer, Griot und Historiker Babacar Mbaye Ndaak nachvollziehen, sondern insbesondere während einer Tagestour auf der Insel Gorée mit Besuch im Haus des Sklaven, in den Festungen und im Historischen Museum. Darüber hinaus steht der Besuch der Universität Cheikh Anta Diop auf dem Programm, wo wir die Bibliothek und das Laboratorium von Cheikh Anta Diop besuchen, der in seinen Forschungen die kulturellen Ursprünge der Menschheit auf den afrikanischen Kontinent verlegt.nGESELLSCHAFT&WISSENSCHAFT
Weitere Begegnungen führen uns an gesellschaftspolitische Themen in Westafrika heran: So planen wir einen Besuch bei dem panafrikanischen Forschungsinstitut CODESRIA, das seit 1973 die Sozialwissenschaften in Afrika vorantreibt. Auch eine Diskussion mit dem  Leiter der französischen Internetplattform Pambazuka.org, DER pan-afrikanischen Plattform für soziale Gerechtigkeit in Afrika sowie ein Treffen mit Vertretern der Bewegung „M23“ und „Y en a marre“ stehen auf dem Programm, um aus zivilgesellschaftlicher Perspektive über die erfolgreichen Proteste in 2012, den Machtwechsel und die Zukunft der sozialen Bewegung im Senegal und in der Region zu sprechen.
Neben der Innenstadt Dakars werden wir auch die Banlieu mit Stadtteilen wie Guediawaye und Hann Pecheur kennenlernen, wo wir Vertreter der Nichtregierungsorganisation „Kaddu Yaraax“ treffen werden. „Kaddu Yaraax“ arbeitet seit mehreren Jahren erfolgreich mit dem sog. „Theater der Unterdrückten“ nach Augusto Boal und betreibt Aufklärungsarbeit zu unterschiedlichsten Themen wie Migration, Umweltschutz etc. Mitglieder von „Kaddu Yaraax“ werden uns durch das bis heute an ein Fischerdorf erinnernde Stadtviertel führen. nTOURISTISCHES & FREIE ZEIT
Quasi "obligatorisch" in Dakar sind der Besuch einer "Soirée de Danse Sénégalaise" und einer "Lutte Sénégalaise" (senegalesischer Ringkampf). Wir werden uns jedoch nicht auf touristischen Pfaden durch die Stadt bewegen, sondern vor allem Wege einschlagen, die den Alltag der Stadt und das  gewöhnliche Leben vor Ort präsentieren. Zeit für Erholung und individuelle Tagesgestaltung, ein Besuch auf dem Markt oder am Strand sind ebenso vorgesehen.

Das AfricAvenir-Begleitteam
Babacar Mbaye Ndaak ist Lehrer für Geschichte und Geographie in Dakar. Er war Schüler des senegalesischen Gelehrten Cheikh Anta Diop und ist Vorsitzender des Verbands senegalesischer Märchenerzähler sowie Mitglied der Stiftung Youssou N’Dour. Vor Ort unterstützt er bei der Organisation und Durchführung der Reise. Von Berlin aus werden Ibou Coulibaly Diop von Sunugal e.V. und Usha Ziegelmayer, Vorstandsmitglied von AfricAvenir, die Reisegruppe in den Senegal begleiten. Sie stehen im Vorfeld sowie während der Reise für Fragen zur Verfügung und werden auch als DolmetscherInnen für die Reisegruppe fungieren.nRückmeldungen zu unserer ersten Studienreise nach Dakar im Jahr 2010 & 2012
„Ich war von der Vielfalt des Angebots überrascht: die Vielfalt an interessanten Menschen, die man via dieser Studienreise treffen konnte, und unkonventioneller Orte, die besucht wurden, war schon genial. Sicher ist, dass es wenige Reisen dieser Art gibt, bei denen man in relativ kurzer Zeit wirklich viel von Land, Kultur und Menschen mitbekommt. Wer sich für Kultur, Kunst und politische Hintergründe interessiert, ist hier an der richtigen Adresse! Usha und Judith waren sehr gute Reiseleiterinnen, die in Dakar über ein spannendes Netzwerk verfügen und auch inhaltlich auf fast alle Fragen interessante Hintergrundinformation anbieten konnten. Beider Französisch ist ‚impeccable‘ – sie sprechen es fließend und sind dadurch auch in der Rolle der Übersetzerin/Kommentatorin unschlagbar! Empfehlung!“ D. Swarowsky (Mitreisende 2012)n„Schon die Dak’Art alleine ist mehr als eine Reise wert, durch die Studienreise mit AfricAvenir wurde sie zur nachdrücklichen Lernerfahrung.
Im vielseitigen Programm kamen sowohl politisch als auch künstlerisch Interessierte auf Ihre Kosten. Das unermessliche Kulturangebot der Dak’Art wurde begleitet durch Exkursionen und Besuche mit spannenden Inputs und Diskussionen – von Pan-Afrikanismus, über Afrikanische Renaissance, die Geschichte des Sklavenhandels bis zu Senegals Einbindung im Weltwirtschaftssystem. Dank seiner zahlreichen Kontakte schuf AfricAvenir viele inspirierende Begegnungsräume mit eindrucksvollen Persönlichkeiten aus Politik, Kulturszene und Zivilgesellschaft.  Die Orte der Begegnung – vom imposanten Staatstheater bis zum Hinterhof eines Geschichtenerzählers (Griots) – waren kontrastreich und boten diverse und tiefe Einblicke in Senegals Moderne. Die kompetente, symphatische und bestens informierte Reiseleitung sorgte für einen reibungslosen und entspannten Ablauf und lieferte wertvolle Hintergrundinformationen. Der zunächst hoch wirkende Preis scheint im Nachhinein – beim Preisniveau im Senegal und dem gebotenen Programm – mehr als gerechtfertigt.“
Timo Holthoff (Teilnehmer 2012)n„Mir hat die Reise sehr sehr gut gefallen, weil ich mich geschützt und gut aufgehoben gefühlt habe durch Eure jahrelange Zusammenarbeit mit Senegalesen, die professionelle und freundschaftliche Beziehungen wachsen lassen hat, an der wir Teilnehmenden aufs Großzügigste teilhaben konnten. Ich hätte mich nie alleine getraut, diese Reise zu unternehmen und bin äußerst dankbar für die Horizonterweiterungen und die vielen positiven Erfahrungen, die ich dort machen durfte. Das kulturelle, bildungspolitische Niveau der Studienreise war sehr hoch, die Angebote vielfältig und für mich als Künstlerin beglückend.“ I. Hildmann (Teilnehmerin 2010)

Für alle, die interessiert sind, die Biennale zu sehen und darüber hinaus etwas über die senegalesische Kultur, die aktuelle politische Situation, Themen in Kunst und Bildung aber auch das ganz normale Leben in Dakar erfahren wollen, die nicht nur die schöne Kulisse, sondern auch dahinter sehen wollen, ist diese Reise unbedingt zu empfehlen.“ I.Manhart (Teilnehmerin 2010)

„Ich bin sehr gern nach Dakar gefahren. Ich fand es toll, dass wir jenseits touristischer Pfade einen sehr umfassenden Einblick in Gesellschaft, Kultur und alltägliches Leben im Senegal bekommen haben. Der sehr persönliche Kontakt in Dakar hat uns an Orte gebracht, die wir so sonst nicht gesehen hätten. Bei meiner ersten Afrika-Reise habe ich mich an die Hand genommen gefühlt und konnte gleichzeitig eigenen Interessen nachgehen, das habe ich sehr geschätzt.“ J. Baese (Teilnehmerin 2010)

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