Workshop mit Prof. Ibrahima Thioub zu“Dekolonisierung im Spannungsfeld von Utopie und Realpolitik“, am Samstag, 25. September 2010, 10-17 Uhr

Am Samstag, den 25. September 2010 von 10-17 Uhr lädt AfricAvenir zum Workshop (auf Engl.) mit Prof. Ibrahima Thioub ins August-Bebel-Institut. Am Beispiel des „Rassemblement Démocratique Africain“, einer transnationalen Bürgerbewegung und Partei, die sich in den 1950er jahren für die Durchsetzung größerer Rechte für die Afrikaner/innen in den französischen Kolonien einsetzte, wird Prof. Thioub die Möglichkeiten und Grenzen der Dekolonisierung im "frankophonen" Afrika diskutieren. Am Donnerstag, den 23.9.2010 findet ein Dialogforum zum gleichen Thema statt. nIbrahima Thioub ist Professor für moderne und zeitgenössische Geschichte und geschäftsführender Direktor des Historischen Seminars an der Université Cheikh Anta Diop (UCAD) in Dakar/ Senegal. Er forscht zur Geschichte der Marginalisierung und Exklusion in senegalesischen Städten, zur Geschichte der Sklaverei und des Menschenhandels in Afrika sowie zu Gefängnissen, Alkoholismus und Jugendkriminalität in der Geschichte Westafrikas. Aktuell arbeitet er an einem Buch zur Geschichte Dakars im Zweiten Weltkrieg und insbesondere der Bombardierung Dakars durch das französische Vichy-Regime 1940. Er promovierte zum Rassemblement Démocratique Africain (RDA)  und gilt seither als einer der Experten zu diesem Thema. nDer Workshop wird den Vortrag des Dialogforums vertiefen. Dazu wird Ibrahima Thioub thematisch in vier thematische Blöcke einführen, die im Anschluss jeweils in der Gruppe diskutiert werden. Die Themen des Workshops lauten:

1) Der Entstehungskontext des RDA: Afrika im französischen Kolonialreich unmittelbar nach dem 2. Weltkrieg

2) Der RDA im politischen Leben in Afrika: Massenbewegungen und Parlamentarismus

3) Der RDA und die Frage der Unabhängigkeit und afrikanischen Einheit.

4) Die aktuelle politische Situation im frankophonen Afrika und das Erbe des RDA.

Zur Vorbereitung werden bei Anmeldung Texte (auf frz.) zur Verfügung gestellt.

In der Mittagspause wird ein kleiner Imbiss bereitgestellt.nTeilnahmebeitrag 10,- Euro.
Anmeldung:ed.tutitsni-lebeb-tsugua@tkatnoknIn Kooperation mit dem August-Bebel-Institut und Le Monde Diplomatique.

Gefördert von InWEnt aus Mitteln des BMZ, von der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“, dem Evangelischen Entwicklungsdienst (EED) und der Landesstelle für Entwicklungszusammenarbeit.

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