Kooperation: „Berlin steht auf Kohle – Energieversorgung aus entwicklungspolitischer Sicht“ am 15.10.2013 von 19:00 bis 21:00 Uhr im Haus der Demokratie

Die Hälfte der Berliner Strom- und Fernwärmeproduktion basiert auf Braun- und Steinkohle – Tendenz steigend. Dabei ist die Verbrennung von Kohle die klimaschädlichste Form der Stromerzeugung. Die offenen Braunkohle-Tagebaue, z.B. in der Lausitz, vernichten ganze Dörfer, Wälder und Felder. Die in Deutschland verstromte Steinkohle hinterlässt weltweit Spuren. Denn gut dreiviertel der Kraftwerks-Steinkohle wird importiert: aus den USA, Polen, Russland, aber auch Kolumbien und Südafrika. Auch Vattenfall bezieht Kohle aus den Ländern des globalen Südens. Die genaue Herkunft wird jedoch verschwiegen – wohl wissend, dass der Kohlebergbau massive negative Folgen für die lokale Bevölkerung hat. In Kolumbien verlieren Indigene ihr Land und in Südafrika wird die Trinkwasserversorgung für unseren Strom aufs Spiel gesetzt. Die unter dem Druck negativer Presseberichte entstandene Konzerninitiative „Better Coal“ hat schwache Ziele, die zudem vollkommen unverbindlich sind. Eine Verbesserung der Menschenrechtssituation und der Umweltbedingungen ist dadurch nicht zu erwarten.nBerlin muss aktiv werden, um Klima, Umwelt und Menschenrechte nicht weiter einer ignoranten Energiepolitik zu opfern. Die Berliner Landesregierung kann dabei nicht länger auf eine unverbindliche Klimaschutzvereinbarung und mündliche Äußerungen des Energiekonzerns Vattenfall setzen. Bis spätestens Ende 2014 muss sie einen Ausstiegsplan aus der fossilen Energienutzung für Berlin vorlegen, der auch die Folgen unserer Kohleimporte berücksichtigt und sich für Klimagerechtigkeit stark macht.nHintergründen19:00 Begrüßung – Klimagerechtigkeit (Nicola Jaeger/PowerShift)n19:10 Zu viel Kohle – Der Stand der Berliner Energieversorgung (Christine Kühnel/AK KLEE BUND Berlin)n19:25 Bitter Coal – Die Folgen der deutschen Steinkohleimporte (Sebastian Rötters/PowerShift)n19:40 Q&AnKurzinputs über Alternativen und Plänen19:50 Entwicklungspolitische Forderungen an Energierohstoffe (Usha Ziegelmayer/AfricAvenir)n19:55 Klimaneutrales Berlin (Dr. Hans-Joachim Ziesing/Berliner Klimaschutzrat, AG Energiebilanzen)n20:00 Mit einem Berliner Stadtwerk raus aus der Kohle (Stefan Taschner/Berliner Energietisch)n20:05 Dr. Michael Garmer (CDU – angefragt)n20:10 Michael Schäfer (Energiepolitischer Sprecher Bündnis90/Die Grünen)n20:15 Q&A und DiskussionnAnschließend kleiner öko-fairer Empfang.nnTermin: 15.10.2013 von 19:00 bis 21:00 Uhr, anschließend kleiner öko-fairer EmpfangnOrt: Haus der Demokratie, Greifswalder Straße 4, 10405 Berlin – Robert-Havemann-Saal nAktuelle Infos zur Veranstaltung unter: http://power-shift.de/?p=1934 nProgramm als pdf:Berlin steht auf Kohle_Energieversorgung aus entwicklungspolitischer Sicht_2013_09_20

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